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Der Bergpfarrer 8 - Heimatroman Das geduldige Herz von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2014
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
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Der Bergpfarrer 8 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor. Der letzte Ton der Mondschein-Sonate verklang. Thomas Burger verharrte einen winzigen Moment, um dann mit einem strahlenden Lächeln aufzustehen und den Applaus des Publikums, das bis zum Schluß andächtig gelauscht hatte, entgegenzunehmen. Dankend nahm er den Blumenstrauß in Empfang, den eine Verehrerin ihm auf die Bühne hinaufreichte. Der junge Konzertpianist verbeugte sich und bezog mit einer Handbewegung die Mitglieder des Symphonieorchesters ein, das ihn begleitet hatte. Dieser Konzertabend war der glanzvolle Abschluß einer Tournee, die den Künstler durch mehrere Städte Europas geführt hatte. Noch zweimal holte der tosende Beifall Thomas auf die Bühne zurück, bevor er endlich, müde und erschöpft, Frack und Fliege ablegen konnte. Alberto Moreno, Thomas' Agent, reichte ihm ein Glas Champagner. 'Du warst, wie immer, großartig', sagte der Italiener. 'In allen Kulturbeilagen der Tageszeitungen werden sie von dir berichten. Du bist auf dem Höhepunkt deiner Karriere. Jedes Konzerthaus reißt sich um dich. Ich habe Anfragen aus New York, Chicago und Rio. Du kannst jede Gage verlangen.' 'Im Moment verlange ich nur meine Ruhe', entgegnete der Dreißigjährige. 'Für die nächste Zeit will ich keinen Konzertsaal mehr sehen. Die Tournee war anstrengend, und ich möchte nur noch Urlaub haben.' 'Natürlich', gab Alberto mit einem Nicken zurück. 'Das kann ich verstehen. Aber, wir dürfen auch nicht zuviel Zeit bis zum nächsten Engagement verstreichen lassen. Jetzt wollen die Leute dich spielen hören.'

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 30.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863772420
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Der Bergpfarrer Bd.8
    Größe: 796 kBytes
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Der Bergpfarrer 8 - Heimatroman

Der letzte Ton der Mondschein-Sonate verklang. Thomas Burger verharrte einen winzigen Moment, um dann mit einem strahlenden Lächeln aufzustehen und den Applaus des Publikums, das bis zum Schluß andächtig gelauscht hatte, entgegenzunehmen. Dankend nahm er den Blumenstrauß in Empfang, den eine Verehrerin ihm auf die Bühne hinaufreichte. Der junge Konzertpianist verbeugte sich und bezog mit einer Handbewegung die Mitglieder des Symphonieorchesters ein, das ihn begleitet hatte.

Dieser Konzertabend war der glanzvolle Abschluß einer Tournee, die den Künstler durch mehrere Städte Europas geführt hatte.

Noch zweimal holte der tosende Beifall Thomas auf die Bühne zurück, bevor er endlich, müde und erschöpft, Frack und Fliege ablegen konnte. Alberto Moreno, Thomas' Agent, reichte ihm ein Glas Champagner.

"Du warst, wie immer, großartig", sagte der Italiener. "In allen Kulturbeilagen der Tageszeitungen werden sie von dir berichten. Du bist auf dem Höhepunkt deiner Karriere. Jedes Konzerthaus reißt sich um dich. Ich habe Anfragen aus New York, Chicago und Rio. Du kannst jede Gage verlangen."

"Im Moment verlange ich nur meine Ruhe", entgegnete der Dreißigjährige. "Für die nächste Zeit will ich keinen Konzertsaal mehr sehen. Die Tournee war anstrengend, und ich möchte nur noch Urlaub haben."

"Natürlich", gab Alberto mit einem Nicken zurück. "Das kann ich verstehen. Aber, wir dürfen auch nicht zuviel Zeit bis zum nächsten Engagement verstreichen lassen. Jetzt wollen die Leute dich spielen hören."

Thomas legte ihm den Arm auf die Schulter. Alberto Moreno hätte sein Vater sein können, und so ähnlich war auch die Freundschaft, die die beiden Männer verband. Der junge Pianist wußte, was er dem "alten Hasen" im Musikgeschäft verdankte.

"Du kannst mir noch soviel Zucker aufs Brot streuen", lachte er. "Überreden wirst' mich net."

"Mama mia! Hör', um Himmels willen, mit diesem fürchterlichen Dialekt auf."

Alberto verdrehte die Augen.

"Du redest ja wie ein Bauer."

"Was glaubst' denn wohl", erwiderte Thomas. "Ich komm ja aus einer Bauernfamilie. Mei' Großvater war einer, der Vater ebenso, und mei' Bruder hat den Hof übernommen. Bauer sein, ist ein ehrenwerter Beruf."

"Das bestreite ich ja gar nicht. Aber du bist keiner. Du bist einer der berühmtesten Konzertpianisten der Welt, und mir stellen sich die Haare auf, wenn ich dich so sprechen höre."

"Na ja", meinte der Pianist und schielte anzüglich auf den schmalen Haarkranz, der sich um den sonst kahlen Schädel seines Agenten zog, "soviel gibt's ja net, was sich da aufstellen könnt'."

"Du bist und bleibst ein frecher, großer Junge", schimpfte der Ältere. "Los, zieh' dich um. Die anderen warten schon. Das Orchester gibt einen Abschiedsempfang für dich. Außerdem habe ich großen Hunger."

"Okay, ich beeile mich."

"Wo wirst du deinen Urlaub verbringen?" fragte Alberto, als sie auf dem Weg in den Saal waren, in dem der Empfang stattfand.

Thomas Burger atmete tief ein.

"In der schönen Welt der bayerischen Alpen", antwortete er. "Ich fahre nach Sankt Johann."

"Sankt was...?"

Thomas knuffte den anderen freundschaftlich, der natürlich wußte, daß der junge Pianist aus dem Alpendörfchen stammte.

"Tu' net so", sagte er. "Du hast mich genau v

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