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Der Schlüssel nach Arvranna von Schnee, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Der Schlüssel nach Arvranna

Um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen, muss Holly nach Arvranna reisen. Dort angekommen wird sie jedoch gefangen genommen und an einen Menschenhändler verkauft. Nach Tagen der Qual kann der gut aussehende und verschlossene Krieger Ben sie retten. Holly spürt sofort eine tiefe Verbindung zu ihm, doch Ben entzieht sich ihr immer wieder. Denn Ben hütet ein furchtbares Geheimnis, das ihm verwehrt, jemals glücklich zu sein - (ca. 300 Seiten)

Katja Schnee wurde 1970 in Wilhelmshaven an der Nordesee geboren und lebt zur Zeit mit Kind und Hund in Sillenstede, einem kleinen Ort zwischen Jever und Wilhelmshaven. Sie war schon als Kind und später als Jugendliche vom Lesen und Schreiben begeistert und verfasste Kurzgeschichten um ihrer Fantasie Gestalt zu geben. Im Erwachsenenalter ging ihr dieses Hobby ein wenig verloren und wurde erst vor fünf Jahren von ihr erneut entdeckt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 03.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301221
    Verlag: LYX
    Größe: 992 kBytes
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Der Schlüssel nach Arvranna

Haydan Sol Ben Krain - Mein Leben ist der Tod

Dutzende schwarze Krähen überflogen die Ebene. Sie hielten Ausschau nach leichter Beute und kreisten über den Köpfen der Aufräumgruppen.

Die Beendigung der Kämpfe gab den Siegern dieser Schlacht jedoch keine Zeit zum Ausruhen oder Feiern. Die Kämpfer der zwei verfeindeten Heere hatten sich zurückgezogen, um sich neu zu formieren. Viele betrauerten die Gefallenen, andere versorgten kleinere Wunden an ihren unsterblichen Körpern. Es hatte erneut wahre Opfer gegeben in diesem Krieg. Kämpfer, die nie mehr zurückkehren sollten in die Reihen ihrer Kameraden.

Haydan schritt über das Feld und suchte nach seinem Bruder. Dorian war getötet worden, und nun lag es an ihm, ihn nach Hause zu bringen. Sein Herz war schwer von der Trauer und der unstillbaren Wut auf ihre Feinde.

Endlich, nach über einer Stunde kam er zu der Stelle, an welcher Dorian von den Nargs überrannt worden war. Tolan, der beste Freund seines Bruders, war ihm voraus geeilt und kniete bleich und fassungslos auf der blutgetränkten Erde und ließ seinem Zorn freien Lauf. Haydan starrte stumm auf das Schlachtfeld, sein Kopf war leer gefegt und er verspürte eine Hilflosigkeit, die er so nie wieder erleben wollte. Bald kamen andere zu ihnen, und gemeinsam bargen sie den Toten und trugen ihn zurück zu ihrem Zelt. Niemand wagte es, sie anzusprechen oder auch nur anzusehen. Jeder im Lager wusste um diesen großen Verlust, und alle Krieger trauerten mit dem Clan der Sol Ben Krain.

"Wozu sind wir unsterblich, wenn diese Nargs uns doch so einfach töten können?"

"Ich weiß es nicht, Tolan, jedoch werde ich für Dorian heute Nacht ein Massaker unter den Nargs anrichten. Kein Feind nimmt mir ungestraft meinen Bruder und erblickt das Licht des nächsten Tages!"

"Ich werde an deiner Seite sein, Haydan, auch wenn wir in den letzten Jahren keine guten Freunde mehr waren. Nicht, seitdem ..."

Haydan unterbrach den anderen Krieger mit einem eisigen Blick.

"Lass es gut sein, Tolan. Ich werde an deiner Seite kämpfen, allerdings können wir beide nie wieder Freunde sein. Nicht nach deinen Worten vorhin auf dem Schlachtfeld, und nicht nach dem was vor über sechzig Jahren hier geschah."

"Haydan."

"Nicht jetzt. Meine Familie trauert. Schließ dich uns an oder geh deiner Wege. Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld wieder."

Sie erreichten das Lager und brachten Dorian ins Zelt der Heiler. Tolan stellte sich stumm in eine Ecke und hielt Totenwache für seinen Freund. Nach und nach trafen andere Mitglieder des Clans Sol Ben Krain ein. Draußen vor dem Zelt versammelten sich die Kämpfer aus Dorians Gefolge und erwiesen ihrem Anführer die letzte Ehre. Ein dunkler Schatten legte sich auf die Herzen der gestandenen Männer und Frauen. Sie alle wussten, wie verlustreich der Kampf gewesen war, obwohl sie das Schlachtfeld als Sieger verließen. Niemand würde heute diesen Sieg bejubeln oder über die Ebene gehen, um die Kriegsbeute einzusammeln.

Viele der Krieger waren des Kämpfens müde und hinterfragten bereits den Sinn ihres täglichen Einsatzes. Gab es nicht noch etwas anderes hinter dem Horizont blutiger Schlachten und zermürbender Wachen an den Grenzen? Die Krain konnten an diesem Abend keine Hoffnung mehr sehen, und so verfielen die Männer in tiefes Schweigen, während sie ihren trüben Gedanken nachhingen.

Sie wussten nicht mehr genau, wann dieser Krieg begonnen oder von welcher Seite er ausgegangen war. Jeder von ihnen handelte auf Befehl des jeweiligen Herrschers, und alle kämpften gemeinsam bis zum bitteren Ende. Auge um Auge.

Für jeden der ihren, den die Dämonen töteten, nahmen sie bittere Rache. Ein endloser Krieg, den niemand gewinnen konnte. Ein Kreislauf aus Kampf und Tod für den König und das Land, bis keiner mehr da sein würde, der sie betrauerte.

Die Nacht brach herein und der letzte Kampflärm verstummte. Es wurde still, se

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