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Der Pakt der sieben Templer Historischer Roman von Dieckmann, Guido (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2018
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)

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Der Pakt der sieben Templer

Das Mysterium der verbotenen Templer. Frankreich im Jahre 1318. Die junge Heilkundige Prisca von Speyer führt auf dem Landgut ihres Großvaters in Aquitanien ein zurückgezogenes Leben. Was niemand ahnt: Prisca hütet ein Geheimnis des verbotenen Templerordens. Zeitgleich bietet sich sieben überlebenden Templern die Gelegenheit, in Portugal einen neuen Orden zu gründen. Unter einer Bedingung: Die Männer müssen drei verschollene Reliquien aufspüren. Und dazu müssen sie nicht nur mächtige Verfolger abschütteln, sondern auch Priscas Versteck finden. Packend und auf historischen Fakten basierend - ein Roman über die Templer nach deren Untergang.

Guido Dieckmann, geboren 1969 in Heidelberg, arbeitete nach dem Studium der Geschichte und Anglistik als Übersetzer und Wirtschaftshistoriker. Heute ist er als freier Schriftsteller erfolgreich und zählt mit seinen historischen Romanen, u.a. dem Bestseller "Luther" (2003), zu den bekanntesten Autoren dieses Genres in Deutschland. Guido Dieckmann lebt mit seiner Frau an der Deutschen Weinstraße.
Als Aufbau Taschenbuch sind von ihm lieferbar: "Die sieben Templer", "Der Pakt der sieben Templer", "Luther" sowie die historischen Weimar-Krimis "Das Geheimnis des Poeten" und "Der Fluch der Kartenlegerin".

Mehr Informationen zum Autor unter www.guido-dieckmann.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 13.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841214737
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Serie: Die Templer-Saga .2
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Der Pakt der sieben Templer

I.

FRAUENKLOSTER MÜHLEN, DIÖZESE WORMS, SOMMER 1318

J akobus von Hahnheim war nicht nur schlecht gelaunt, er schäumte geradezu vor Wut, als er mit seiner Schar bewaffneter Reiter durch die schmale Dorfstraße auf das Kloster zuritt.

Sein weiter Mantel, dessen mit weißem Garn aufgesticktes Kreuz ihn als Ordensritter auswies, flatterte im Wind, wirkte aber schwarz wie er war wie ein Zeichen des Friedens. Als der ältere Mann den Dorfanger überquerte, sprang ihm alles, was Beine hatte, erschrocken aus dem Weg, um nicht von seinem Pferd niedergetrampelt zu werden. Bauern suchten hinter ihren Heukarren Schutz, Mütter zogen ihre Kinder von der Gasse in die Hütten. Hühner, Enten und Gänse stoben mit den Flügeln schlagend in alle Richtungen davon. Unter den Hufen der Pferde zerbarsten Tonkrüge und Schalen. Körbe mit Kohl und Zwiebeln wurden in den Morast gestampft. Jakobus kümmerte das nicht. Er ignorierte die finsteren Blicke, die sich ihm wie Pfeile in den Rücken bohrten; das Bauernvolk interessierte ihn nicht. Auf das Kloster und dessen Bewohnerinnen hatte er es abgesehen.

Am Ende des Dorfwegs gab Jakobus seinen Männern mit einer Geste zu verstehen, dass er von hier ab allein weiterreiten wollte. Nur Germund, an dessen Seite er bereits im Heiligen Land gekämpft hatte, wählte er aus, um ihn zu der Unterredung mit der Äbtissin von Mühlen zu begleiten. Als Jakobus durch das Tor ritt, stellte er mit Genugtuung fest, dass seine Ankunft bei dem Gesinde auf dem Klosterhof Unruhe hervorrief. Mit offenen Mündern starrte man ihn an, aber keiner von ihnen wagte es, ihn aufzuhalten oder dumme Fragen zu stellen. Zehn Jahre zuvor wäre ein solches Eindringen noch nicht so einfach gewesen, denn damals hatte es in der Nachbarschaft des Klosters ein Ordenshaus der Templer gegeben, und die hatten sowohl das Kloster als auch das Dorf unter ihren Schutz gestellt. Doch inzwischen waren die Nonnen hier draußen in der Einöde wehrlos und allein auf den Schutz ihrer Patronin, der heiligen Margareta, angewiesen.

Als Jakobus sich aus dem Sattel gleiten ließ, blies ihm ein stürmischer Ostwind Sand in die Augen, sodass er einen Moment lang wie blind umherging. Hoch oben am Himmel zogen sich schwarze Wolken zusammen, die ein Unwetter ankündigten. Doch trotz des drohenden Regens nahm der Mann sich Zeit, um den Klosterhof zu erkunden. Aufmerksam betrachtete er sich Scheunen, Lagerräume und das kleine Brauhaus, begutachtete die Pferde im Stall sowie den Zustand der Weinkeller. Der Besitz der Nonnen von Mühlen mochte bescheiden sein, schlecht bewirtschaftet war er jedoch keineswegs. Jenseits der Mauern stand ihr Korn goldgelb und reif auf den Feldern. Dazu kamen mehrere Obstgärten und ein Fischteich, der vom Wasser eines Baches gespeist wurde. In Kürze würden die Bauern eine reiche Ernte einfahren und ihre Herrinnen in dem grauen, zweistöckigen Haus neben der Kapelle noch reicher machen.

Jakobus von Hahnheim wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Klosterhof zu. Ein wenig erinnerte der ihn mit seinen frei umherlaufenden Hühnern und Schweinen an den elsässischen Gutshof, auf dem er seine Kindheit verbracht hatte. Auch hier wurde fleißig gearbeitet. Einige Mägde schleppten eilig große Bündel mit frischen Binsen für die Fußböden des Klosters heran, andere beluden Karren mit duftendem Heu, während kleine Bauernmädchen Buckelkörbe, die für die Weinlese benötigt wurden, mit einigen Streifen Bast flickten. Bereits eine Meile vor dem Dorf waren Jakobus die gepflegten Weingärten aufgefallen, die zum Klosterbesitz gehörten und einen reichen Ertrag versprachen. Es war nicht schwer zu erraten, wer dies den Ordensfrauen beigebracht hatte. Jakobus ärgerte sich darüber, sobald er nur daran dachte.

Eine Insel der Seligkeit inmitten eines Reiches, das von den Machtkämpfen eines Königs und Gegenkönigs, eines Papstes im fernen Avignon sowie Dutzender Fürsten erschüttert wurde. Recht und Gesetz, für das auch Ja

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