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Der Duft der weißen Kamelie Roman von Marasco, Roberta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
8,99 €
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Der Duft der weißen Kamelie

Die Liebe ist wie eine Tasse Tee - das Geheimnis liegt in der perfekten Mischung.
Von ihrer Mutter hat Elisa ihre Leidenschaft für Tee geerbt und von ihr weiß sie auch, dass man dem Glück und der Liebe nicht über den Weg trauen kann. Als sie eines Tages eine wunderschöne goldverzierte Teebüchse findet, ist sie sicher: Dort drin befindet sich der Lieblingstee ihrer verstorbenen Mutter, eine verbotene Sorte, die sie erst einmal in ihrem Leben probiert hat. Auf dem Etikett ist eine alte, herrschaftliche Villa abgebildet - vielleicht ein Hinweis auf ihre eigene Vergangenheit, die sie nie hat ergründen können? Elisa begibt sich auf eine Reise, die ihr Schicksal für immer verändern wird ...

Roberta Marasco wurde in Mailand geboren und lebt heute in Spanien in einem kleinen Ort am Meer. Sie arbeitet als Übersetzerin, hat aber irgendwann gemerkt, dass sie ihren Gefühlen im Alltag nicht genügend Platz lässt. Mit ihrem ersten Roman, "Der Duft der weißen Kamelie", hat Roberta Marasco genau das gelernt - wieder auf ihr Herz zu hören und an ihre Träume zu glauben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641214708
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Le regole del tè e dell'Amore
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Der Duft der weißen Kamelie

4

Moonlight

Ein erlesener weißer Tee aus der chinesischen Provinz Yunnan, wo er ausschließlich per Hand gepflückt wird. Samtig weicher Geschmack mit dezenter Honignote, die seinen fruchtigen Charakter vorteilhaft zur Geltung bringt. Die außergewöhnlich großen Blätter werden in hochgelegenen Teeplantagen ab April geerntet und nach alter Tradition auf Bambusgestellen getrocknet.

Um sie herum klirrte Besteck, im Hintergrund war Mozart zu hören, dazwischen das muntere Geplauder der Gäste. Elisa ließ sich von der Musik davontragen und strich sanft über den Rand ihrer hauchdünnen Tasse. Das goldene Licht des Nachmittags ließ die kunstvoll bemalte Teekanne glänzen.

An einem Tisch im Teesalon war leises Lachen zu hören, und sie fragte sich, welche Geheimnisse wohl gerade in die Nachbarohren geflüstert wurden. Immerhin rankten sich viele Geschichten um die besonderen Fähigkeiten des Tees, verborgene Gedanken und Geschichten hervorzukitzeln!

Ich stelle dir unseren heutigen Gast vor , hatte ihre Mutter immer angekündigt, bevor sie den Tee eingoss. Von Kind an war Elisa beigebracht worden, dass jeder Tee genau wie ein Mensch seine eigene Persönlichkeit hat, seinen individuellen Charakter, seine Vorzüge und Nachteile, seine kleinen Empfindlichkeiten, seine Vorlieben und Abneigungen.

Es gab Tees, die Süßspeisen zur Begleitung bevorzugten, während anderen Salziges lieber war. Es gab anspruchsvolle Sorten, die sich mit allem schwertaten, und solche, die völlig unkompliziert waren. Elisa hatte nie einen imaginären Freund gebraucht, ihr Freund war der Tee, und zwar in jeder Lebenslage.

"Die Wohnung ist jetzt leer?", fragte Alessandra und riss sie aus ihren Gedanken.

"Noch nicht ganz. Ein paar Möbel stehen noch herum, allerdings ist alles ausgeräumt und verpackt. Jetzt muss ich mal sehen, wohin damit." Elisa seufzte. "Eigentlich hätte ich das alles lieber in aller Ruhe gemacht, doch der Immobilienmakler will das Objekt so schnell wie möglich auf den Markt bringen, sofort nach Ostern. Das sei der beste Zeitpunkt, meint er, und es gebe bereits ein paar Interessenten."

Ornella tätschelte ihre Hand. Elisa lächelte sie an, sie wusste, dass ihrer Freundin große Gesten zuwider waren, umso mehr bedeutete ihr diese Berührung.

"Willst du die Wohnung wirklich verkaufen?"

"Unbedingt. Ich könnte dort nicht leben, das würde zu sehr schmerzen. Und vermieten kann ich sie genauso wenig - zu wissen, dass dort jemand anders wohnt, wäre unerträglich. Dann lieber ganz weg."

Die drei schwiegen einen Moment, der Zauber von Mozarts Musik schlich sich in ihre Gedanken.

"Zumindest ist alles organisiert", durchbrach Elisa die Stille.

"Was meinst du damit?", hakte Alessandra nach.

"Die endgültige Räumung der Wohnung. Alles, was mir wichtig ist, ist verpackt und ordentlich beschriftet. Die Teekannen und Teetassen meiner Mutter, die Backutensilien meiner Tante, eben so was. Sogar die Kleider. Die Sommersachen stehen am Fenster, die Wintersachen in der Nähe des Heizkörpers, die Bücher im Wohnzimmer ..."

"Und alle alphabetisch geordnet?", fiel ihr Ornella ins Wort und lachte spöttisch.

"Nein. Bücher, die ich behalten will, befinden sich in den oberen Kartons, der Rest, den ich nach und nach entsorgen muss, in den unteren. Und meine Kinderbücher sind in einem eigenen Karton verpackt."

Obwohl Elisa wusste, wie übertrieben pedantisch das klang, traute sie sich nicht offen zuzugeben, dass es ihr besser ging, wenn alles seine Ordnung hatte. Dann fühlte sie sich wohl. Es war wie einen kuschelig weichen Pullover überzustreifen, einen Lieblingsroman zu lesen oder ein Stück selbst gebackenen Kuchen der Tante zu essen. Lauter Gewohnheiten, die ihr sagten: Alles wird gut.

"Das klingt fast, als meintest du das ernst", lästerte Alessandra, "und wo bringst du das alles unter?"

"Keine Ahnung." Elisa se

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