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Der Südstern oder Das Land der Diamanten von Verne, Jules (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2015
  • Verlag: Booklassic
eBook (ePUB)
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Der Südstern oder Das Land der Diamanten

Der französische Minen-Ingenieur Cyprien Méré reist nach Afrika, um in die dortigen Diamantenminen Arbeit zu suchen. In den Minen arbeiten Minenarbeiter aus aller Ländern der Welt unter schweren Bedingungen. Schwarze Minenarbeiter machen den Hauptteil der schweren Arbeit unter der glühenden Sonne des afrikanischen Kontinents. Zu Beginn seiner Tätigkeit arbeitet Cyprien Méré als Landvermesser, wechselt dann jedoch ebenfalls in den Abbau der Diamanten. Nach umfangreicher mühevoller Arbeit findet er einen verkaufbaren Rohdiamanten. Er erhält für diesen Edelstein nur eine geringe Bezahlung. Daraufhin versucht er auf andere Weise an die begehrten Edelsteine zu gelangen. Er glaubt den Stein der Weisen gefunden zu haben. Er plant die künstliche Herstellung von Diamanten. In seiner Heimat hat er sich in der Vergangenheit mit dieser Thematik bereits theoretisch auseinandergesetzt. Nach einem Versuch mit seinem Reverberier-Ofen scheint er Erfolg gehabt zu haben. In der zersplitterten Metallhülle befindet sich unter einer Tonschicht ein riesiger Rohdiamant.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 147
    Erscheinungsdatum: 29.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9789635263288
    Verlag: Booklassic
    Größe: 550kBytes
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Der Südstern oder Das Land der Diamanten

Kapitel 2 Im Diamantelfelde.


Was dem jungen Ingenieur in der ihm von Mr. Watkins zutheil gewordenen Erwiderung auf seinen Antrag am meisten zu Herzen ging, war der Umstand, daß dieselbe - von der Rauhheit ihrer Form einmal abgesehen - im Grunde gar nicht so ungerechtfertigt erschien. Bei näherer Ueberlegung erstaunte er jetzt selbst, nicht schon vorher die Einwendungen erwogen zu haben, die ihm der Farmer fast nothwendig machen würde, und wunderte sich, wie er sich überhaupt einer solchen Zurückweisung auszusetzen vermocht hatte.

In der That hatte er freilich bis zum jetzigen Augenblicke niemals an die Kluft gedacht, die ihn wegen des Unterschiedes in Vermögensverhältnissen, Abstammung, Erziehung und Umgang von dem jungen Mädchen trennte. Schon seit fünf bis sechs Jahren gewöhnt, die Mineralien nur von rein wissenschaftlichem Standpunkte zu betrachten, besaßen z. B. Diamanten in seinen Augen nur den Werth eigenthümlicher Exemplare von Kohlenstoffkörpern, die nur dazu geschaffen schienen, in den Sammlungen der Bergwerksschule ihren Platz auszufüllen. Da er in Frankreich überdem eine, die der Familie Watkins weit überragende sociale Stellung einnahm, hatte er den kaufmännischen Werth der im Besitz des reichen Farmers befindlichen Fundstätte ganz aus den Augen verloren. In Folge dessen war ihm auch niemals in den Sinn gekommen, daß zwischen der Tochter des Eigenthümers der Vandergaart-Kopje und ihm als französischem Ingenieur ein trennendes Mißverhältniß herrschen könne. Selbst wenn diese Frage vor ihm aufgetaucht wäre, würde er, in seinem gewohnten Vorstellungsgange als Pariser und ehemaliger Zögling der berühmten polytechnischen Schule daselbst wahrscheinlich zu dem Schlusse gelangt sein, daß vielmehr er mit jener Bewerbung einen Schritt thue, der ihn nahe an eine "Mißheirat" führte.

Die ganz unverblümte Strafpredigt des Mr. Watkins riß ihn jetzt sehr schmerzlich ans seinen Träumen. Cyprien besaß jedoch viel zu viel nüchternen Menschenverstand, um die sachlichen Einwürfe derselben nicht gebührend zu würdigen, und viel zu viel Ehrenhaftigkeit, um sich durch eine Entscheidung, die er im Grunde für richtig anerkannte, beleidigt zu fühlen.

Der Schlag, den ihm jene versetzte, wurde deshalb freilich nicht minder empfindlich, und gerade jetzt, wo er auf Alice verzichten sollte, bemerkte er plötzlich desto deutlicher, wie lieb und werth ihm diese während der verflossenen drei Monate geworden war.

In der That kannte Cyprien Méré das junge Mädchen seit kaum drei Monaten, d. h. seit seiner Ankunft im Griqualand.

Wie fern lag ihm das jetzt schon Alles! Er sah sich noch, nach einer durch Hitze und Staub höchst beschwerlichen Landreise am Ziele seiner langen Fahrt von einer Erdhalbkugel zur andern eintreffen.

Nachdem er mit seinem Freunde Pharamond Barthès - einem alten Studiengenossen, der nun schon zum dritten Male einen Jagdausflug nach dem südlichen Afrika unternahm - gelandet, hatte sich Cyprien bereits am Cap von diesem getrennt. Pharamond Barthès war nach dem Lande der Bassutos aufgebrochen, um dort eine kleine Schaar bewaffneter Neger anzuwerben, die ihn bei seinen cygenetischen Zügen begleiten sollten. Cyprien dagegen hatte in dem mit sieben Paar Pferden bespannten schwerfälligen Wagen Platz genommen, der auf den Straßen des Veld als Postomnibus dient, und war nach dem eigentlichen Diamantengebiete gereist.

Fünf oder sechs große Kisten und Koffer - ein vollständiges chemisches und mineralogisches Laboratorium bergend, von dem er sich nicht gern hatte trennen wollen - bildeten das Reisegepäck des jungen Gelehrten. Die Postkutsche gestattet jedem Reisenden aber nicht mehr als fünfzig Kilo an Effecten mit sich zu führen, und so war er gezwungen gewesen, seine kostbaren Koffer einem Büffelfuhrwerk anzuvertrauen, das dieselben jedenfalls mit ganz merovingischer Langsamkeit nach dem Gr

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