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Der Landdoktor 36 - Arztroman Ich stehe fest zu dir von Bergen, Christine von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Landdoktor 36 - Arztroman

Der Landdoktor - eine großartig erzählte, völlig neue und einzigartige Arztromanserie von der beliebten, serienerfahrenen Schriftstellerin Christine von Bergen. Dr. Brunner bewohnt mit seiner geliebten Frau Ulrike und einem Jagdhund namens Lump ein typisches Schwarzwaldhaus, in dem er auch seine Praxis betreibt. Ein Arzt für Leib und Seele.

'Grüß dich, Matthias. Erkennst du mich nicht mehr?' Als der Landarzt die weibliche Stimme hörte, blieb er abrupt stehen und drehte sich um. 'Gisela!', rief er erstaunt und verlegen zugleich aus. 'Entschuldige, aber ich ...' Gisela Schüble lachte belustigt. 'Ja, ja, immer in Gedanken an seine Patienten', sagte sie und reichte Matthias die Hand. 'Stimmt, ich war wirklich ganz in Gedanken', gab der Landdoktor zu und erkundigte sich dann rasch: 'Wie geht es dir denn? Wir haben uns ja eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 24.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740903572
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 306 kBytes
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Der Landdoktor 36 - Arztroman

"Grüß dich, Matthias. Erkennst du mich nicht mehr?"

Als der Landarzt die weibliche Stimme hörte, blieb er abrupt stehen und drehte sich um.

"Gisela!", rief er erstaunt und verlegen zugleich aus. "Entschuldige, aber ich ..."

Gisela Schüble lachte belustigt. "Ja, ja, immer in Gedanken an seine Patienten", sagte sie und reichte Matthias die Hand.

"Stimmt, ich war wirklich ganz in Gedanken", gab der Landdoktor zu und erkundigte sich dann rasch: "Wie geht es dir denn? Wir haben uns ja eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen."

Die beiden plauderten kurz miteinander, wie es Menschen tun, die sich von Kindheit an kennen.

"Ich muss mal wieder zu dir in die Praxis kommen", sagte Gisela. "Du weißt schon. Meine Arthrose im rechten Bein. Manchmal verlier ich vor Schmerzen das Gleichgewicht."

"Dann wird es aber Zeit", erwiderte Matthias besorgt.

Gisela seufzte. "Ich weiß, aber es ist immer wieder etwas anderes. Die Zeit läuft uns ja immer schneller davon. Je älter wir werden."

"So geht es uns allen."

"Hast du schon gehört? Marli Sanderle ist wieder zurück." Gisela lächelte verschmitzt. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass Eberhard jetzt bald unter die Haube kommt."

Matthias stutzte.

Das konnte er sich nun gar nicht vorstellen. Er kannte Giselas Sohn als einen jungen Mann, der sich nicht verkuppeln ließ, auch wenn seine Mutter die Verbindung zur Nachbartochter nur allzu gern sah.

"Wann kommst du wieder?", fragte Celina Bachmann leise, während sie sich an ihren Geliebten schmiegte.

"Hast du kommende Woche einen freien Tag?", erkundigte sich Eberhard zwischen seinen Küssen, die er zärtlich auf ihrem dunklen Haar verteilte.

"Am Donnertag."

"Dann werde ich Mittwochabend wiederkommen und wir verbringen den ganzen nächsten Tag zusammen", flüsterte Eberhard ihr ins Ohr, bevor sein Mund erneut ihre wunderschönen Lippen suchte, die sich unter seinem leidenschaftlichen Kuss öffneten.

Nachdem sich die beiden nach einer halben Ewigkeit endlich atemlos von einander gelöst hatten, sagte Eberhard Schüble mit fester Stimme: "Ich werde noch einmal mit Mutter reden. So kann es nicht weitergehen. Sie darf sich nicht derart in mein Leben einmischen."

"Pscht ..." Celina legte ihm zärtlich den Zeigefinger auf den Mund. "Bitte nicht vor ihrem Geburtstag. Ich möchte nicht Schuld daran sein, wenn ihr beide vor ihrem Sechzigsten ..."

Der reiche Landwirt richtete sich im Bett auf. Seine sonst so ruhig blickenden grauen Augen blitzten wütend auf.

"Geburtstag hin oder her", sagte er energisch. "Das ist mir egal. Dieser Zustand dauert schon viel zu lange an. Ich habe immer gehofft, dass Mutter irgendwann einmal vernünftig werden würde, aber inzwischen ist ja vielmehr das Gegenteil der Fall."

"Sie wird dich enterben", antwortete Celina tonlos, während sie die Arme um sich schlang, als würde sie frieren.

Und tatsächlich war es ihr auch im Herzen kalt, wie immer, wenn sie und der geliebte Mann über dessen Mutter sprachen.

Eberhard zog sie zärtlich an sich und hielt sie fest an sich gedrückt. Doch auch die Wärme seines Körpers konnte das Frösteln in ihr nicht vertreiben.

Die beiden saßen eine Weile eng umschlungen in Celinas Bett und schauten gedankenverloren durch das kleine Dachfenster, aus dem sie auf das Freiburger Münster blicken konnten. An diesem frühen Morgen ballten sich über ihm dunkle Wolken zusammen.

Leise seufzend strich sich die junge Frau das Haar aus dem ebenmäßig geschnittenen Gesicht, dessen große dunkle Augen jeden Männerblick auf sich zogen.

Der Gedanke daran, dass sie Eberhard nun wieder drei Tage lang nicht sehen würde, machte ihr das Herz schwer. Seit einem Jahr schenkte er ihr die bisher glücklichsten Stunden ihres Lebens.

Sie hob den Kopf und sah ihren Geliebten unglücklich an.

"Das wird schon werden", tröstete er sie in

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