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Der Landdoktor 33 - Arztroman Du sollst es nie erfahren! von Bergen, Christine von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.04.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Landdoktor 33 - Arztroman

Der Landdoktor - diese großartig erzählte, völlig neue und einzigartige Arztromanserie von der beliebten, serienerfahrenen Schriftstellerin Christine von Bergen. Dr. Brunner bewohnt mit seiner geliebten Frau Ulrike und einem Jagdhund namens Lump ein typisches Schwarzwaldhaus, in dem er auch seine Praxis betreibt. Ein Arzt für Leib und Seele. Nach einer Regenperiode strahlte der Himmel über den Dächern von Freibug in diesem unerhört tiefen Blau, wie man es nur im Sommer sah. Und wie Svenja Arthaus es so sehr liebte. Bester Laune schlenderte die junge Frau über den von Touristen und Einheimischen belebten Münsterplatz. An dessen Ende bog sie in eine Gasse ein, in der exklusive Boutiquen lagen, für die der Geldbeutel einer freischaffenden Journalistin leider viel zu klein war. Mit einem tiefen Seufzer betrachtete Svenja die schicken Sachen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740902469
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 331 kBytes
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Der Landdoktor 33 - Arztroman

Nach einer Regenperiode strahlte der Himmel über den Dächern von Freibug in diesem unerhört tiefen Blau, wie man es nur im Sommer sah. Und wie Svenja Arthaus es so sehr liebte.

Bester Laune schlenderte die junge Frau über den von Touristen und Einheimischen belebten Münsterplatz. An dessen Ende bog sie in eine Gasse ein, in der exklusive Boutiquen lagen, für die der Geldbeutel einer freischaffenden Journalistin leider viel zu klein war. Mit einem tiefen Seufzer betrachtete Svenja die schicken Sachen.

Na ja, vielleicht irgendwann einmal, dachte sie. Spätestens, wenn ich meinen ersten Bestseller geschrieben habe.

Sie lächelte vor sich hin, wollte weitergehen, da klingelte ihr Handy. Auf dem Display ihres Funktelefons erkannte sie die Nummer des Schwarzwälder Anzeigers.

"Frau Arthaus, Sie müssen sofort eine Reportage über das Forellenzuchtgewerbe im Schwarzwald schreiben", bellte der Chefredakteur durch die Leitung. "Bis Montag brauch ich einen Lückenfüller für den Wirtschaftsteil. Einer meiner anderen freien Mitarbeiter hat mich terminlich auflaufen lassen. Sie sind doch immer auf Auftragssuche. Jetzt gebe ich Ihnen Gelegenheit, für mich zu schreiben."

Morgen ist Wochenende, hätte sie fast spontan geantwortet. Zum Glück konnte sie sich gerade noch beherrschen. Wahrscheinlich hätte sie danach zukünftig noch mehr Freizeit gehabt, als ihr lieb gewesen wäre.

"Eine Reportage über das Forellenzuchtgewerbe?", wiederholte sie gedehnt.

Das war nun gar nicht ihr Thema.

"Ja, ja", erwiderte der Redakteur hörbar nervös. "Nichts Aufwendiges. Immerhin haben Sie ja nur bis Montag Zeit. Sehen Sie sich irgendeinen Betrieb an, damit Sie wissen, worüber Sie schreiben. Hygienevorschriften, zusatzstofffreie Verarbeitungsweise, umweltfreundliche Verpackungen, Verkaufsschienen, Vor- und Nachteile gegenüber Frischware ... So was interessiert die Leser."

Svenja seufzte innerlich auf.

"Ich erwarte Sie am Montagmorgen um acht Uhr in meinem Büro", verabschiedete sich der Leiter des Anzeigers. Im Hintergrund hörte sie die typischen Geräusche der Redaktion: Stimmen, Telefonklingeln, das Hämmern auf den Tastaturen der Computer. "Mit einer druckreifen Reportage", fügte er in strengem Ton hinzu.

In Gedanken ging sie weiter, ohne zu bemerken, dass sie beim Herausziehen des Handys aus ihrer Umhängetasche etwas verloren hatte.

Benjamin hatte seinen Anzug vom Schneider abgeholt und überlegte, ob er in einem der Bistros in der Freiburger Altstadt noch eine Kleinigkeit essen sollte, bevor er sich auf den Rückweg machte. Es kam nur selten vor, dass er einmal ohne Termindruck durch die Stadt bummeln konnte. Solche Gelegenheiten nahm er dann auch wahr, um ein paar Sachen zu einzukaufen.

Eine neue Krawatte, überlegte er, während er durch die enge Gasse mit den teuren Boutiquen schlenderte. Vor einer Stunde hatte er einen guten Geschäftsabschluss getätigt. Vielleicht sollte er sich jetzt etwas Gutes gönnen.

Benjamin verhielt den Schritt. Von Weitem schon sah er sie, inmitten der vielen Leute, die die enge Straße bevölkerten. Ihr blondes Haar leuchtete wie ein silberner Helm im Sonnenlicht. Es umrahmte ein ebenmäßig geschnittenes Gesicht mit hohen Wagenknochen und Augen, die die Farbe des Himmels an diesem Tag eingefangen hatten. Sie telefonierte. Dabei spiegelte sich auf ihrem Gesicht eine Vielfalt von Reaktionen. Verblüffung, Bedenken, Zustimmung und dann legte sich ein Lächeln auf diese weich geschwungenen Lippen, das in ihm den Wunsch weckte, dieses schöne Wesen kennenzulernen. Sie schien allein unterwegs zu sein und faszinierte ihn, wie keine Frau zuvor. Doch er, der sonst nie um einen Anknüpfpunkt verlegen war, kam sich plötzlich vor wie ein dummer Schuljunge, der nicht wusste, wie er sich ihr nähern sollte. Sie besaß eine ungeheure weibliche Ausstrahlung auf ihn und entsprach optisch genau seinem Typ. Groß, sportlich, schlicht, aber geschmackvoll

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