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Der Graf von Monte Christo Illustrierte Fassung von Dumas, Alexandre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2015
  • Verlag: Null Papier Verlag
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Der Graf von Monte Christo

Diese Version mit 32 Graphiken ist eine überarbeite und mit Fußnoten versehene Fassung speziell für Elektronische Lesegeräte. Wegen einer Intrige 14 Jahre eingekerkert erhält Dantes von einem Mithäftling Kenntnis über einem verwaisten Schatz. Nach der Flucht nutzt er das Vermögen, um sich in der neuen Identität des geheimnisvollen Graf von Monte Christo an seinen Feinden zu rächen. Die Geschichte des jungen Edmond Dantes ist ein Klassiker der Weltliteratur und bietet mit seinem Sujet noch heute vielfach die Vorlage für Filme und Adaptionen. Zwischen 1844 und 1846 veröffentlichte Dumas den Graf von Monte Christo als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift Le Journal des debats und erzielte damit ungeahnten Erfolg. Noch bevor der Roman fertiggestellt war, erschienen bereits die ersten Nachdrucke. Die Geschichte spielt in der Zeit nach der Französischen Revolution in den Jahren 1814 bis 1838. Napoleons Stern ist untergegangen, und die Restauration unter den Königen Ludwig XVIII. und Karl X. hat stattgefunden. Dann folgt die Julirevolution von 1830, in der der 'Bürgerkönig' Louis-Philippe auf den Thron kommt. In den Wirren dieser Politik kann über Nacht aus dem Freund ein Feind werden, Vermögen vernichtet und ein Menschenleben plötzlich nur noch wenig Wert haben. Erleben Sie in geschliffene Dialoge den Vollzug einer perfiden Rache, die unter den Augen des Lesers langsam und unerbittlich ihr tödliches Netz über die Verräter auswirft. Werden Sie Zeuge, wie sich ein Mann in seinem Hass verliert. Der Graf von Monte Christo ist die zeitlose Geschichte von Verrat, Liebe und Rache. 2. Auflage Umfang: 456 Buchseiten bzw. 356 Normseiten Null Papier Verlag Alexandre Dumas der Ältere (geb. 24. Juli 1802 in Villers-Cotterêts, Département Aisne; gest. 5. Dezember 1870 in Puys bei Dieppe, Seine-Maritime) war ein französischer Schriftsteller. Heute ist er vor allem durch seine zu Klassikern gewordenen Historienromane bekannt, etwa Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 456
    Erscheinungsdatum: 15.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954180691
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 2119 kBytes
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Der Graf von Monte Christo

6. Der Substitut 1 des königlichen Prokurators 2

Z ur gleichen Zeit, da sich diese Tragödie abspielte, wurde in der Rue Grand Cours ein zweites Verlobungsfest gefeiert. Hatte es sich dort aber nur um Leute des bürgerlichen Mittelstandes gehandelt, fand man hier einen erlesenen Kreis der vornehmsten Marseiller Gesellschaft vor. Man saß bei Tisch, und die Unterhaltung wurde lebendig durch die Leidenschaften jener Zeit. Leidenschaften, die um so heftiger und zündbarer waren, als seit fünfhundert Jahren der religiöse Haß dem politischen fort und fort neue Nahrung gab.

Der Kaiser – damals König auf der Insel Elba -, der einen großen Teil der Welt beherrscht hatte und sich nun mit dem kleinen Elba begnügen mußte, schien dieser Gesellschaft ein toter Mann und für immer erledigt.

So erhob denn der greise Marquis von Saint-Méran, der heute seine Tochter Renée mit dem Substitut des königlichen Prokurators Herrn de Villefort verlobt hatte, sein Glas, um ein Hoch auf das Wohl Ludwigs XVIII. auszubringen. Das rief allgemein eine stürmische Begeisterung hervor. Man schwang die Gläser auf englische Manier, und die Damen lösten ihre Blumensträuße auf, um die Tafel mit Blüten zu bestreuen. In diesem Augenblick trat ein Kammerdiener ein, näherte sich dem Herrn de Villefort und flüsterte ihm einige Worte ins Ohr. Villefort entschuldigte sich bei seiner Braut und verließ eilends die Festtafel.

Villefort hatte kaum den Speisesaal verlassen, als er auch sogleich eine gestrenge Amtsmiene aufzusetzen sich bemühte. Es gelang ihm dies heute nicht so leicht, da er sich froh und glücklich fühlte, wie es ein Mensch nur sein kann. Er hatte auch allen Grund dazu. So jung er noch war, bekleidete er bereits eine ansehnliche Stellung, und durch seine Verlobung mit der schönen Renée de Saint-Méran kam er in eine Familie, die bei Hofe zurzeit das größte Ansehen hatte. Dazu war Renée das einzige Kind ihrer Eltern und brachte ihm eine Mitgift von fünfzigtausend Franken in die Ehe. Sollte er da nicht guter Dinge sein?

Er traf vor der Tür den Polizeikommissar, der auf ihn wartete. Er trat zu ihm heran und sagte: "Es ist gut, daß Sie den Mann verhafteten. Wissen Sie bereits Näheres über dieses Komplott?"

"Von einem Komplott, mein Herr, weiß ich nichts. Alle Papiere, die man bei ihm fand, liegen versiegelt in Ihrem Bureau. Was den Verhafteten betrifft, so ist es ein gewisser Edmond Dantes, Kapitän des Handelsschiffes von Morrel & Sohn in Marseille."

Auf dem Wege zum Justizpalast wurde Villefort von jemand angesprochen. Es war Herr Morrel.

"Ah, Herr von Villefort!" rief der redliche Mann, als er den Substituten erblickte. "Ich bin sehr erfreut, Ihnen hier zu begegnen. Man hat eben den seltsamsten und unerhörtesten Mißgriff getan und Edmond Dantes verhaftet, den Kapitän meines Schiffes."

"Ich weiß es, mein Herr!" entgegnete Villefort. "Und ich gehe, um ihn zu verhören."

"Ach, mein Herr", fuhr Morrel, voller Angst und Sorge um seinen jungen Kapitän, dringend fort, "Sie kennen ihn nicht, den man beschuldigt; aber ich kenne ihn. Denken Sie sich den friedlichsten, rechtschaffensten Menschen, ich möchte fast sagen, den Mann, der bei der ganzen Handelsmarine seinen Platz am besten ausfüllt. Oh, Herr von Villefort, ich empfehle Ihnen den Mann aufrichtig und von ganzem Herzen."

Wie man weiß, gehörte Villefort der Adelspartei der Stadt an und Morrel der bürgerlichen; der erste war Ultra-Royalist, der zweite des geheimen Bonapartismus verdäch

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