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Der Schicksalsspeer Rätselhafte Macht im Hause Habsburg von Kronenberg, Jona (eBook)

  • Verlag: myMorawa
eBook (ePUB)
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Der Schicksalsspeer

Nachdem Barbaras Vater ermordet wird und sie alte Hefte, die ein historisches Geheimnis enthalten, in seiner Wohnung findet, wendet sie sich an Erich Zauder, den Leiter der Abteilung ... in der Nationalbibliothek in Wien. Ihre gemeinsamen Nachforschungen werden immer wieder von höheren Mächten behindert. Die 'Alpha-Omega'-Sekte, deren Ziel es ist den Armageddon-Krieg herbeizuführen, schreckt vor keinem Mittel zurück, auch nicht vor Mord. Kobi, ehemaliger Mossad-Mann und aktuell Mitglied der 'Achischana'-Bewegung unterstützt Barbara und Erich bei der Suche der Wahrheit hinter einem lateinischen, rätselhaften Text, den sie in den Katakomben der Peterskirche in Wien gefunden haben. Im Jänner 1889 wird Kronprinz Rudolf tot im Jagdschloss Mayerling aufgefunden, neben ihm seine ebenfalls tote Geliebte, Mary Vetsera. Die Todesursache ist bis heute geheimnisumwoben. Neun Jahre später wird die Mutter Rudolfs, Kaiserin Elisabeth, von einem italienischen Anarchisten in Genf ermordet. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt und wird elf Jahre später erhängt in seiner Zelle aufgefunden. Als Todesursache wurde Selbstmord festgestellt. Handelt es sich um Zufälle oder steht eine geheimnisvolle lenkende Macht dahinter? Welcher Zusammenhang besteht zwischen den geschichtlichen Morden und jenem an Barbaras Vater, gibt es eine Verbindung zum Schicksalsschwert, das bei jedem bedeutenden Ereignis in der Geschichte mit im Spiel war? Werden Erich, Barbara und Kobi das Rätsel lösen können und den Armageddon-Krieg verhindern können? Ein spannender und mitreißender Roman, der in der Vergangenheit und der Gegenwart spielt und den Leser bis zu dem erschütternden Ende in seinen Bann zieht.

Prof. Jona Kronenberg, international renommiert im Bereich der Ohrenchirurgie und der Gehör-Implantate; leitete über 20 Jahre die HNO-Abteilung im Krankenhaus Shiva in Israel. Veröffentlichte unzählige, weltweit anerkannte Fachpublikationen, gefragter Referent bei internationalen Fachkongressen. In seiner Freizeit widmet er sich dem Schreiben - zwei Kinderbücher, ein Reiseführer für Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990578667
    Verlag: myMorawa
    Größe: 726kBytes
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Der Schicksalsspeer

2. AM KAISERHOF

1868, Besuch in Ungarn

Ende Jänner 1868 fuhr Kaiserin Elisabeth auf Einladung der ungarischen Regierung mit dem Zug nach Ungarn. Der Himmel war klar und wolkenlos, die Sonne strahlte, war aber kraftlos und kam gegen den Morgennebel kaum an. Von den Eiszapfen an den Häusersimsen tropfte es. Als der kaiserliche Zug langsam in Budapest einfuhr, wurde er von einer großen Menschenmenge erwartet. Kinder in dicken Mänteln und mit Wollhauben auf dem Kopf, trippelten am Stand um ihre eisigen Zehen zu wärmen und winkten mit Fähnchen. Zu Ehren der Kaiserin war die gesamte ungarische Regierung mit dem Ministerpräsidenten Graf Gyula Andrássy an der Spitze angetreten. Alle trugen die traditionelle ungarische Kleidung mit den Auszeichnungen am silbernen und goldenen Dreiecksband. Kaiserin Elisabeth stieg, in einer Reiserobe gekleidet, aus dem Zug auf den für sie ausgerollten roten Teppich. Über dem Kleid trug sie einen weißen Nerzmantel und auf dem Kopf einen braunen Hut aus Kaninchenfell mit einer kurzen Straußenfeder. Die Kapelle spielte einen ungarischen Marsch und viele weiße Tauben wurden in die Freiheit entlassen. Ein sechsjähriges Mädchen in ungarischer Tracht und mit einer Haube mit fliegenden Quasten lief zur Kaiserin und überreichte ihr einen großen Strauß frischer Blumen. Elisabeth hob das Kind hoch, küsste es auf die Stirn und ein breites Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.

"Eljen Erz'bet, Eljen Sisi", rief ihr die Menge entgegen.

Elisabeth war auf Wunsch des Kaisers nach Ungarn gereist, um die Beziehungen zur ungarischen Regierung zu stärken.

Elisabeth hatte Andrássy auf einer ihrer vielen Reisen in Paris elf Jahre früher, 1857, kennengelernt. Andrássy befand sich damals im französischen Exil, nachdem ihn der Kaiser wegen Unterstützung des ungarischen Aufstandes 1848 in Abwesenheit zum Tode verurteilt hatte.

Ida Ferenczy, die Vorleserin und Ungarischlehrerin der Kaiserin, hatte damals das Treffen der Kaiserin mit Andrássy initiiert. Vier Jahre jünger als die Kaiserin, war sie für Elisabeth Freundin und Vertraute. Andrássy galt als der charmanteste Mann in Paris und war begehrter Gast in den Salons und Gesellschaften des Adels. Auf Grund der über ihm schwebenden Todesstrafe wurde er le beau pendu 1 genannt. Idas Erzählungen über Andrássy hatten Elisabeths Neugierde geweckt und sie wünschte ihn - trotz seiner dunklen Vergangenheit - kennenzulernen. Andrássy war groß und seine schwarzen Locken waren stets sorgfältig gekämmt. Unter dunklen buschigen Augenbrauen blitzten feurige kohlschwarze Augen. Er hatte eine Adlernase und einen drahtigen Bart. Mit seinen magyarischen theatralischen Umgangsformen beeindruckte Andrássy Elisabeth bereits bei ihrer ersten Begegnung. Sie trafen einander von da an auf jeder der häufigen Reisen, die Elisabeth unternahm, um der starren Etikette des habsburgischen Kaiserhofes zu entfliehen. Andrássy wurde nach Jahren begnadigt, kehrte nach Ungarn zurück und wurde erst stellvertretender Ministerpräsident und schließlich Regierungschef. Als es unter Ungarns Aufständischen wieder zu brodeln begann, überzeugte Andrássy die ungarische Regierung davon, dass Elisabeth der einzige Mensch war, der den Kaiser von seinem Wunsch abbringen könnte, Ungarn neuerlich zu annektieren. Die Erinnerung an die Unterdrückung des Aufstandes 1848 mit Hilfe der russischen Armee war den Ungarn noch sehr gegenwärtig und die Regierung war bereit, alles zu unternehmen, um neuerlichen Schaden an der endlich wieder aufkeimenden ungarischen Wirtschaft abzuwenden. Elisabeth reiste in dieser Angelegenheit noch oft nach Ungarn und traf bei jedem ihrer Besuche mit Andrássy in Gödöllö zusammen.

Das Schloss hatte die Ungarische Regierung dem Kaiserpaar anlässlich der Krönung zu König und Königin von Ungarn geschenkt. Es wurde als Krönungsgeschenk gewählt, weil man um Elisabeths Liebe zu der Landschaft um Gödöllö wusste. Die Ungarn brac

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