text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der kleine Laden in Bloomsbury Roman von Darling, Annie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)

9,99 €1

3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der kleine Laden in Bloomsbury

Jetzt der Serienstart für kurze Zeit zum Kennenlernpreis
Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv - und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens "Der Wüstling, der mein Herz stahl" - mit Sebastian als Held zum Verlieben ... "Der kleine Laden in Bloomsbury" ist der Beginn einer Reihe um die kleine Buchhandlung und zuvor unter dem Titel "Der kleine Laden der einsamen Herzen" erschienen. Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum laufen kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze. "Der kleine Laden in Bloomsbury" ist Annie Darlings Debüt in deutscher Sprache und der Beginn einer Reihe um eine wunderbare kleine Buchhandlung in Bloomsbury.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 14.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641230241
    Verlag: Penguin Verlag
    Originaltitel: The Little Bookshop of Lonely Hearts
    Größe: 1761 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der kleine Laden in Bloomsbury

1

Lavinia Thorndykes Trauerfeier wurde in den Räumen eines Privatclubs literarisch interessierter Damen in der Endell Street abgehalten, dem sie über ein halbes Jahrhundert angehört hatte.

Die Trauergäste hatten sich in dem holzvertäfelten Salon im zweiten Stock eingefunden, von dem aus sich ein großartiger Blick auf die geschäftigen Straßen von Covent Garden bot. Obwohl sie direkt von der Beerdigung kamen, trugen die Damen bunte Sommerkleider, die Herren weiße Anzüge mit cremefarbenen Hemden; einer hatte sich sogar in ein leuchtend gelbes Sakko geworfen, als wollte er der Tristesse des grauen Februartages trotzen.

Sie folgten damit Lavinias eigenen Anweisungen, die eindeutig gewesen waren: "Absolut kein Schwarz, nur bunte Farben." Möglicherweise war dies der Grund, weshalb die Atmosphäre dieser Feier nicht an eine Beerdigung, sondern vielmehr an eine Gartenparty erinnerte, und zwar an eine höchst ausgelassene.

Posy Morlands Kleid hatte dieselbe blassrosa Farbe wie Lavinias Lieblingsrosen. Posy hatte das Kleid aus der hintersten Ecke ihres Kleiderschranks gezogen, wo es fast zehn Jahre lang gehangen hatte; verborgen hinter einem Leopardenkunstpelzmantel, den sie seit ihrer Studienzeit nicht mehr getragen hatte. Da sie seitdem zahllose Pizza- und Kuchenstücke verdrückt und mit literweise Wein hinuntergespült hatte, war es kein Wunder, dass das Kleid an den Brüsten und Hüften etwas spannte. Doch Lavinia hätte sich Posy in genau solch einem Kleid gewünscht, und so zupfte und zog sie an dem knallengen rosafarbenen Baumwollstoff herum, während sie an ihrem Champagner nippte - der Champagner, ein weiterer von Lavinias ausdrücklichen Wünschen für die Trauerfeier.

Der Champagner floss, die Lautstärke der Unterhaltungen war beinahe ohrenbetäubend. "Jeder Idiot kann den Sommernachtstraum inszenieren, aber um jeden einzelnen Darsteller dafür in eine Toga zu hüllen, muss man ordentlich Mumm in den Knochen haben, so viel steht fest", hörte Posy Morland jemanden in affektiertem Tonfall sagen. Nina, die neben Posy saß, brach daraufhin in heftiges Gekicher aus, versuchte das jedoch eilig mit einem Hüsteln zu kaschieren.

"Keine Sorge, ich glaube, wir dürfen ein wenig Spaß haben", beruhigte Posy sie und sah zu den beiden Männern in der Ecke, die sich vor Lachen förmlich ausschütteten - einer schlug sich vor Vergnügen sogar auf die Schenkel. "Lavinia hat doch immer gesagt, die besten Trauerfeiern sind die, die in einer wilden Party enden."

Nina seufzte. Ihr kariertes Kleid war farblich mit ihrer Haarfarbe abgestimmt - aktuell ein leuchtendes Blau. "O Gott, sie wird mir so fehlen."

"Ohne Lavinia wird die Buchhandlung nie mehr dieselbe sein", erklärte Verity, die auf der anderen Seite saß. Sie hatte sich für ein graues Kleid entschieden mit dem Argument, grau sei nicht schwarz, außerdem hätte sie weder den Teint noch das Gemüt für bunte Farben. "Ich denke immer noch, sie müsste jeden Moment zur Tür hereinkommen und von irgendeinem Buch schwärmen, das sie die halbe Nacht nicht aus der Hand legen konnte."

"Und ihr 'Oh, jetzt ist Champagner-Zeit' für den Freitagnachmittag", warf Tom ein. "Ich habe es nie über mich gebracht, ihr zu sagen, dass ich eigentlich keinen Champagner mag."

Die drei Frauen und Tom, die Belegschaft von Bookends, stießen miteinander an, und jeder Einzelne schien seine Lieblingserinnerung an Lavinia hervorzukramen:

Ihre leicht atemlose Mädchenstimme, die immer etwas geklungen hatte, als käme Lavinia gerade erst aus den 1930er-Jahren.

Ihre Begeisterung, die sie immer wieder für neue Bücher und Menschen aufbringen konnte, obwohl sie ständig gelesen und Gott und die Welt gekannt hatte.

Die Rosen in derselben blassrosa Farbe wie Posys Kleid, die sie immer montag- und donnerstagmorgens gekauft und liebevoll in der angeschlagenen Glasvase arrangiert hatte, die sie in den Sechzigern bei Woolworth erstanden hatte.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen