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Der Goldschmied & Das Schwert des Goldschmieds Zwei Romane in einem Band von Mueller, Roland (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.07.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Der Goldschmied & Das Schwert des Goldschmieds

Der Goldschmied 'Gold schlägt er so dünn wie eine Haut. Kein Faber vermag ihm dies gleich zu tun. Und ich nenn Euch auch den Grund: Es ist der Teufel selbst, der ihm den Hammer führt!' England im frühen 12. Jahrhundert. Gwyn Carlisle ist noch ein Knabe, als ihm eine besondere Ehre zuteilwird - einer der bekanntesten Goldschmiede Londons nimmt ihn als Lehrling an. Schnell zeigt sich, dass Gwyn über außerordentliches Talent verfügt. Mit den Jahren wird er ein bewunderter Faber aurifex, ein Goldschmied, dessen Kunstfertigkeit Kirchenfürsten und Adlige gleichermaßen begeistert. Doch vor dem jungen Mann liegt ein Leben voller Abenteuer und Gefahren: Gwyn muss in blutigen Belagerungen kämpfen, sich in Augsburg und Venedig bewähren, erlebt Liebe und Entbehrungen - und wird sogar vor die heilige Inquisition gezerrt ... 'Ein stimmiger Historienroman!' Stern 'Eine Verführung zum Lesen.' Frau mit Herz 'Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann.' Aachener Zeitung Das Schwert des Goldschmieds 'Ihr müsst euch entscheiden - zwischen eurem Auftrag und dieser Frau.' Der Goldschmied Gwyn Carlisle begibt sich auf eine besondere Mission: Im Auftrag des Papstes und des Dogen von Venedig soll er an den Hof des Sultans von Ägypten reisen, um die Gründung einer Handelsniederlassung im Morgenland zu erbitten. Doch das Schicksal verschlägt Gwen an die Küste Judäas, ein Land voller Kreuzritter und plündernder Nomadenstämme. In dem arabischen Gesetzlosen Yusuf ibn al-Mansur findet Gwyn einen treuen Freund, mit dem er allen Gefahren trotzen kann - doch dann erschüttert ihn ein Gerücht: In Bagdad soll eine schöne Engländerin als Sklavin verkauft werden. Und bei ihr scheint es sich um keine andere zu handeln als um Gwyns große Liebe ... 'Ein fesselnder Historienroman!' Für Sie 'Stimmiger Geschichtsschmöker!' Hamburger Morgenpost

Roland Mueller, geboren 1959 in Würzburg, lebt heute in der Nähe von München. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitete in der Erwachsenenbildung, als Rhetorik- und Bewerbungstrainer und unterrichtet heute an der Hochschule der Bayerischen Polizei. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Bei dotbooks erschienen bereits Roland Muellers historische Kinderbücher 'Die abenteuerliche Reise des Marco Polo' und 'Der Kundschafter des Königs' und seine historischen Romane 'Der Goldschmied', 'Das Schwert des Goldschmieds', 'Die Töchter des Pflanzenjägers' und 'Der Fluch des Goldes' und die historische Serie 'Der Clan des Greifen', die folgende Bände umfasst: 'Die Begegnung. Staffel I - Erster Roman' 'Der Pakt. Staffel I - Zweiter Roman' 'Das Vermächtnis. Staffel I - Dritter Roman' 'Das Erbe. Staffel I - Vierter Roman' 'Die Rache. Staffel I - Fünfter Roman' 'Das Spiel. Staffel I - Sechster Roman' 'Die Hexe. Staffel II - Erster Roman' 'Der Betrüger. Staffel II - Zweiter Roman' 'Der Greif. Staffel II - Dritter Roman' 'Die Verfolgten. Staffel II - Vierter Roman' 'Die Braut. Staffel II - Fünfter Roman' 'Die Liebenden. Staffel II - Sechster Roman'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 871
    Erscheinungsdatum: 08.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955203726
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 900kBytes
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Der Goldschmied & Das Schwert des Goldschmieds

Der Tag begann sehr mild. Noch lange vor dem Mittag war es angenehm warm geworden. Manchmal strich ein leichter Wind zwischen den niedrigen Sträuchern und Hecken und ließ die Blätter rauschen. Der Frühling kündigte sich an.

