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Der Jahrmarkt zu Jakobi Historischer Kriminalroman von Bonn, Susanne (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Der Jahrmarkt zu Jakobi

Ein brutaler Mord vor der schillernden Kulisse des Mittelalters: 'Der Jahrmarkt zu Jakobi' von Susanne Bonn jetzt als eBook bei dotbooks. Lindenfels in der Kurpfalz, 1338: Zum Festtag des Heiligen Jakobus kommen jedes Jahr zahlreiche Händler und Gaukler in das kleine Städtchen im Odenwald. Auch die Spielleute rund um die geschäftstüchtige Alheit nutzen die Gelegenheit - die Geldkatzen sind prall gefüllt. Doch als Gaukler Hardo eines Morgens tot aufgefunden wird, sind Alheit und ihre Freunde entsetzt - alle anderen interessiert die grausige Bluttat jedoch nicht. Fest entschlossen, den Mord an Hardo nicht ungesühnt zu lassen, machen sie sich selbst auf die gefährliche Suche nach dem Täter und geraten dabei in Machenschaften, die weitreichender sind, als sie ahnen können ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Kriminalroman 'Der Jahrmarkt zu Jakobi' von Susanne Bonn. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Susanne Bonn, geboren 1967, lebt im Odenwald. Sie übersetzt Spiele und Bücher zum Thema Freizeitgestaltung und schreibt Historisches und Fantastisches. 'Der Jahrmarkt zu Jakobi' ist ihr erster Roman. Die Autorin im Internet: www.sbonn.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 330
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958246843
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1493 kBytes
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Der Jahrmarkt zu Jakobi

Sankt Christinen Tag

1

AM VORABEND DES JAKOBIMARKTES 1338 lief allerlei Volk in Lindenfels zusammen. Damit hatte Alheit gerechnet, deshalb war sie hier mit ihrer kleinen Schar. Sie machte sich sogar Hoffnungen, dass die Herren Pfalzgrafen selbst in der Stadt sein könnten.

Aber großer Zulauf hatte auch seine Nachteile. Vor dem Fürther Tor, auf der steilen Straße von Ellenbach herauf, warteten große und kleine Händler mit ihren Waren, bis man sie einließ.

Am Tor standen zwei gerüstete Wächter, um die Hereindrängenden aufzuhalten, und ein in schlichtes Blau gekleideter Mann, der neben den Bewaffneten fast zierlich wirkte. Ernst und wortkarg wickelte er seine Geschäfte mit den Händlern ab.

Dennoch brauchte der Einlass seine Zeit. Schwere Wagen anzuhalten und bergan wieder in Bewegung zu setzen, war nicht einfach. Die Umstehenden legten Keile unter die Räder oder halfen beim Anschieben.

Endlich hatte der Händler, dessen mit Fässern und Ballen beladener Planwagen vor Alheit und ihrer Gesellschaft stand, seinen Zoll bezahlt und zog weiter.

Alheit schritt durch das Tor. "Wir sind Spielleute", versuchte sie zu erklären, doch der Zolleinnehmer in seiner blauen Cotte {ii} beachtete sie nicht. Dafür winkte er Franz, die Kiepe abzusetzen.

Jedes einzelne Bündel mussten sie öffnen, die Laute, die Flöten und die Schalmei auspacken, den Deckel der Drehleier aufklappen. Dann erst war der Zolleinnehmer überzeugt, dass sie nichts mitbrachten, was sie verkaufen wollten. Er winkte ihnen, weiterzugehen.

Doch sie hielten sich in der Nähe, denn nun folgten Baldwin und Hardo mit dem Marschgepäck und ihren Waffen auf dem Handkarren. Baldwin zog den Karren. Schwer atmend blieb er vor den Wächtern stehen und kramte in seiner Ladung.

Die Wächter schnappten fast gleichzeitig nach Luft, der Mann in Blau beugte sich vor, als die Schwerter zum Vorschein kamen.

Doch bevor jemand etwas sagen konnte, hatte Baldwin wieder genug Luft für eine Erklärung: "Wir sind Klopffechter, Herr."

Er zog ein Schwert aus dem Bündel und reichte es einem der Wächter. "Hier habt ihr unser Handwerkszeug. Wollt selbst sehen, dass es keine Gefahr damit hat."

Der Mann in der blauen Cotte nahm dem Wächter das Schwert aus der Hand und besah es genau. Die Spitze war gerundet, die Schneiden so breit wie ein kräftiger Bindfaden. Er nickte. "Besser, wenn so was nicht scharf ist." Er untersuchte auch die anderen stumpfen Schwerter.

Er würde die beiden doch nicht wegschicken? Alheit trat zu ihm und fragte: "Was gibt es?"

Die Wächter beachteten sie nicht.

Hardo, noch immer rot im Gesicht vom Karren schieben, zog eine Grimasse. "Der Herr Pater meldet unsere Waffen an. Das dauert immer so lange."

"So gehört sich das aber", sagte Alheit.

Schließlich waren die Wächter und der Zolleinnehmer zufrieden. Hardo schob den Wagen an, und die fünf zogen im Schatten der Granitmauern zu beiden Seiten der Straße weiter den Berg hinan. Wohl eine Mannslänge über ihnen standen rechts und links zwei wehrhafte Häuser. Die Steinmauern mit wenigen kleinen Öffnungen darin wirkten abweisend und ließen den Durchgang noch dunkler erscheinen. Wer auf diesem Weg in die Stadt einfallen wollte, hatte kein leichtes Spiel.

Auf der Höhe der Straße verschloss ein Gitter eine Nische in der Mauer zur Rechten. Auf dem Boden lag ein wenig schmutziges Stroh. Alheit hatte solche Kämmerchen in anderen Städten bereits kennengelernt. Sie sandte ein Stoßgebet zur heiligen Kümmernis, dass sie keinen ihrer Leute aus diesem Gefängnis würde loskaufen müssen.

Schließlich erreichten sie die ebene Gasse, die vom Haupttor der Stadt in Richtung Burg führte. Rechts von ihnen lag der Marktplatz im Schatten einer Linde.

Doch Alheit warf nur einen flüchtigen Blick auf die Stände, die dort aufgebaut wurden. Zielstrebig führte die Frau ihre Schar zu Peters Herberge am Ha

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