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Der Landdoktor 28 - Arztroman Seine alte neue Liebe von Bergen, Christine von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.02.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Landdoktor 28 - Arztroman

Der Landdoktor - diese großartig erzählte, völlig neue und einzigartige Arztromanserie von der beliebten, serienerfahrenen Schriftstellerin Christine von Bergen. Dr. Brunner bewohnt mit seiner geliebten Frau Ulrike und einem Jagdhund namens Lump ein typisches Schwarzwaldhaus, in dem er auch seine Praxis betreibt. Ein Arzt für Leib und Seele. 'Eloisa hat mir heute Morgen ein paar Hochzeitsfotos in die Praxis gebracht. Schade, dass Ann-Sophie nicht dabei sein konnte', sagte Dr. Matthias Brunner mit hörbarem Bedauern in der Stimme, während er sich eine der Frikadellen stibitzte, die in der Pfanne brutzelten. 'Du gibst ein ganz schlechtes Vorbild für Lump ab', erwiderte seine Frau Ulrike, wobei sie ihm spielerisch auf die Finger schlug. Der Deutsche Drahthaar saß in der Küchentür, mit sehnsuchtsvollem Blick und nasser Schnauze. Der köstliche Geruch des Mittagessens wehte ihm entgegen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 09.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959798181
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 264 kBytes
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Der Landdoktor 28 - Arztroman

"Eloisa hat mir heute Morgen ein paar Hochzeitsfotos in die Praxis gebracht. Schade, dass Ann-Sophie nicht dabei sein konnte", sagte Dr. Matthias Brunner mit hörbarem Bedauern in der Stimme, während er sich eine der Frikadellen stibitzte, die in der Pfanne brutzelten.

"Du gibst ein ganz schlechtes Vorbild für Lump ab", erwiderte seine Frau Ulrike, wobei sie ihm spielerisch auf die Finger schlug.

Der Deutsche Drahthaar saß in der Küchentür, mit sehnsuchtsvollem Blick und nasser Schnauze. Der köstliche Geruch des Mittagessens wehte ihm entgegen.

"Ich habe Eloisas Großmutter heute Morgen beim Metzger getroffen", erzählte Ulrike ihrem Mann. "Ann-Sophie soll es wieder besser gehen."

Der Landdoktor seufzte. "Ich glaube, der neue Job im Unternehmen ihres Vaters stresst sie. Eloisa erwähnte auch so etwas in dieser Richtung. Ihr Onkel ist ein Erfolgsmensch. Dafür muss man geboren sein. Ich bin mir nicht sicher, dass Ann-Sophie wirklich in die Fußstapfen ihres Vaters treten kann."

"Das bezweifelt auch ihre Großmutter. Ingrid Kramer sieht ihren Sohn durchaus kritisch, obwohl sie ihn genauso liebt, wie sie ihre Tochter geliebt hat."

Matthias hörte auf zu kauen. Er legte den Kopf schief, als würde er auf etwas horchen.

"Sag, läuft hier im Haus irgendwo Musik?"

"Im Wohnzimmer. Im Fernsehen wird gerade das Konzert von Thorsten Seebald übertragen. Er hatte gestern Abend einen Auftritt in Zürich."

"Ist er wieder in Europa?" Der Landarzt sah seine Frau erstaunt an.

Sie nickte. "Nicht nur in Europa, sondern sogar hier im Tal. In den Nachrichten hat es geheißen, dass er sich seit ein paar Tagen von den Strapazen seiner Tournee in seiner Heimat erholt." Ulrike lächelte. "Wobei wahrscheinlich die wenigsten wissen, dass sein Zuhause hier in der hintersten Ecke des Schwarzwaldes liegt."

"Thorsten ist hier?" Matthias machte große Augen. Dann lachte er unlustig auf. "In Anbetracht dieser Neuigkeit kann man es im Nachhinein ja nur als glückliche Fügung ansehen, dass Ann-Sophie kurz vor der Hochzeit ihrer Cousine krank geworden ist."

Seine Frau stellte den Herd aus. Das Essen war fertig.

"Man weiß nie", meinte sie, als sie mit der Pfanne hinaus auf die Terrasse ging, wo die beiden bei schönem Wetter gern aßen. "Wie haben wir beide vor Kurzem noch gesagt? Du kannst dem, was im Leben für dich bestimmt ist, nicht entgehen."

Burnout ... Ann-Sophie Kramer schüttelte voller Unverständnis über sich selbst den Kopf. Davon hatte sie vorher nur gehört. Niemals hätte sie gedacht, dass sie diese Krankheit ereilen könnte. Aber der Arzt aus Konstanz hatte bei ihr tatsächlich ein Burnout-Syndrom diagnostiziert. Daran gab es nichts zu rütteln. Und was sie jetzt brauchte, war Ruhe und Erholung. Wo hätte sie diese besser bekommen können als auf dem Hof ihrer Großmutter väterlicherseits im Ruhweiler Tal?

Diese Gedanken gingen der jungen Frau durch den Kopf, während sie in gemächlichem Tempo über die schmale Landstraße fuhr. Sie wand sich zwischen Weizenfeldern und blühenden Wiesen hindurch auf die schwarz bewaldeten Hügel zu, die das Tal zu beiden Seiten begrenzten. Birken säumten den Straßenrand. Die in der Sonne flirrenden Blätter zauberten ein bizarres Muster auf den warmen Asphalt.

Wie lange war sie nicht mehr hier gewesen? Das letzte Mal vor fünf Jahren, als sie ... Nein, stopp, befahl sie sich. Daran wollte sie nicht mehr denken. Mit diesem Kapitel ihres Lebens hatte sie abgeschlossen.

Jetzt kamen auch schon die ersten Bauernhäuser in Sicht. Schmucke Höfe mit den für den Schwarzwald so typischen tief gezogenen Schindeldächern, unter denen sich kleine Fenster duckten. Nun hatte sie das Ortseingangsschild von Ruhweiler erreicht. Das idyllische gelegene Dorf ließ Erinnerungen in ihr wach werden. Hier hatte sie immer ihre Schulferien verbracht, während ihre Eltern auf Weltreise gewesen waren. Ann-Sophie ließ ihren Blick schweifen.

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