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Der Bergpfarrer 99 - Heimatroman Von der Liebe vergessen von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
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Der Bergpfarrer 99 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun'Liebling, du ißt einfach zu wenig', schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf. 'Regina, warte einen Moment', hielt Waltraud Gerber die Kollegin zurück und lächelte geheimnisvoll. Ihre rechte Hand war hinter dem Rücken verborgen. Jetzt zog sie sie hervor und überreichte der Krankenschwester ein schmales Päckchen. 'Falls es dir im Urlaub zu langweilig wird', meinte sie. 'Und damit du uns net ganz vergißt.' 'Mensch, Waltraud!' sagte Regina Werneke ganz verlegen und nahm die Oberschwester in den Arm. 'Danke schön. Was ist es denn?' 'Mach's auf', forderte Waltraud Gerber sie auf.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 28.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740904715
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 332 kBytes
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Der Bergpfarrer 99 - Heimatroman

"Regina, warte einen Moment", hielt Waltraud Gerber die Kollegin zurück und lächelte geheimnisvoll.

Ihre rechte Hand war hinter dem Rücken verborgen. Jetzt zog sie sie hervor und überreichte der Krankenschwester ein schmales Päckchen.

"Falls es dir im Urlaub zu langweilig wird", meinte sie. "Und damit du uns net ganz vergißt."

"Mensch, Waltraud!" sagte Regina Werneke ganz verlegen und nahm die Oberschwester in den Arm. "Danke schön. Was ist es denn?"

"Mach's auf", forderte Waltraud Gerber sie auf.

Regina öffnete den Klebestreifen, der das Papier zusammenhielt und wickelte das Päckchen aus. Es enthielt ein Buch.

'Eine Sommerliebe', lautete der Titel.

"Ein Liebesroman", lachte die Oberschwester. "So schön romantisch. Genau richtig für einen lauen Sommerabend. Wir haben zusammengelegt."

"Tausend Dank euch allen", freute sich die junge Krankenschwester. "Hoffentlich komm' ich überhaupt zum Lesen."

"Bestimmt", meinte eine Kollegin. "Dieses St. Johann ist doch bestimmt ein ganz verschlafenes Nest. Was soll da schon groß passieren?"

"Wer weiß", warf eine andere ein, "vielleicht findet unsere Regina dort ja den Mann ihres Lebens..."

"Zeit wird's ja", lachte Schwester Waltraud. "Andere in dem Alter sind schon Mütter."

"Eure Sorgen möcht' ich haben", gab Regina zurück und verließ das Schwesternzimmer.

Sie wußte, daß die Bemerkungen und Sticheleien nicht böse gemeint waren. Ganz im Gegenteil, aus ihnen sprach wirkliche Sorge der Kolleginnen. Während sie alle längst verheiratet, verlobt oder sonstwie in festen Händen waren, lebte Regina Werneke scheinbar einzig und allein für ihren Beruf. Hin und wieder, wenn sie mit Bekannten oder Freundinnen etwas unternahm, kam sie sich schon vor, wie das fünfte Rad am Wagen, dennoch hatte sie bisher eine feste Beziehung gescheut. Entweder entsprachen die Männer, die sie kennenlernte, nicht ihrem Geschmack oder sie waren schon vergeben. Und seit langer Zeit war es gar nicht mehr vorgekommen, daß die attraktive Krankenschwester mit den dunklen Haaren und ebensolchen Augen überhaupt mal etwas unternommen hatte. Der Dienst auf der Kinderstation der Münchner Privatklinik war anstrengend genug, so daß Regina, wenn sie nach Hause kam, müde ins Bett fiel und kaum noch Lust hatte, den Fernseher einzuschalten.

Und an die Liebe dachte sie schon lange nicht mehr, nach dieser unseligen Geschichte...

Als sie jetzt in ihre kleine Wohnung kam, ging sie allerdings nicht gleich schlafen. Zuvor mußten ein paar Vorkehrungen getroffen werden, denn morgen früh startete der Reisebus in Richtung St. Johann, den Ort, den sie sich als Urlaubsziel auserkoren hatte.

Nach sechs Wochen harter Arbeit und wenig Freizeit, freute sie sich darauf, vierzehn Tage einmal nichts von der Klinik zu sehen und zu hören.

Nicht, daß Regina ihren Beruf ungern ausgeübt hätte. Sie war mit Leib und Seele Krankenschwester, und besondere Freude machte es ihr, die kleinen Kinder zu versorgen, die manchmal wochenlang das Bett hüten mußten und ständig nach Mama und Papa fragten, die aber leider auch nicht immer die Zeit hatten, rund um die Uhr bei ihren Kindern zu sein.

Ihr Engagement und die Fürsorge, die sie zeigte, hatten Regina Werneke den Respekt der Kollegen und Ärzte und die Liebe der kleinen Patienten eingebracht. Man spürte sofort, wie sich die Stimmung aufhellte, wenn sie eines der Krankenzimmer betrat, und so manches Wehwehchen schien nur noch halb so schlimm zu sein.

Die Krankenschwester begnügte sich beim Abendessen mit einem belegten Brot. Im Schlafzimmer lagen schon die Sachen bereit, die sie mitnehmen wollte. Der Koffer lag geöffnet auf dem Bett.

Regina ging noch einmal die Liste durch. Nichts war schlimmer, als am Urlaubsort festzustellen, daß man die Hälfte zu Hause vergessen hatte. Es war gegen halb zehn, als sie das Licht löschte. Im Koffer, ganz obenauf, lag der Roman, den die Koll

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