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Der Fremde in meinem Haus von Sager, Michelle (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Fremde in meinem Haus

Als Marie das Haus gekauft hat, geschehen wundersame Dinge mit denen sie nie gerechnet hätte. Nicht nur, dass sie immer wieder mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert wird, sondern auch Dinge die scheinbar für sie in der Zukunft geplant waren, fangen an ihr Gesicht zu zeigen. Enthüllt sich hier ein Trauma oder erfüllt sich gar ein Traum? Eine geheimnisvolle Geschichte, um eine erfolgreiche Autorin, die Sie fesseln wird. Leserstimmen behaupten, wenn man dieses Buch angefangen hat, kann man nicht mehr damit aufhören. Michelle Sager wurde 1966 in Wiesbaden geboren. Im Alter von 6 Jahren trennten sich ihre Eltern. Ein sehr bewegtes Leben, durch häufige Wohnortwechsel, begann. Sie pendelte lange Zeit zwischen Hessen und Bayern hin und her. Sehr intensiv und behütet erlebte sie die Zeit vom 14. bis 17. Lebensjahr in einem Klosterinternat (Realschule), in der Nähe des Kochelsees. Ihr Leben ist geprägt davon, Altes loszulassen und Neues zu beginnen. Michelle Sager hat bis zur Geburt ihrer Tochter 1995 in vielen verschiedenen Berufen gearbeitet, bis sie ihre wahre Berufung fand als Heilpraktikerin (Psychotherapie) und Erzieherin. Schon in jungen Jahren schrieb sie Gedichte und Kurzgeschichten. Erzählungen begann sie später zu schreiben, auch als Sammlungen in Hörbuchfassung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783749487318
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 391 kBytes
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Der Fremde in meinem Haus

Kapitel 1

Die Hausbesichtigung

Es war mein Haus. Ich lebte alleine darin. Schon seit einigen Jahren. Es war mir vertraut. Ich fühlte mich wohl in meinem zu Hause. Es gab mir Sicherheit und Geborgenheit. Ich fühlte Schutz, den ich brauchte. Ich konnte darin alles machen was ich wollte. Ich hatte niemanden, den ich um Erlaubnis fragen müsste. Mein Haus, mein Garten, meine Bäume, meine Pflanzen. Ja, ich pflanzte vieles selber an: Gemüse, Beeren, Früchte. Ich hatte Obstbäume und Nussbäume. Es gab viele Sträucher, die ich vor etlichen Jahren, als ich das Haus übernahm, setzte. Die meisten am Zaun entlang. Es war ein Lärchenholzzaun. Wunderschön. Er brauchte keinen Anstrich, das Holz ist sehr ölig und hält jahrelang ohne irgendeine Pflege. Ich konnte von der Veranda aus direkt auf die vor mir liegenden Berge sehen. Das Wetter hier schlug oft und schnell um. Man gewöhnt sich daran, wenn man länger hier ist. Mit dem berüchtigten Föhn habe ich Gott sei Dank keine Probleme. Kopfschmerzen bereiten mir ganz andere Dinge. Dinge die mir Angst machen, aber gleichzeitig Mut machen. Das ist paradox, ich weiß. Doch darum geht es ja genau. Dieses Paradoxe in mir. Oder steckt das in jedem?

Mein Haus lädt zum Verweilen ein. Es hatte von Anfang an eine gute Ausstrahlung. Es sieht hübsch aus und war von den Vorgängern, einem älteren Ehepaar, sehr liebevoll gepflegt worden. Bis auf den Garten, da musste ich noch eine Menge selber tun. Aber das war in Ordnung, denn ich wollte doch unbedingt immer meinen eigenen Garten haben, damit ich darin all das anpflanzen und gestalten konnte, was ich wollte, wie ich wollte und nicht einfach nur das pflegen, was vorher schon alles da war. Ich liebe mein Haus. Ich wohne jetzt schon 8 Jahre darin. Ja, genau, am 1. September 2011 bin ich eingezogen. Es war Frühherbst und das Laub fiel schon von den Bäumen. Die Stimmung am Tag des Einzugs war gut. Alles hatte gepasst. Es war so, als hätte das Haus zu mir gesprochen: "Hallo, herzlich willkommen, ich freue mich auf eine lange gemeinsame Zeit mit Dir!"

Ich fühlte mich eingeladen. Es war komisch. Ich betrat das Haus im Sommer 2011 zum ersten Mal. Ich hatte einen Besichtigungstermin mit der Maklerin. Kaum ging ich über die Schwelle, spürte ich einen heftigen Ruck in mir. Ich kann es nicht richtig beschreiben. Es fühlte sich an, als hätte ich zuerst einen Widerstand überwinden müssen und danach war dieser aber in mir drin . Ich weiß, dass das seltsam klingt. Wie soll man das auch nachvollziehen können? Trotzdem hatte ich keine Angst oder Unbehagen. Es war, ganz im Gegenteil, eher sehr vertraut. Nach diesem merkwürdigen Ruck also, hatte ich ein unbeschreiblich vertrautes Gefühl bei mir. So als hätte man einen Menschen, den man zum ersten Mal trifft begrüßt. Du gibst ihm die Hand und es macht Klick und gleichzeitig fragt jeder den anderen: "Sagen Sie, haben wir uns nicht schon irgendwo einmal gesehen? Sie kommen mir so bekannt vor!"

Das ältere Pärchen stand im Hausflur und die Maklerin machte uns miteinander bekannt. Als ich die beiden sah, hatte ich den Eindruck zurück gekommen zu sein. So, als wäre ich jahrelang verreist gewesen und nun bin ich endlich wieder da, zu Hause, bei meinen Eltern. Sie haben mich schon erwartet und sahen mich mit einem sehr freundlichen Gesicht an. Es hätte jetzt nur noch die herzliche Umarmung gefehlt und die vielen Fragen, die man stellen würde, wenn jemand nach so langer Zeit, die er fort war, wieder zurückgekehrt ist. Aber das war natürlich Blödsinn, denn wir kannten uns ja gar nicht und es ging hier lediglich um die Hausbesichtigung.

Die Anzeige las ich in einem Café. Ich lese normalerweise nie die Tageszeitung, aber an diesem Tag im Juli, da wollte ich einfach mal so tun, als sei ich eine feine Dame, die in einem Café sitzt, ihre GUCCI Lesebrille aufsetzt und ganz intelligent die Tageszeitung aufschlägt und eine Schlagzeile nach der anderen lies

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