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Der Graf von Monte Christo von Dumas, Alexandre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2013
  • Verlag: Edition Lempertz
eBook (ePUB)
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Der Graf von Monte Christo

Der französische Seefahrer Edmond Dantes wird mit 19 Jahren verraten, beraubt und inhaftiert. Vierzehn Jahre später gelingt ihm die spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis. Er nennt sich nun 'Graf von Monte Christo', zieht durch Marseille und Paris und hat fortan nun noch ein Lebensziel: Rache. Der beliebte Klassiker der Weltliteratur wurde mehrfach verfilmt und begeistert immer wieder Leser.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 714
    Erscheinungsdatum: 30.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943883428
    Verlag: Edition Lempertz
    Größe: 1719 kBytes
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Der Graf von Monte Christo

ANKUNFT IN MARSEILLE

Am vierundzwanzigsten Februar 1815 signalisierte der Ausguck auf dem Turm von Notre Dame in Marseille die Ankunft des Dreimasters "Pharao", der von Smyrna, Triest und Neapel kam. Wie stets, so hatte sich auch heute eine Menge Neugieriger am Hafen eingefunden, denn die Ankunft eines Schiffes ist immer ein großes Ereignis in Marseille, zumal wenn es, wie der "Pharao", einem der Reeder der Stadt gehört.

Langsam und wie zögernd näherte sich das Schiff dem Hafen, so daß die Wartenden sich unwillkürlich fragten, ob ein Unfall es getroffen habe. Gelenkt wurde es mit sicheren festen Bewegungen von einem noch jungen Mann.

Die vage Unruhe, welche die harrende Menge ergriffen hatte, merkte man besonders einem Mann an, der die Einfahrt des Schiffes in den Hafen nicht erwarten konnte. Er sprang in ein Boot und befahl, dem "Pharao" entgegenzurudern. Als der Führer des Schiffes das Boot kommen sah, verließ er seinen Posten neben dem Lotsen und beugte sich, den Hut in der Hand, über die Brüstung des Schiffes. Er war ein Mann von achtzehn bis zwanzig Jahren, groß, schlank, mit schwarzen Augen und schwarzem Haar. Seine Haltung zeigte Ruhe und Entschlossenheit, wie sie Menschen eigentümlich sind, die seit ihrer Kindheit mit Gefahren zu kämpfen haben.

"Ah, Sie sind es, Dantes!" rief der Mann in dem Boot aus. "Ist etwas Besonderes geschehen?"

"Ein großes Unglück, Herr Morrel", antwortete der junge Mann, "ein großes Unglück besonders für mich. Auf der Höhe von Civitavecchia haben wir unseren braven Kapitän Leclère verloren."

"Und die Ladung?" fragte lebhaft der Reeder.

"Ist in Sicherheit, Herr Morrel, und ich glaube, Sie werden in dieser Hinsicht zufrieden sein; aber der arme Kapitän ..."

"Was ist ihm denn passiert?" fragte der Reeder mit sichtlich erleichterter Miene. "Was ist dem braven Kapitän geschehen?" - "Er ist tot, er ist unter furchtbaren Qualen einer Gehirnentzündung erlegen."

"Und wie ist es zu diesem Unglück gekommen?"

"Mein Gott, ganz unvermutet. Nach einer langen Unterredung mit dem Hafenkommandanten verließ der Kapitän in sehr aufgeregtem Zustand Neapel. Vierundzwanzig Stunden darauf wurde er vom Fieber erfaßt, und nach drei Tagen war er tot. Mit den üblichen Feierlichkeiten haben wir ihn bestattet; er ruht eingehüllt in einer Hängematte, eine Kugel an den Füßen und eine am Kopf, auf der Höhe der Insel el Gialio. Darum also", fuhr der junge Mann mit melancholischem Lächeln fort, "mußte er zehn Jahre lang gegen die Engländer kämpfen, um schließlich nicht einmal in seinem Bett sterben zu können!"

"Gewiß, aber wir sind alle sterblich, und die Alten müssen den Jungen Platz machen; sonst gäbe es auch keine Beförderungen, Herr Edmond, und seit Sie mir versichert, daß die Ladung ..." "Sie ist in gutem Stande, Herr Morrel, dafür stehe ich Ihnen. Das ist eine Ladung, die ich nicht unter 25000 Franken Gewinn aus der Hand geben würde." Dann, als man um den Leuchtturm herumsegelte, gab er das Kommando zum Segeleinholen. Der Befehl wurde mit derselben Genauigkeit ausgeführt wie auf einem Kriegsschiff, und der "Pharao" glitt fast unmerklich weiter.

"Wenn Sie nun heraufkommen wollen, Herr Morrel", sagte Dantes; "hier kommt Ihr Rechnungsführer, er wird Ihnen jede Auskunft erteilen.

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