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Der Graf von Monte Christo von Dumas, Alexandre, d. Ält. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Der Graf von Monte Christo

Der junge Seemann Edmond Dantès wird am Tag seiner Hochzeit aufgrund einer Intrige verhaftet. Ohne Gerichtsverhandlung wird er in das berüchtigte Gefängnis Château d'If, eine Festungsinsel vor der Küste von Marseille, gesperrt. Dort lernt er den Geistlichen Abbé Faria kennen, der ihm ein väterlicher Freund wird. Kurz vor seinem Tod erzählt Faria Dantès von einem riesigen Schatz, der auf der unbewohnten Insel Montecristo versteckt sein soll. Nach 14 Jahren gelingt Dantès schließlich die Flucht, der Schatz Farias macht ihn zum reichen Mann. Als Graf von Monte Cristo kehrt er reich nach Frankreich zurück - die Zeit für Gerechtigkeit ist gekommen ...

Alexandre Dumas der Ältere (1802 - 1870) wächst als Sohn eines napoleonischen Generals in der nordfranzösischen Provinz auf. Die Romane "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo" machen ihn zum König des literarischen Feuilletons.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 09.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958705005
    Verlag: Nexx
    Größe: 512kBytes
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Der Graf von Monte Christo

1. Kapitel

Am 28. Februar 1815 gab die Hafenwache von Notre-Dame das Signal vom Heransegeln des Dreimasters "Pharaon", der von Smyrna, Triest und Neapel kam. Ein Küstenpilot steuerte sogleich aus dem Hafen und erreichte das Fahrzeug zwischen dem Kap Morgion und der Insel Rion. Auch hatte sich, wie sonst immer, die Plattform des Kastells Saint-Jean mit Neugierigen gefüllt; denn in Marseille ist die Landung eines Schiffes stets von großer Wichtigkeit, zumal wenn es einem Reeder dieser Stadt gehört.

Schwer und langsam rückte der Koloss näher und näher heran, dass es die Zuschauenden wie mit unheilverkündender Ahnung packte.

Aller Aufmerksamkeit war einem jungen Mann zugewandt, der, neben dem Steuermann stehend, jede Schwenkung des Schiffs mit offenbarer Sachkenntnis verfolgte. Er war groß und schlank und hatte kohlschwarze Haare und Augen. Sein ganzes Wesen äußerte jene ruhige Sicherheit, wie sie Menschen eigen ist, denen das Leben von Kindheit an Kampf bedeutete.

Einer unter der harrenden Menge vermochte seine Unruhe nicht länger zu meistern. Er sprang in eine Barke und ließ sich zum "Pharaon" hin rudern.

Als der junge Seefahrer das Boot herankommen sah, lehnte er sich grüßend über die Brüstung des Schiffes, den Hut in der Hand.

"Ah, Sie sind's, Dantes!" rief der Mann in der Barke. "Was ist geschehen?"

"Ein großes Unglück, Mr. Morrel", entgegnete der junge Mann. "Wir haben auf der Höhe von Civita-Vechia den wackeren Kapitän Leclerc verloren."

"Und die Ladung?" fragte der Reeder lebhaft.

"Sie kommt glücklich in den Hafen, Mr. Morrel. Ich glaube, Sie werden zufrieden sein. Aber der arme Kapitän Leclerc ..."

"Was ist ihm denn geschehen?" fragte der Reeder.

"Er starb an einer Gehirnentzündung unter schrecklichen Leiden." Dann wandte sich Dantes gegen seine Leute und rief: "Holla he! Jeder gehe zum Ankern an seinen Posten."

Die Schiffsmannschaft gehorchte.

"Das ist ja traurig," versetzte der Reeder; "aber wir alle sind sterblich, und es ist nun mal so, dass die Alten den Jungen Platz machen. In dem Augenblick, wo Sie mir versichern, dass die Schiffsladung ..."

"Ist in gutem Zustand, Herr Morrel, dafür bürge ich. Wenn Sie jetzt hinaufsteigen wollen, Herr Morrel," sagte Dantes, der die Unruhe des Reeders bemerkte, "da ist Ihr Rechnungsführer, Herr Danglars, der wird Ihnen Auskunft geben; was mich betrifft, so muss ich das Ankern überwachen und das Schiff in Trauer versetzen."

Der Reeder ließ es sich nicht zweimal sagen; er fasste das Kabeltau, das ihm Dantes zuwarf, und kletterte mit einer Gewandtheit, die einem Seemann Ehre gemacht hätte, an den Sprossen empor, die an die Schiffswand genagelt waren.

Herr Danglars war ein Mann von fünf- bis sechsundzwanzig Jahren, hatte ein finsteres Aussehen und war unterwürfig gegen seine Vorgesetzten, aber unwirsch wider seine Untergebenen, und außerdem, dass sein Titel "Rechnungsführer" an sich schon einen üblen Klang für die Matrosen hatte, betrachtete ihn die Mannschaft mit einem ebenso bösen Auge, wie sie mit Liebe auf Edmond Dantes blickte.

"Ja, ja! Der arme Lerlerc, er war ein braver, ehrenhafter Mann und ein ausgezeichneter Seemann, ergraut zwischen Himmel und Wasser, wie es sich für einen Mann schickt, dem die Interessen eines Hauses wie Morrel & Sohn anvertraut werden", sagte Danglars.

"Nun," meinte der Reeder, "es ist doch nicht nötig, ein alter Seemann zu sein, um sein Geschäft zu verstehen. Sehen Sie unsern Freund Edmond, der besorgt sein Amt, wie mir scheint, als ein Mann, der niemand um Rat zu fragen braucht."

"Ja," versetzte Danglars, einen scheelen Blick des Hasses auf Dant

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