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Der Schrei des Phönix von Rothenfels, Sabine Gräfin von (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Der Schrei des Phönix

Noch könnte ich umkehren. Doch wo sollte ich hin? Zum wem sollte ich zurückgehen? Die Menschen die mich lieben kommen auch ohne mich zurecht. Die Menschen die mich nicht lieben werden mich nicht vermissen. Tiefer geht es hinab. In den Schlund der Erde. Noch einmal nehme ich etwas aus der Tasche. Mein Testament. Ich vermache all meinen Besitz meinen Eltern. Bestimme meine Grabinschrift. Eine Gedenktafel. Mein Körper wird zu Asche verbrennen und auf ewig im Bauch des Vulkans ruhen. 'Hier gedenken wir Rebecca. Gezeugt in einer kalten Winternacht. Geboren im Herbststurm. Gelebt in der Hitze des Sommers. Gestorben an Frühlingssehnsucht. Ihr gebrochenes Herz hört auf zu schlagen und vergibt euch.' Ich bin am Ziel. Hier pocht das Herz des Feuers. Flüssige Erde. Ich nehme die Atemmaske ab. Ich bin Phönix, der Feuervogel! Die Sonne um die sich die Erde dreht. Die brennende Flamme die zum Himmel aufsteigt um mit neuem prächtigem Gefieder zurückzukehren. Du hast versucht mich zu zerschmettern, mich zu einem elenden Häufchen Asche verbrannt. Doch aus dem Staub bin ich wieder geboren, schöner und stärker als je zuvor. Ich bin Phönix und mein Schrei bleibt nicht ungehört auch in der dunkelsten Nacht! Aus dem Feuer wurde ich geboren, ins Feuer kehre ich zurück. Lebe wohl du schnöde Welt, lebe wohl, du meine Liebe! Gräme dich nicht um Phönix, ich werde zurückkehren - wieder geboren aus den Flammen. So wie die Sonne jeden Morgen aus der Dunkelheit wieder geboren wird. Es ist leicht. Einfach fallen. Fallen und am Ende die flirrende Hitze, Feuer und glühende Lava. Lava die mich umschließt und völlig in sich aufnimmt. Ich werde flüssiges Feuer, tanzende Glut. Alles verbrennt. Die Erinnerung, der Schmerz und selbst dieser Gedanke. ENDE und ANFANG zugleich... Sabine Hildegard Gräfin von Rothenfels wurde 1967 als einzige Tochter von Meinhard Leonhard und Renate Barbara am bayerischen Stammsitz der Familie geboren, wo sie noch heute lebt. Bürgerlicher Beruf: Betriebswirtin; Interessen: Kunst und Kultur, Reisen, Lesen und das Schreiben natürlich... Informationen und Leseproben finden Sie auf der Autorenhomepage: www.graefinvonrothenfels.de.tl

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 416
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847682189
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 776 kBytes
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Der Schrei des Phönix

Kapitel 1 - Ex

Dieser verfluchte Mistkerl hat mir sieben Jahre gestohlen. Die besten Jahre. Als ich ihn kennenlernte war ich gerade süße 21 Jahre alt geworden. So jung. So naiv. Ich fiel auf diesen Blender rein. Er hat mir vorgemacht dass er der Beste und Zielstrebigste ist. Dass wir eine glitzernde Zukunft haben würden. Diese Mistmade!

Er hat mich betrogen mit dieser polnischen Hure! Und dann hat er auch noch beschlossen diese geldgierige Schlampe zu heiraten! Mann - muss die gut blasen. Ich hoffe sie nimmt ihn aus wie eine Weihnachtsgans!

Ich habe meinen Ex-Freund geliebt oder es wenigstens für Liebe gehalten. Immerhin habe ich Pläne gemacht für eine gemeinsame Zukunft. Er allerdings hat mich zum Schluss wie einen Gegenstand behandelt. Mich als selbstverständlich betrachtet aber nicht wichtig.

Er hat sich gern mit mir der hübschen, klugen, selbständigen Frau geschmückt wenn ihm danach war. Ansonsten hatte ich ruhig und bescheiden zu Hause zu sitzen während er seine Freiheit genoss.

Der sexuelle Teil hatte eigentlich immer zwischen uns gestimmt. Unsere körperliche Nähe war durchaus von Leidenschaft geprägt. Ich erinnere mich an eine Nacht in der wir tatsächlich sieben Mal (!) Sex hatten.

Freilich hatte ich nicht viele Erfahrungen in diesem Bereich, er war erst der zweite Mann für mich. Doch im Vergleich zu meinem ersten richtigen Freund schien mir unser Liebesleben sehr in Ordnung. Ich fühlte mich befriedigt und begehrt.

Ansonsten hat er mich nie wirklich ernst genommen. Er hat mir nie gesagt dass er mich liebt. Er hat auch nie vorgehabt mich zu heiraten, ein Haus zu bauen oder dergleichen - was man so als Zukunftspläne für ein Paar bezeichnet. Meine Wünsche und Gefühle waren ihm herzlich gleichgültig. Allein sein Wohlbefinden war in der Beziehung wichtig gewesen. Dann hatte er mich betrogen. Ich wusste es zuerst nicht, ich fühlte es nur. Ich konnte die andere förmlich an ihm riechen. Und das war absolut unverzeihlich. Etwas was ich nicht vergeben konnte und wollte.

Den Schlussstrich zog ich, zumindest geistig nur für mich, bei einer Sommerparty. Bei der Feier fungierte mein damaliger Freund als DJ und ignorierte mich den ganzen Abend total. Ich war wirklich total sauer über sein Verhalten. Ich hatte genug davon wie er sich aufführte. Genug von seiner Missachtung. Dazu kam dieses Gefühl nicht mehr die Einzige für ihn zu sein. Noch hatte ich keinen Beweis für seine Untreue doch konnte ich ihm nicht mehr vertrauen.

Da bin ich tatsächlich am Lagerfeuer mit ein paar netten Jungs ins Gespräch gekommen. Und diese jungen Männer nahmen mich gar nicht für selbstverständlich sondern durchaus für bemerkenswert. Besonders einer schien nicht nur nett und intelligent sondern auch sehr an mir interessiert zu sein.

Das war der entscheidende Punkt gewesen. Ich hatte erkannt dass es durchaus auch noch andere Männer gab. Männer die mich mit Respekt behandelten. Dass die Art und Weise wie mein Freund mit mir umging schlicht unakzeptabel war. Das war mir plötzlich ganz klar.

Bis ich dann tatsächlich den endgültigen Schlusspunkt setzte und meinen Wohnungsschlüssel von ihm zurück verlangte dauerte es noch fast zwei Wochen. In diesen Tagen kühlte die Beziehung, auch von seiner Seite aus, merklich ab. Er hatte so gut wie keine Zeit mehr für mich und das war mir mehr als recht.

Ich war noch nie sehr konfliktfreudig. Mir hatte vor der Auseinandersetzung gegraut. Schließlich wischt man mehr als sieben Jahre Beziehung nicht so einfach weg. Da schlug einfach mein stoisches norddeutsches Erbe durch.

Ich bin die Tochter einer Spanierin und eines echten Hamburgers.

Groß, blond und jene tiefgründigen dunkelblauen

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