Seit fast einer Woche war Gwyn unterwegs. Er war das erste Mal so weit von London fort, und er genoss seine Reise. Einfach gekleidet, deutete nichts darauf hin, dass hier ein frisch losgesprochener Goldschmied auf Wanderschaft ging. Die silberne Halskette hatte er in seinem Bündel versteckt, denn die Zeiten waren unstet und gefährlich. Einigermaßen sicher war er nur in den kleinen Ansiedlungen oder den größeren Ortschaften, die er hin und wieder durchwanderte. Hier fand er immer eine Schenke, in der er ein Nachtquartier und etwas zu essen erhielt.

Ständig erzählte und warnte man ihn vor Wegelagerern. Meist handelte es sich dabei um geflohene Unfreie oder desertierte Kriegsknechte. In kleinen Gruppen streiften solche Gesellen durch das spärlich besiedelte Land. Was sie zum Leben benötigten, stahlen sie. Fast immer töteten sie die ausgeraubten Opfer, um jegliche Zeugen zum Schweigen zu bringen.

Denn die Strafen in diesen Zeiten waren hart. Auf Raub und Mord, ebenso wie auf Ehebruch, Ketzerei, Kindsmord und Diebstahl von Vieh stand der Tod. So vergalt die Obrigkeit jede Verfehlung ihrer Untertanen mit dem vermeintlich gottgerechten Gedanken der Abschreckung und Buße durch drakonische Strafen: In jedem Ort, in jedem Weiler, mochte er auch noch so klein sein, sah Gwyn einen Richtplatz. Dort wurden all die Verfehlungen drastisch geahndet. Es gab den hölzernen Richtblock, den Galgen, das Rad.

Im letzten Ort, den Namen hatte er vergessen, durch den er am gestrigen Tag gekommen war, hingen noch die Gebeine eines Mannes am Galgen. Ein Fuhrknecht erzählte ihm, dass jener bei einer Rauferei in der Dorfschenke einen Bauern mit bloßer Faust erschlagen hatte. Der Erzähler vergaß nicht, Gwyn zu erklären, dass die sterblichen Überreste so schon drei Wochen hingen, als Abschreckung für jeden, der selbst leicht in Zorn geriet.

Gwyn hoffte, Bath in spätestens zwei Tagen zu erreichen. Seine knappe Barschaft und auch seine Verpflegung schmolzen wie Eis in der Sonne.

Die von Büschen und Hecken eingefassten Wiesen verschwanden allmählich. Stattdessen führte der Weg durch die dichten Wälder, die erst wenige Meilen vor Bath wieder lichter wurden. So hatte man es dem Goldschmied mehrere Male übereinstimmend berichtet. Aber der Wald war so recht nach Gwyns Vorstellung. Es roch angenehm nach Farn und frischen Kräutern, nach Tau und Moos. Und das Summen der wilden Bienen, das bunte Gezwitscher der vielen Vögel, die kurzen Rufe der Eichhörnchen waren alles Geräusche, die ihm wie eine liebliche Melodie vorkamen. Der weiche Boden schwang bei jedem Schritt, und so konnte er stundenlang wandern, ohne müde zu werden. Oft blieb er stehen, um Hirschrudel zu beobachten, welche ohne Scheu aus dem Unterholz traten. Dann musterten sich Tier und Mensch eine ganze Weile. Nur vor den schwarzen Wildschweinen hatte Gwyn Respekt. Wenn eine solche Rotte ganz nah durch das Holz brach, blieb er lieber stehen und wagte kaum zu atmen. Ein misstrauischer Keiler war ein gefürchteter Gegner. Und Gwyn besaß nicht einmal ein Messer. Nach der zweiten Begegnung mit solch einer Schwarzkittelfamilie spannte er die Sehne seines Bogens. So fühlte er sich ein wenig sicherer.

Der Wald wurde von Stunde zu Stunde immer dichter und dunkler. Gwyn suchte immer wieder nach kleinen Lichtungen. Manchmal hatten Stürme ein paar Bäume umgeknickt, und der Blick in den Himmel war leicht. Anhand der Sonne konnte Gwyn seine ungefähre Reiserichtung bestimmen. Trotzdem hoffte er, bald auf einen breiteren Weg zu treffen.

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