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Der Geliebte der Königsbraut Historischer Roman von Maaser, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2013
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Der Geliebte der Königsbraut

'Du wirst nie jemandem etwas sagen. Es wird ein Geheimnis zwischen uns bleiben', murmelte Brunichild beschwörend. Europa im Jahr 566: Der achtzehnjährige Wittiges, mittelloser Landadeliger, wird von seinem älteren Bruder aus dem Haus geworfen, weil das Erbe des Vaters nicht für zwei reicht. Er versucht sein Glück am königlichen Hof von Toledo, und tatsächlich begegnet ihm die Tochter des Königs: die sechzehnjährige Prinzessin Brunichild, die aus politischem Kalkül an einen ihr völlig unbekannten fränkischen König verheiratet werden soll. Kurz vor der Abreise ins Frankenreich verführt sie Wittiges aus reiner Verzweiflung. Er folgt ihr in ihre neue Heimat und riskiert damit sein Leben. Denn er ist der Einzige, der ihrem Ruf als untadelige jungfräuliche Braut gefährlich werden könnte. Doch Wittiges kann nicht anders, als seiner Leidenschaft für Brunichild nachzugeben ... 'Ein historischer Roman, der an Üppigkeit in der Erzählweise seinesgleichen sucht.' Steinfurter Kreisblatt Jetzt als eBook: 'Der Geliebte der Königsbraut' von Eva Maaser. dotbooks - der eBook-Verlag. Eva Maaser, geboren 1948 in Reken (Westfalen), studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster. Sie hat mehrere erfolgreiche Krimis, historische Romane und Kinderbücher veröffentlicht. Bei dotbooks erschienen bereits Eva Maasers Kriminalromane 'Der Clan der Giovese', 'Das Puppenkind', 'Tango Finale', 'Kleine Schwäne' und 'Die Nacht des Zorns'. Eva Maaser veröffentlichte bei dotbooks außerdem ihre historischen Romane 'Der Geliebte der Königsbraut', 'Der Hüter der Königin', 'Der Moorkönig', 'Die Rückkehr des Moorkönigs', 'Der Paradiesgarten' und 'Die Astronomin'. Zudem erschienen bei dotbooks Eva Maasers Kinderbuchserien um Leon und Kim: 'Leon und der falsche Abt', 'Leon und die Geisel', 'Leon und die Teufelsschmiede' und 'Leon und der Schatz der Ranen', 'Kim und die Verschwörung am Königshof', 'Kim und die Seefahrt ins Ungewisse' und 'Kim und das Rätsel der fünften Tulpe'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 588
    Erscheinungsdatum: 01.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955202279
    Verlag: dotbooks
    Größe: 2113 kBytes
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Der Geliebte der Königsbraut

Kapitel 1

Der Aufbruch, Toledo, Januar 566 n. Chr.

1

Wittiges lehnte an einem steinernen Pfosten und beobachtete die Stute. Sie lag auf der Seite, ihr gewölbter Leib wurde von Krämpfen geschüttelt. Der Kopf zuckte immer wieder hoch, die Augen traten vor Angst und Qual weit aus den Höhlen. Nicht mehr lange, und das Tier würde verenden. Die beiden jungen Stallburschen waren mit ihrem Latein anscheinend längst am Ende. Hilflos wischten sie mit Stroh über den zuckenden Leib, und einer versuchte, der Stute etwas Wasser einzuflößen. Das sollte er besser bleiben lassen. Kein Wasser!, befahl Wittiges in Gedanken. Das bringt sie erst recht um, das löst nur neue Krämpfe aus.

Merkwürdig, dass man die beiden Stümper mit dem Tier allein gelassen hatte, denn die Stute war durchaus jede Mühe wert. Ihr Fell schimmerte selbst nach diesem langen Kampf – Wittiges hatte sofort gesehen, dass sie sich seit Stunden quälte, – wie rauchgraue Seide, und ihr schmaler Kopf zeigte alle Merkmale edler Abstammung.

Ihre verzweifelten Schreie hatten Wittiges in den Stall gelockt. Er hatte hier nichts zu suchen, allerdings auch nirgendwo sonst am Hof. Vor vier Wochen hatte ihn sein älterer Bruder nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters aus dem Haus geworfen. Immerhin hatte er ihm etwas Geld und einen ganzen Sack von Ermahnungen samt einem Empfehlungsschreiben mit auf den Weg gegeben. Die Ermahnungen hatte Wittiges schon während der fünftägigen Reise an den königlichen Hof von Toledo in den Wind geschrieben, vom Geld waren nach den vier Wochen in der Residenz nur noch wenige Silbermünzen übrig. Am Hof hatte sich niemand um ihn gekümmert, auch das Empfehlungsschreiben hatte keinerlei Wirkung gezeigt. Es war mehr als zwanzig Jahre her, dass sein Vater, ein Landadliger aus dem Süden, am Hof eine eher bescheidene Stellung bekleidet hatte, die ihm am Ende seines Dienstes das Gut eingetragen hatte, auf dem die Familie seither lebte. Nun gehörte es dem Bruder, der Vater hatte ein klares Testament hinterlassen. Das war in Ordnung, das Gut warf nicht sonderlich viel ab.

Abermals schrie die Stute qualvoll auf.

"Sie schafft`s nicht", murmelte einer der Stallburschen ratlos, "besser wir machen ein Ende mit ihr ..."

"Nein!"

Der Widerspruch kam von einer Person, die Wittiges bisher nicht beachtet hatte. Ja, richtig, da kauerte hinter der Stute in einem Winkel des Verschlags eine kleine Gestalt, die sich nun reckte.

Eine Frau!, stellte Wittiges erstaunt fest. Ein Mädchen, verbesserte er sich, als er das Gesicht sah. Was suchte die Magd hier? Sie trug einen hässlichen braunen Kittel, der sie ganz einhüllte und ein großes braunes Tuch um Kopf und Schultern. Vom Gesicht waren beinahe nur die Augen zu sehen, große blaue Augen, die sich voller Entsetzen auf den Stallburschen richteten.

"Ihr werdet Bella nicht töten, das lasse ich nicht zu!", sagte das Mädchen scharf.

Der Knecht hob unbehaglich die Schultern.

"Wir können nichts mehr für sie tun. Beim ersten Mal ist es immer am schwersten, aber sie schafft es nicht", erklärte er unglücklich.

Die Stute fohlte, und es überraschte Wittiges nicht, dass es ihr erstes Fohlen war. Sie erschien ihm viel zu jung, - da hatte es jemand eilig gehabt, von dem schönen Tier Nachwuchs zu bekommen. Verdammt!

"Wo ist der zuständige Stallmeister?", knurrte er. "Ich glaube nicht, dass ihr ohne Erlaubnis der Stute die Kehle durchschneiden dürft." Für die Abwesenheit des Stallmeisters gab es gute Gründe, wie er sehr wohl wusste. Seit fast drei Wochen befand sich der Hof in heller Aufregung. Eine gro&szl

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