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Der Maskenball Prescott Sisters 1 - Liebesroman von Lindberg, Karin (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Der Maskenball

Der Maskenball - Prescott Sisters 1 Champagner, wilde Partys und eine traditionsreiche Familie. Jeder hält Virginia Prescott für ein reiches Töchterchen, das von Daddys Vermögen lebt. Auf einem Maskenball beschließt sie kurzerhand, ihr Leben zu ändern. Sie verschweigt dem charmanten Australier Liam, wer sie wirklich ist, und stürzt sich in ein Abenteuer mit ihm. Die Aktion mit der geliehenen Identität ist ein Spiel mit dem Feuer, denn im ungünstigsten Moment fliegt ihre Lüge auf ... 'Zu viel Gentleman, sagst du? Du möchtest es also ein wenig ... verspielter?' Fünf Schwestern - eine Familie und die ganz große Liebe mal fünf. In den fünf Bänden wird jede der fünf Schwestern unter die Haube gebracht - zur Freude von ihrer Granny, einer englischen Lady der alten Schule. Die Liebesgeschichten sind in sich abgeschlossen. Größtenteils spielt die Reihe in Shanghai, gelegentliche Abstecher in andere Länder sind bei den Prescotts und ihren Mr. Rights nicht ausgeschlossen. Wer es chronologisch mag, dem empfehle ich für den größten Lesegenuss folgende Reihenfolge: Band 1 Der Maskenball Band 2 Die Entführung Band 3 Der Meisterdieb Band 4 Der Amerikaner Band 5 Der Bodyguard

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 196
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743812673
    Verlag: BookRix
    Größe: 515 kBytes
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Der Maskenball

Kapitel 1

Am liebsten würde ich schreiend davonlaufen. Warum noch mal bin ich aus L.A. zurück nach Shanghai gekommen? Ich habe keine Ahnung. Ein Anflug von Heimweh oder der Sehnsucht, näher bei meiner Familie zu sein, vielleicht. Tatsächlich ist es so, dass ich mich in Los Angeles nie wirklich heimisch gefühlt habe. Der Alltag dort spielte sich auf einer ganz anderen, viel oberflächlicheren Ebene ab, mit der ich auf Dauer nichts anfangen konnte. Leider komme ich hier in Shanghai auch nicht mit meinem Leben zurecht. Wahrscheinlich war die Entscheidung, aus Amerika wegzugehen, ein großer Irrtum. Im Moment kommt es mir jedenfalls so vor, denn ich fühle mich ohne eine Sinn gebende Aufgabe schrecklich fehl am Platz und nutzlos. Die Sticheleien meiner Lieben sind dabei nicht hilfreich. Aber das habe ich mir selbst zuzuschreiben. Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass sie das Thema Zukunftspläne anschneiden. Nun ist es zu spät und ich muss da durch, ob ich will oder nicht.

"Virginia, Liebes", höre ich meine Großmutter Eugenie sagen, "ich bin auch ganz gespannt, was du nun vorhast." So geht das nun schon seit einer halben Stunde, genauso lange, wie wir alle zusammen beim Tee sitzen. Mit "alle" meine ich meine beiden Schwestern Megan und Kate und meine Granny. Zum Glück sind Ashley und Tessa nicht auch noch da, die jetten gerade irgendwo in der Welt herum. Unsere Familie ist sehr international, irgendwie sind wir überall und nirgendwo heimisch. Genau das ist wahrscheinlich mein Problem. Bin ich unterwegs, habe ich Heimweh, bin ich zu Hause, gehen mir alle auf den Keks. Ich liebe meine vier Geschwister, keine Frage, aber so viel Östrogen kann manchmal zu Streitereien führen, was wirklich anstrengend ist. Da ich die Jüngste bin, kann ich nicht mal den Spruch loslassen, dass ich mir immer einen Bruder gewünscht habe. Es war klar, dass es nach mir, dem fünften Kind, keinen weiteren Nachwuchs geben würde.

"Granny, ich glaube, sie hat keine Pläne. Bisher hat sie das Haus kaum verlassen, seit sie wieder zurück ist. Außer zum Shoppen natürlich." Kate steckt sich ein Petit Four in den Mund und kaut genüsslich. Leider hat sie absolut recht, trotzdem passt es mir nicht, dass alle jederzeit in meinem Leben mitreden wollen. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Nesthäkchen zu sein, ist scheiße. Sie denken, das gäbe ihnen die Erlaubnis, mich für immer und ewig wie ein Baby zu behandeln.

"Himmelherrgott, ich bin fünfundzwanzig und gerade mit meinem Master fertig. Darf man sich da nicht mal etwas Bedenkzeit nehmen? Es ist ja nicht so, dass ich unter großem finanziellen Druck stünde."

Megan seufzt theatralisch. Sie ist die Älteste von uns und hat, seit meine Mutter nicht mehr da ist, irgendwie das Bedürfnis, ihre Rolle zu übernehmen. Meiner Meinung nach ist Megan nicht besonders gut darin, aber wehe, man sagt was. Sie kann echt zur Furie werden. "Ich verstehe sowieso nicht, wieso du Schauspielerei und Drehbuchschreiben studiert hast. Du machst dir nicht mal was aus Filmen", plappert sie die Worte zwischen ihren ungeschminkten Lippen hervor.

In diesen Momenten hasse ich sie sogar ein bisschen, denn sie hat leider recht. Unsere Mutter war eine erfolgreiche Schauspielerin und man sagte immer zu mir, dass insbesondere ich ihr wie aus dem Gesicht geschnitten sei und dass ich Talent hätte. Im Laufe der Zeit ist mir schon ein paarmal der Gedanke gekommen, dass meine Familie vielleicht versucht hat, mir mit dieser Ähnlichkeit eine Verbindung zu meiner Mutter herzustellen, damit ich mich besser fühle, weil ich mich nicht an sie erinnern kann. Es lag für mich nach diesen Ermutigungen nahe, dass ich Schauspielkunst studiere. Tja, bislang sind die bedeutenden Rollenangebote ausgeblieben und für alles gebe ich mich auch nicht her. Ich würde nie in zweitklassigen Streifen mitspielen. So langsam dämmert es mir, dass ich wahrscheinlich nicht das Zeug dazu habe, eine von den

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