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Der Notarzt - Folge 269 Schlaf dich gesund, Amelie. von Reichel, Alexa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Der Notarzt - Folge 269

'Mädchen, sechs Jahre alt, Schussverletzung.' Bei Dr. Peter Kersten schrillen innerlich alle Alarmglocken, als der Notruf bei ihm eingeht. Er hat in seinem Beruf oft mit sehr schweren Fällen zu tun, und als Notarzt wirft ihn so schnell nichts um. Aber Kinder sind seine Schwachstelle, und was der kleinen Amelie zugestoßen ist, lässt auch den erfahrenen Arzt alles andere als kalt. Dem Mädchen steckt ein Pfeil im Hinterkopf, als es in die Notaufnahme der Sauerbruch-Klinik eingeliefert wird. Gemeinsam mit einer kompetenten Neurochirurgin kämpft Peter Kersten in einer stundenlangen, dramatischen Operation um das Leben des Kindes. Am Ende weiß niemand, wie es mit Amelie weitergehen wird. Wird sie jemals wieder aufwachen? Ist ihr Gehirn durch die Schusswunde so beeinträchtigt, dass sich ihr Leben für immer verändern wird? Dies sind zunächst die drängendsten Fragen, doch noch andere Unklarheiten beschäftigen den Notarzt: Wie konnte es überhaupt zu dem Unfall kommen? Die Eltern des Mädchens sind sich sicher, dass der Sohn der verhassten Nachbarn absichtlich auf ihre Tochter geschossen hat. Der Junge hat die Tat ja sogar gestanden! Doch Dr. Kersten zweifelt an dieser Theorie. Wird es ihm gelingen, nicht nur die Schwerverletzte zu retten, sondern auch die Wahrheit ans Licht zu bringen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 12.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732532520
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 618kBytes
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Der Notarzt - Folge 269

"Salita, würden Sie mir bitte noch eine Portion Rührei bringen?" Manuela Hufschmied saß im Bademantel auf der Terrasse ihrer Frankfurter Villa und genoss den Sonntagmorgen.

"Für mich bitte auch!", nutzte ihr Mann Holger die Gelegenheit und sah von seinem Smartphone auf. Er warf einen Blick auf die zwei Töchter. "Was ist mit euch, ihr zwei süßen Suppenhühner? Spiegelei oder Rührei? Ihr sollt nicht die ganze Zeit über nur Nutella essen."

"Nutella ist gesund!", behauptete die sechsjährige Amelie im Brustton der Überzeugung. "Außerdem bin ich kein Suppenhuhn, sondern ein liebes Küken!"

Ihre dreizehnjährige Schwester Evelyn schüttelte den Kopf.

"Ich will auch kein Rührei. Ich ernähre mich doch vegan!"

Ihr Vater seufzte.

Salita, die philippinische Haushälterin, verschwand Richtung Küche, und die Familie war wieder allein.

"Ist das nicht herrlich?" Manuela machte eine ausladende Bewegung mit dem Arm und deutete in Richtung Garten. Vor ihnen erstreckte sich die beeindruckend große Rasenfläche, die zu ihrer Villa gehörte. Der Winter war zu lang und zu kalt gewesen, umso mehr genossen sie nun alle die schmeichelnde Wärme des nahenden Sommers.

"Ja, endlich wieder draußen spielen!", bestätigte Amelie. "Darf ich später mein Zelt aufbauen?"

"Aber natürlich!" Holger tätschelte seiner kleinen Tochter die Hand. "Du darfst alles, das weißt du doch. Ladet eure Freunde hierher ein und nutzt den riesigen Garten. Ich baue euch später die Tischtennisplatte auf und hole das Trampolin aus dem Keller. Ihr habt hier Narrenfreiheit. Solange ihr euch nicht mit Benjamin von Langenbach einlasst, geben Mutti und ich euch grünes Licht für alles, was ihr hier anstellen wollt."

Die Eltern lachten amüsiert, und Holger Hufschmied vertiefte sich wieder in sein Smartphone.

Evelyn und Amelie wechselten einen kurzen Blick. Benjamin von Langenbach war der dreizehnjährige Sohn der Nachbarfamilie. Die Grundstücke der zwei protzigen Villen grenzten direkt aneinander, und man konnte von der einen Terrasse direkt auf die Terrasse der anderen blicken.

Familie von Langenbach bewohnte ihre Villa bereits in der dritten Generation. Bei den von Langenbachs handelte es sich um die Nachfahren eines zwar unbedeutenden aber steinreichen Adelsgeschlechts.

Soweit Manuela und Holger Hufschmied die Lage beurteilen konnten, hatten weder Sarah-Luise von Langenbach noch ihr Mann Gustav von Langenbach jemals auch nur einen Tag gearbeitet. Die beiden trieben sich auf Wohltätigkeitsveranstaltungen, Kunst-Auktionen und beim Pferderennen herum und nutzten die restliche Zeit, um ihren einzigen Sohn Benjamin zu verhätscheln.

Wie anders war doch die Biografie von Manuela und Holger Hufschmied. Sie beide waren aus denkbar ärmlichen Verhältnissen gekommen und hatten sich ihren Reichtum hart erarbeiten müssen.

Das computerbegeisterte Münchner Paar hatte sich vor fünfzehn Jahren auf einer Fachtagung kennengelernt und damals beschlossen, den Software-Markt gemeinsam zu revolutionieren. Die ganz große Revolution war zwar ausgeblieben, aber die zwei hatten mit ihrer Firma "Soft Adventures" dennoch innerhalb kurzer Zeit ein Vermögen gemacht.

Sie hatten einen guten Riecher für den Markt bewiesen und waren oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. Das erwirtschaftete Geld hatten sie klug in Aktien investiert und Anteile erfolgreicher Software-Firmen erworben.

Das erklärte, weshalb die aus Bayern stammende Familie inzwischen eine Villa in der besten Lage Frankfurts bewohnte und sich Manuela und Holger Hufschmied darüber hinaus einen feuerroten Porsche, jährliche Reisen nach Südafrika, Hawaii oder die Malediven und eben auch eine zuverlässige, philippinische Haushälterin leisten konnten.

Zwischen Familie von Langenbach und den neuen Nachbarn, den Hufschmieds, hatte es von Anfang an Spannungen und Unstimmigkeiten gegeben. Wo die Wurzeln der Nachbarschaftsfehde lage

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