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Der Stern der Weisen Novelle von Krieger, Werner (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Stern der Weisen

Dieses Buch ist tatsächlich eine Reise zu einem anderen Stern. Aber nicht das, was man sonst üblicherweise von solchen Reisen lesen kann oder erwartet. Dieser Stern der Weisen hatte eine schlimme Vergangenheit. Eine Katastrophe vor einigen hundert Jahren vernichtete 90% der dortigen Menschen. Die wenigen Überlebenden hatten aus den Fehlern ihrer Vorfahren lernen müssen und bauten eine neue Welt auf. Ohne Geld, ohne Werte, ohne Zwang. Eine friedliche Welt, die trotz - oder besser gesagt: wegen der einfachen Lebensführung, glückliche und zufriedene Menschen hervorbrachte. Alle arbeiten, aber niemand wird bezahlt oder belohnt. Und trotzdem - besser gesagt: wegen der Freiheit und des Fehlens von falschen Werten, sind die Menschen glücklich. Die Menschen haben alles, was sie zum Leben brauchen, aber niemand ist reich und niemand kann sich auf Kosten anderer bereichern. Die Zeit vor der Katastrophe wird als ein ziemlich genaues Ebenbild unserer Gesellschaft von heute dargestellt. Die Menschen waren unglücklich, missgünstig und gestresst. Das Buch ist keine Fantasiegeschichte im üblichen Sinn, sondern ein Buch zum Nachdenken. Es führt den Leser zum Verstehen, warum es bei uns so viele Probleme, so viele unglückliche und unzufriedene Menschen gibt. Ein Buch, das es Wert ist zu lesen. Man wird über manchen Dinge, die wir auf unserem Stern als normal und selbstverständlich betrachten, zum Nachdenken angeregt.

Werner Krieger, geboren 1938 in Regensburg, lebt mit seiner Frau seit 1989 in Neuseeland. Erst hier, mit über 60 Jahren, begann er, schriftstellerisch tätig zu werden. Bisher sind drei Sachbücher erschienen: "Yin und Yang richtig verstehen" - "Besteht Materie ewig?" - "Das astronomische Horoskop". Ferner die Novellen und Romane: "Ein keltischer Traum" . "Die Tochter der Wildkatze" - "Der Stern der Weisen" -"Papa Kurt" - "Bis der Tod uns scheidet"- "Geschichten aus der Seele" - "Die schwarz-weisse Insel" - "Die Reise nach Neuseeland". Auch mehrere Kurzgeschichten, die jedoch nur als E-Buch erhältlich sind.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 12.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738674552
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 268 kBytes
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Der Stern der Weisen

Wir hatten nun sehr viel Arbeit zu verrichten während der Erntezeit. Das Obst und die Nüsse fielen von den Bäumen und alles musste aufgesammelt und in die Lagerräume gebracht werden. An den Abenden waren wir alle sehr müde und unsere Gespräche, die wir sonst immer an den Abenden vor dem Schlafengehen hatten, blieben nun aus. Es wurde jetzt auch viel früher finster. Wir gingen deshalb todmüde kurz nach dem Abendessen ins Bett und ich schlief immer sehr schnell ein.

Das Wetter wurde nun jedem Tag kälter und wir hatten unserer Kleider herausgeholt, denn es war nun sehr schnell viel zu kalt geworden, um noch nackt herumzulaufen. Es war nach so langer Zeit sehr ungewohnt, in Kleidern zu sein. Aber nach einigen Tagen hatte ich mich daran gewöhnt, so wie ich mich anfangs daran gewöhnt hatte, keine Kleider zu tragen.

An einem der Abende, als wir gerade nicht ganz so erschöpft und müde waren, dass wir gleich ins Bett gingen, unterhielten wir uns über die Kleider und wie sie gemacht wurden. Man erzählte mir, dass sie die Wolle der Kühe verarbeiteten und mit einer Pflanzenfaser mischten, die sie aus einem bestimmten Baum relativ einfach gewinnen konnten. Viele Frauen machten gerne diese Arbeiten und konnten auch weben mit einem einfachen Webrahmen, den man in den Türstock hängte. Überzählige Stoffe wurden natürlich - wie alle anderen Waren auch - auf den Markt gebracht, damit solche Menschen, die nicht so fingerfertig waren, sich damit bedienen konnten. Die meisten Frauen nähten die sehr einfach geschnittenen Kleider für sich und die Familie selber. Aber auch einige Männer hatten Freude am Schneidern. Es schien so, dass hier zwar Männer und Frauen im Großen und Ganzen verschiedene Aufgaben erfüllten, aber die Aufgabenteilung war nicht absolut strikt. Jeder machte das, was er oder sie am besten konnte und es ergab sich ganz von selbst, dass bestimmte Arbeiten besser von Männern und andere Arbeiten besser von Frauen gemacht werden konnten. Trotzdem gab es nicht ausgesprochene Männer- oder Frauenarbeiten.

Mino hatte auch für mich eine Hose genäht und ein sehr einfaches Hemd. Auch wenn es geringfügige Unterschiede in der Kleidung gab, so waren doch die Unterschiede so gering, dass es nicht sonderlich auffiel und eigentlich Jeder mehr oder weniger dasselbe trug. Ich empfand es als sehr wohltuend, dass man sich nicht so viel um die Kleidung kümmern musste und dass auf diese Weise auch tatsächlich Jeder gleich war. Das sagte ich auch meinen Freunden und Mino musste bei meiner Feststellung wieder lachen, denn sie erinnerte sich an unser Gespräch über den Bürgermeister, der seine Wichtigkeit mit guten Kleidern und der Kette demonstrieren musste.

"Trägt denn bei euch ein angeblich wichtiger Mensch denn immer eine Kette mit sich herum?" fragte sie. "Das stelle ich mir nun wirklich sehr unpraktisch und hinderlich vor."

"Nein, es kommt drauf an, welche Wichtigkeit der betreffende Mensch hat."

Da machten Mino und Sinuhoi ganz große Augen.

"Also nun mal bitte ein wenig langsam, wir können dir jetzt bei deiner Erzählung, glaube ich, nicht mehr ganz folgen. Wir haben zwar schon verstanden, dass es bei euch Menschen gibt, die sich als wichtiger als andere betrachten. Aber nun sprichst du von verschiedener Wichtigkeit. Also das versehe ich wirklich nicht."

"Ach, da habe ich ein schwieriges Thema angefangen!" sagte ich ein wenig verzagt. "Ich weiß nämlich wirklich nicht, wie ich euch das alles erklären soll, denn bei euch ist das ja ganz anders. Mit der verschiedenen Wichtigkeit meine ich die verschiedenen Lebensbereiche oder Berufe. Ich habe ja schon von dem Bürgermeister gesprochen. Aber es gibt andere Führer und wichtige Lehrer in Schulen und in den weiterführenden Schulen und Universitäten. Das sind alles Abstufungen der Ausbildung. Und dann gibt es noch viele Organisationen, die Polizei, das Militär und sogar die Kirchen. Alle diese Organisationen haben jemand an ihrer Spitze, ein

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