text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Sommer der Inselschwestern Roman von Mallery, Susan (eBook)

  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)

8,99 €1

3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Sommer der Inselschwestern

Drei Schwestern nennt man die Häuserzeile auf Blackberry Island, und spontan kauft die junge Kinderärztin Andi das letzte Häuschen. Nach einer schweren Enttäuschung braucht sie dringend ein Heim für Herz und Seele. Was sie nicht nur im Haus, sondern vor allem bei ihren beiden neuen Nachbarinnen Deanna und Boston findet. Die zwei Frauen zeigen Andi: Wenn die Straße des Lebens holprig ist, braucht man dringend Freundinnen! Besonders, wenn eine unerwartete Liebe alles durcheinander zu bringen droht ...????? 'Eine herzerwärmende Geschichte über tiefe Gefühle und die heilende Kraft von Frauenfreundschaften.' Library Journal 'Ein offener, ehrlicher Blick in Familienwirren, zu denen Tragödien und Krisen führen [...] sollte auf jeder Leseliste unter den ersten zwanzig stehen.' Fresh Fiction 'Susan Mallery ist ein wunderbarer, niemals kitschiger Roman über Freundschaft, Familie und Verzeihen gelungen.' Für Sie über 'Wie zwei Inseln im Meer'

In ihren Romanen gelingt es Susan Mallery immer wieder, große Gefühle mit tiefgründigem Humor zu kombinieren. Ihre außerordentlichen Charaktere leben in der Fantasie des Lesers weiter. Die Bestsellerautorin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Seattle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676465
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 2929 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Sommer der Inselschwestern

1. KAPITEL

Am Altar stehen gelassen zu werden, ist nichts für schwache Nerven. Abgesehen von Demütigung und Schmerz gibt es auch logistische Dinge zu bedenken. Wenn ein Mann einen vor dreihundert Freunden und Verwandten - ganz zu schweigen von beiden Müttern - alleine stehen lässt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich auch keine Gedanken um die Kleinigkeiten macht, etwa die Geschenke zurückzuschicken und den Partyservice zu bezahlen. Was erklärte, warum Andi Gordon drei Monate nach dieser Erfahrung ihre gesamten Ersparnisse in ein Haus steckte, das sie erst zweimal gesehen hatte - und das in einem Ort stand, den sie nur für zweiundsiebzig Stunden besucht hatte.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Andi hatte beschlossen, beides zu tun.

Nachdem sie die Papiere unterschrieben und die Schlüssel abgeholt hatte, fuhr sie den Hügel zum höchstgelegenen Punkt von Blackberry Island hinauf und betrachtete das Haus, das sie gerade gekauft hatte. Es gehörte zu den "Drei Schwestern", drei wunderschönen Häusern im Queen-Anne-Stil, die zur Jahrhundertwende erbaut worden waren. Laut dem Makler war das linke Haus perfekt restauriert worden. Die Eiscremefarben spiegelten den Stil und die Mode des Baujahres wider. Selbst der Garten entsprach eher dem klassischen englischen Stil als der lockeren Art des Pazifischen Nordwestens. Ein Mädchenfahrrad lehnte an der Veranda und wirkte irgendwie modern und fehl am Platz.

Das rechte Haus war ebenfalls restauriert worden, doch mit weniger Beachtung der zur Bauzeit passenden Details. Die in Schiefergrau gestrichenen Rahmen umgaben Buntglasfenster, und im Vorgarten stand die Skulptur eines Vogels, der sich in die Lüfte erhob.

Im überwucherten Vorgarten des Hauses in der Mitte steckte immer noch das Zu-verkaufen-Schild. Abgesehen von Baustil und Größe hatte Andis Haus wenig mit seinen Schwestern gemein. Fehlende Schindeln auf dem Dach, abblätternde Farbe, herausgebrochene Fenster - alles an ihm zeugte von Vernachlässigung und Gleichgültigkeit. Wenn es sich nicht um ein historisches Gebäude gehandelt hätte, wäre es schon vor Jahren abgerissen worden.

Andi hatte die Offenlegung des Verkäufers gesehen, in der alle Makel des Hauses aufgelistet waren. Die Liste war seitenlang und führte alle großen Probleme auf - von der überholungsbedürftigen Elektrik bis zu den nicht funktionierenden Rohrleitungen. Der Bauinspektor, den Andi angeheuert hatte, um sich das Haus anzusehen, hatte auf halbem Weg aufgegeben und ihr das Geld zurückgegeben. Dann hatte der Makler versucht, ihr ein zauberhaftes Apartment mit Blick über den Jachthafen zu zeigen.

Doch Andi hatte sich geweigert. Sie hatte in der Sekunde, in der sie das alte Haus zum ersten Mal gesehen hatte, gewusst, dass es genau das war, wonach sie suchte. Es war einst voller Versprechen gewesen. Zeit und Umstände hatten zu seinem jetzigen Zustand geführt - ungeliebt und im Stich gelassen. Sie brauchte keinen Abschluss in Psychologie, um zu verstehen, dass sie sich selbst in diesem Haus sah. Sie wusste um ihren Irrglauben, dass, wenn sie das Haus in Ordnung brächte, sie auch sich und ihr Leben in Ordnung bringen würde. Aber etwas zu wissen und es zu tun - oder in ihrem Fall, es nicht zu tun - war nicht das Gleiche. Ihr Kopf mochte ihr aufzeigen, dass das hier ein riesengroßer Fehler war, aber ihr Herz hatte sich bereits verliebt.

Angesichts ihrer kürzlich in aller Öffentlichkeit zerbrochenen Verlobung kam es ihr wesentlich sicherer vor, sich in ein Haus zu verlieben als in einen Mann. Wenn das Haus sie vor dem Altar stehen ließe, könnte sie es wenigstens bis auf die Grundmauern niederbrennen.

Als sie jetzt vor der dreistöckigen Katastrophe parkte, lächelte sie. "Ich bin hier", flüsterte sie und gab sich und dem Haus ein Versprechen. "Ich werde dich in neuem Glanz erstrahlen lassen."

Die letzten drei Monate waren ein Albtraum aus Logistik und Schu

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen