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Der Meister des Goldes Die große Saga von Mueller, Roland (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.07.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Der Meister des Goldes

Von London bis an den märchenhaften Hof des Sultans: Der historische Roman-Sammelband »Der Meister des Goldes« von Roland Mueller jetzt als eBook bei dotbooks. London, Anno Domini 1120: Der junge Goldschmied Gwyn Carlisle muss seine Heimat verlassen und begibt sich auf eine gefährliche Reise nach Italien. Wird er dort seine Kunst perfektionieren können? Doch sein Talent erweckt nicht nur Staunen und Bewunderung: Ein fanatischer Inquisitor wähnt ihn mit dem Teufel im Bund und setzt alles daran, Gwyn zu vernichten. Um seinen Häschern zu entkommen und eine längst verloren geglaubte Liebe wiederzufinden, beginnt für den Goldschmied eine Odyssee, die ihn bis ans Ende der damals bekannten Welt führen wird ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das Mittelalter-Epos »Der Meister des Goldes« von Roland Mueller versammelt die beiden Bestseller »Der Goldschmied« und »Das Schwert des Goldschmieds« in einem Band. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roland Mueller, geboren 1959 in Würzburg, lebt heute in der Nähe von München. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitete in der Erwachsenenbildung, als Rhetorik- und Bewerbungstrainer und unterrichtet heute an der Hochschule der Bayerischen Polizei. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Bei dotbooks veröffentlicht sind Roland Muellers historische Romane: »Der Goldschmied« »Das Schwert des Goldschmieds« »Im Land der Orchideenblüten« »Das Erbe des Salzhändlers« »Der Fluch des Goldes« Die beiden historischen Romane »Der Goldschmied« und »Das Schwert des Goldschmieds« sind ebenso als Sammelband unter dem Titel »Der Meister des Goldes« verfügbar. Außerdem hat Roland Mueller bei dotbooks die historische Serie »Der Clan des Greifen« veröffentlicht, die folgende Bände umfasst: »Die Begegnung. Staffel I - Erster Roman« »Der Pakt. Staffel I - Zweiter Roman« »Das Vermächtnis. Staffel I - Dritter Roman« »Das Erbe. Staffel I - Vierter Roman« »Die Rache. Staffel I - Fünfter Roman« »Das Spiel. Staffel I - Sechster Roman« »Die Hexe. Staffel II - Erster Roman« »Der Betrüger. Staffel II - Zweiter Roman« »Der Greif. Staffel II - Dritter Roman« »Die Verfolgten. Staffel II - Vierter Roman« »Die Braut. Staffel II - Fünfter Roman« »Die Liebenden. Staffel II - Sechster Roman« Die komplette Serie ist außerdem in den drei Sammelbänden »Die Burgherrin«, »Die Kinder der Burgherrin« und »Das Vermächtnis der Burgherrin« enthalten. Daneben hat Roland Mueller die beiden historischen Kinderbücher »Die abenteuerliche Reise des Marco Polo« und »Der Kundschafter des Königs« bei dotbooks veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 871
    Erscheinungsdatum: 08.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955203726
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1629 kBytes
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Der Meister des Goldes

Der Tag begann sehr mild. Noch lange vor dem Mittag war es angenehm warm geworden. Manchmal strich ein leichter Wind zwischen den niedrigen Sträuchern und Hecken und ließ die Blätter rauschen. Der Frühling kündigte sich an.

Seit fast einer Woche war Gwyn unterwegs. Er war das erste Mal so weit von London fort, und er genoss seine Reise. Einfach gekleidet, deutete nichts darauf hin, dass hier ein frisch losgesprochener Goldschmied auf Wanderschaft ging. Die silberne Halskette hatte er in seinem Bündel versteckt, denn die Zeiten waren unstet und gefährlich. Einigermaßen sicher war er nur in den kleinen Ansiedlungen oder den größeren Ortschaften, die er hin und wieder durchwanderte. Hier fand er immer eine Schenke, in der er ein Nachtquartier und etwas zu essen erhielt.

Ständig erzählte und warnte man ihn vor Wegelagerern. Meist handelte es sich dabei um geflohene Unfreie oder desertierte Kriegsknechte. In kleinen Gruppen streiften solche Gesellen durch das spärlich besiedelte Land. Was sie zum Leben benötigten, stahlen sie. Fast immer töteten sie die ausgeraubten Opfer, um jegliche Zeugen zum Schweigen zu bringen.

Denn die Strafen in diesen Zeiten waren hart. Auf Raub und Mord, ebenso wie auf Ehebruch, Ketzerei, Kindsmord und Diebstahl von Vieh stand der Tod. So vergalt die Obrigkeit jede Verfehlung ihrer Untertanen mit dem vermeintlich gottgerechten Gedanken der Abschreckung und Buße durch drakonische Strafen: In jedem Ort, in jedem Weiler, mochte er auch noch so klein sein, sah Gwyn einen Richtplatz. Dort wurden all die Verfehlungen drastisch geahndet. Es gab den hölzernen Richtblock, den Galgen, das Rad.

Im letzten Ort, den Namen hatte er vergessen, durch den er am gestrigen Tag gekommen war, hingen noch die Gebeine eines Mannes am Galgen. Ein Fuhrknecht erzählte ihm, dass jener bei einer Rauferei in der Dorfschenke einen Bauern mit bloßer Faust erschlagen hatte. Der Erzähler vergaß nicht, Gwyn zu erklären, dass die sterblichen Überreste so schon drei Wochen hingen, als Abschreckung für jeden, der selbst leicht in Zorn geriet.

Gwyn hoffte, Bath in spätestens zwei Tagen zu erreichen. Seine knappe Barschaft und auch seine Verpflegung schmolzen wie Eis in der Sonne.

Die von Büschen und Hecken eingefassten Wiesen verschwanden allmählich. Stattdessen führte der Weg durch die dichten Wälder, die erst wenige Meilen vor Bath wieder lichter wurden. So hatte man es dem Goldschmied mehrere Male übereinstimmend berichtet. Aber der Wald war so recht nach Gwyns Vorstellung. Es roch angenehm nach Farn und frischen Kräutern, nach Tau und Moos. Und das Summen der wilden Bienen, das bunte Gezwitscher der vielen Vögel, die kurzen Rufe der Eichhörnchen waren alles Geräusche, die ihm wie eine liebliche Melodie vorkamen. Der weiche Boden schwang bei jedem Schritt, und so konnte er stundenlang wandern, ohne müde zu werden. Oft blieb er stehen, um Hirschrudel zu beobachten, welche ohne Scheu aus dem Unterholz traten. Dann musterten sich Tier und Mensch eine ganze Weile. Nur vor den schwarzen Wildschweinen hatte Gwyn Respekt. Wenn eine solche Rotte ganz nah durch das Holz brach, blieb er lieber stehen und wagte kaum zu atmen. Ein misstrauischer Keiler war ein gefürchteter Gegner. Und Gwyn besaß nicht einmal ein Messer. Nach der zweiten Begegnung mit solch einer Schwarzkittelfamilie spannte er die Sehne seines Bogens. So fühlte er sich ein wenig sicherer.

Der Wald wurde von Stunde zu Stunde immer dichter und dunkler. Gwyn suchte immer wieder nach kleinen Lichtungen. Manchmal hatten Stürme ein paar Bäume umgeknickt, und der Blick in den Himmel war leicht. Anhand der Sonne konnte Gwyn seine ungefähre Reiserichtung bestimmen. Trotzdem hoffte er, bald auf einen breiteren Weg zu treffen.

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