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Der Landdoktor 35 - Arztroman Ich brauche nur euch, um glücklich zu sein von Bergen, Christine von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.05.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Landdoktor 35 - Arztroman

Der Landdoktor - eine großartig erzählte, völlig neue und einzigartige Arztromanserie von der beliebten, serienerfahrenen Schriftstellerin Christine von Bergen. Dr. Brunner bewohnt mit seiner geliebten Frau Ulrike und einem Jagdhund namens Lump ein typisches Schwarzwaldhaus, in dem er auch seine Praxis betreibt. Ein Arzt für Leib und Seele. 'Weißt du, wer uns geschrieben hat?', fragte Ulrike Brunner ihren Mann beim Abendessen. Der Landarzt hob die graumelierten Brauen. 'Nein.' Ulrikes blaue Augen glitzerten geheimnisvoll. 'Sebastian.' 'Das gibt es doch nicht!', rief Matthias erstaunt aus. 'Nach so vielen Jahren?' 'Ja, nach so vielen Jahren', erwiderte sein Lockenköpfle mit versonnenem Lächeln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 10.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740903305
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 363 kBytes
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Der Landdoktor 35 - Arztroman

"Weißt du, wer uns geschrieben hat?", fragte Ulrike Brunner ihren Mann beim Abendessen.

Der Landarzt hob die graumelierten Brauen. "Nein."

Ulrikes blaue Augen glitzerten geheimnisvoll. "Sebastian."

"Das gibt es doch nicht!", rief Matthias erstaunt aus. "Nach so vielen Jahren?"

"Ja, nach so vielen Jahren", erwiderte sein Lockenköpfle mit versonnenem Lächeln. "Ich habe mich riesig über sein Lebenszeichen gefreut. Und denk dir. Er kommt nach Ruhweiler." Verzückt verdrehte sie die Augen. "Sebastian Kerner, der inzwischen international bekannte Künstler. Heute Morgen noch habe ich eine Besprechung über seine derzeitige Ausstellung in Hamburg gelesen. Er fragt an, ob er uns besuchen kann."

"Klar kann er das", sagte der Landdoktor sofort. "Vielleicht sollten wir auch Dorothee und ihren Mann einladen. Und Thorsten. Unsere Kinder würden sich bestimmt auch freuen, Sebastian wiederzusehen."

"Thorsten wird nicht kommen können. Er ist noch zwei Wochen lang auf Tournee, aber Dorothee und Jan kommen bestimmt."

Matthias fuhr sich mit der Hand durchs Haar. "Hat Sebastian etwas dazu geschrieben, warum er sich acht Jahre lang nicht mehr hier hat blicken lassen?"

Statt einer Antwort sah seine Frau ihn drei Lidschläge lang bedeutungsvoll an. Dann fragte sie: "Ahnen wir nicht beide den Grund?"

"Ich weiß nicht. Wir könnten in unserer Vermutung auch völlig falsch liegen."

Ulrike hob die Schultern "Möglich. Auf jeden Fall lag es bestimmt auch daran, dass er in den vergangenen Jahren keine Zeit dafür gefunden hat. Seine Eltern leben nicht mehr, damit hat er auch keine enge Bindung mehr hierher. Außerdem wurde er über Nacht berühmt, was ja sehr selten ist in dieser Branche. Eine Ausstellung jagte die andere, wie wir in der Presse verfolgt haben. London, New York, ja sogar Japan, wo er auch zeitweise gelebt hat."

Matthias lächelte sein Lockenköpfle an. "Wie dem auch sei. Ich freue mich auf ein Wiedersehen." Er schmunzelte in sich hinein. "Ein so bekannter Maler in unserem bescheidenen Heim ... Diese Vorstellung gefällt mir. Ich rufe morgen unsere Tochter an. Übrigens ...", fiel ihm da ein. "Ich habe auch eine Neuigkeit für dich. Heute hat mir eine Patientin erzählt, dass Michaela wieder da ist. Sie will sich hier bei uns im Tal als Hebamme selbstständig machen."

Ulrike hob ihr Glas. "Darauf stoßen wir an. Diese Neuigkeiten versprechen spannend zu werden."

"Hallo, Herr Bach", begrüßte Schwester Gertrud am nächsten Morgen in kühlem Ton den großen sonnenbankgebräunten Mann im Nadelstreifenanzug. Dem dunkelhaarigen Mädchen an seiner Seite schenkte sie ein warmherziges Lächeln. "Na, mein Schatz, wie geht es dir denn heute?"

Bevor die Achtjährige antworten konnte, sagte Philip Bach in der gehetzten Art, die jeder im Ruhweiler Tal kannte: "Sie hatte heute Morgen wieder einen Anfall. Der Doktor soll sie noch einmal untersuchen. Ich kann leider nicht warten. Meine Schwiegermutter kommt gleich und holt sie wieder ab. Ich muss zum Flughafen."

"Wohin geht's denn diese Woche?", erkundigte sich Schwester Gertrud spitz.

Sie machte keinen Hehl aus ihrer Antipathie, die sie dem Geschäftsmann entgegenbrachte.

"Nach Singapur", lautete die knappe Antwort.

"Na dann, guten Flug", erwiderte die altgediente Sprechstundenhilfe der Landarztpraxis trocken und wandte sich an die Kleine, die mit ihren großen dunklen Augen zu ihr hoch sah.

"Mach's gut", sagte Philip Bach zu dem Kind, strich ihm ungelenk über den Kopf und verließ dann mit einem "Ade" den Praxisvorraum.

Schwester Gertrud atmete tief durch und kam hinter der Rezeption hervor. Sie streckte Patricia die Hand entgegen, die diese vertrauensvoll ergriff.

"Weißt du was?" Sie schenkte dem Mädchen ein liebevolles Lächeln. "Wir beide schauen mal nach, ob der Doktor Zeit für dich hat. Normalerweise geht es hier ja der Reihe nach, aber bei dir mache ich

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