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Der Duft von süßen Mandeln Roman von Kirchner, Bharti (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Der Duft von süßen Mandeln

So verlockend wie ein Stück Schokoladentorte: 'Der Duft von süßen Mandeln' von Bharti Kirchner jetzt als eBook bei dotbooks. Sunya ist mit Herz und Seele Konditorin. In ihrer kleinen Backstube in Seattle zaubert sie die köstlichsten Kreationen - mit wachsendem Erfolg. Doch dann verkündet eine große Bäckerei-Kette die Eröffnung einer neuen Filiale ... direkt um die Ecke von Sunyas Café. Noch dazu scheinen sich die Trennung von ihrem Freund und andere Überraschungen, die das Leben für sie bereithält, auf Sunyas besonderes Talent auszuwirken: Kein Kuchen will ihr mehr gelingen. Mit der Lust am Backen verliert Sunya auch die Freude am Leben. Kann der charmante Regisseur Andrew, der plötzlich in ihrem Café steht, ihr helfen, sich selbst wiederzufinden? 'Bharti Kirchners Sprache ist leichtfüßig und charmant. Der Duft ihrer köstlichen Desserts strömt einem auf jeder Seite förmlich entgegen.' The Seattle Times Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der Duft von süßen Mandeln' von Bharti Kirchner. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Bharti Kirchner, geboren in Indien, war lange Zeit in der IT-Branche tätig, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Neben ihren Romanen veröffentlichte sie mehrere preisgekrönte Kochbücher und ist heute als freie Journalistin für zahlreiche bekannte Zeitschriften und Tageszeitungen tätig. Kirchner lebt mit ihrem Mann in Seattle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 421
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961481859
    Verlag: dotbooks
    Originaltitel: Pastries
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Der Duft von süßen Mandeln

Kapitel 1

Ich, Sunya Malhotra, bin eine Frau, die lebt, um zu backen.

Heute Morgen um fünf, als die Spatzen gerade zu zwitschern beginnen, springe ich aus dem Bett und fahre bald darauf verschlafen mit dem Auto die zehn Blocks zu meiner Bäckerei.

In der luftigen Küche gehe ich geradewegs zur Theke, streiche sanft über die Marmorplatte und erfreue mich an ihrer sauberen und kühlen Oberfläche. Schon bald siebe ich mit rhythmischen Bewegungen Mehl in eine Rührschüssel und muss dabei einfach ab und zu den Finger in das sinnlich weiche Pulver stecken. Ein Blick auf die Wanduhr sagt mir, dass ich langsam einen Zahn zulegen muss. Eidotter gleiten in eine Schüssel, Eiweiße in eine andere. Der Dotter schimmert wie ein See aus eingefangenem Sonnenlicht; das Eiweiß ruht: eine klare Masse, die das Mosaikmuster auf dem Boden der Kupferschüssel vergrößert. Zum Schluss lege ich die Stückchen erstklassiger Schokolade in ein Wasserbad, wo sie zu einer bittersüß duftenden, dunklen Flüssigkeit verschmelzen. Eiweißschlagen ist schon seit langem ein Ritual für mich, und der Schneebesen in meiner Hand bewegt sich flink und gekonnt.

Im Hintergrund spielt das Radio ein Barockstück.

Ich muss an Roger denken, die Liebe meines Lebens, die ich erst vor kurzem verloren habe; er liebte diese Melodie.

Diese einsamen Morgenstunden sind immer noch das Schlimmste für mich, aber ich bin mit Leidenschaft bei der Arbeit. Ich backe meine Spezialität: Sunya Cake. In nur wenigen Stunden wird mich ein Gastronomie-Kritiker von der Zeitung zu diesem Verkaufsknüller interviewen; allein der Gedanke daran macht mich nervös.

Ich bin die alleinige Inhaberin des Pastries-Cafés, einer modernen Bäckerei in Seattle mit Platz für zwanzig Personen. In letzter Zeit hat mein Sunya Cake dank sagenhafter Kritiken und Mundpropaganda ziemliches Aufsehen erregt. Dieser Erfolg ist umso überraschender, da das Café sehr versteckt im ruhigen Wohnviertel Wallingford liegt, fünf Meilen entfernt vom glanzvollen Stadtzentrum mit seinen Boutiquen, Nachtclubs, Museen und Restaurants.

Die unterschiedlichsten Bewohner Seattles strömen in mein Geschäft, um ein Stück Sunya Cake zu probieren, und kommen wegen anderer Leckereien wieder. Eine gewichtsbewusste Verkäuferin sagt, dass sie den ganzen Morgen an einem einzigen Kreuzkümmel-Karotten-Muffin knabbert, während ein Student, der nach den gleichen Muffins "süchtig" ist, bei jedem Einkauf mehrere davon in seinen Rucksack packt. Meine Lieblingsstadträtin kommt regelmäßig vorbei und verschlingt zwei Stück Kuchen - ihre Entschädigung dafür, dass sie Tag für Tag den Bürgermeister ertragen muss, wie sie sagt. Und der Bürgermeister hat gerade drei Sunya Cakes bestellt, um damit eine Handelsdelegation aus Singapur zu bewirten. Doch trotz der großen Nachfrage nach Sunya Cake ist es schwierig, sich in einer Branche zu halten, in der sich die durchschnittliche Gewinnspanne im niedrigen einstelligen Bereich einpendelt.

Etwa vor einem Monat fragte mich eine langjährige Kundin, die matronenhafte Mrs. Cohen: "Was für ein Name ist Sunya?"

"Er ist indisch." Mehr verriet ich nicht, obwohl ich sehr wohl merkte, dass sie brennend gern mehr darüber wissen wollte.

Mrs. Cohen rückte umständlich ihre Brille zurecht und bohrte subtil weiter: "Indisch? Wie interessant. Ich wollte schon immer mal die Gärten von Delhi sehen."

"Ich war selbst auch noch nie in Indien."

Mrs. Cohen begab sich zurück an ihren Tisch, doch ihr Lavendelparfüm hing noch in der Luft, während ich weiter das Gebäck in der Vitrine arrangierte. Bin ich wirklich eine Inderin? Für jemanden, der in Seattle aufgewachsen ist, eine Weile mit einem Japaner zusammengelebt hat und seinen Lebensunterhalt mit französischem und amerikanischem Gebäck verdient, existiert Indien nur in den Nachrichten, in Mutters stark gewürztem Essen, in den Alfonso-Mangos, die ich im Lebensmittelgeschäft kaufe, und vielleicht noch in

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