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Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß Roman von Jacob, Antonia H. (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß

Turbulent, charmant und romantisch: die rasante Komödie 'Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß' von Antonia H. Jacob jetzt als eBook bei dotbooks. Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber schlimmer als das, was Sandra passiert, kann es kaum kommen. Sie hat die Urne ihres Vaters im Kofferraum eines Mietwagens vergessen. Leider bemerkt sie dieses kleine Missgeschick erst, als sich der Wagen bereits mit Sandras Vater auf dem Weg nach Berlin befindet. So lernt sie den sympathischen Studenten Tom kennen und bittet ihn, sie bei etwas ganz Besonderem zu unterstützen: die letzten Wünsche ihres Vaters zu erfüllen - wenn auch post mortem. Zumindest denkt sie das, denn was Sandra nicht weiß: Ihr Vater mischt auch aus dem Jenseits noch ordentlich mit und hat seine Finger bei so allerhand im Spiel ... Jetzt kaufen und genießen: 'Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß' von Antonia H. Jacob. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Antonia H. Jacob, geboren 1968, war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Aachen als Projektleiterin, Account Managerin und Geschäftsführerin beschäftigt. Seit 2005 ist sie als selbständige Unternehmensberaterin und Interim-Managerin mit den Schwerpunkten Marketing und Vertrieb tätig. Antonia H. Jacob lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Vaals, dem 'niederländischen Vorort' von Aachen. Bei dotbooks veröffentlichte Antonia H. Jacob bereit den Roman 'Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 209
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955207328
    Verlag: dotbooks
    Größe: 392 kBytes
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Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß

2

Der Pfarrer war nicht wirklich begeistert von meiner Nachricht.

"Frau Salomon", sagte er barsch. "Ich will mich ja nicht einmischen und es geht mich auch eigentlich nichts an, aber Ihr Vater muss doch, mit den heiligen Sakramenten versehen, beigesetzt werden. Und das selbstverständlich in der dafür vorgesehenen Frist. Sie machen sich strafbar, das wissen Sie. Und streng genommen bin ich verpflichtet, das zu melden."

"Ja, Herr Pfarrer. Ich weiß", sagte ich und gab mich reumütig.

"Ich werde es Ihnen erklären. Ehrlich. Nur nicht jetzt. Geben Sie mir bitte noch etwas Zeit. Ich melde mich bei Ihnen, wenn ich absehen kann, für wann wir einen neuen Termin ansetzen können."

Nach dem Telefonat mit dem Pfarrer legte ich mich in die Liege auf meinen kleinen Balkon. Nordseite. Bei dem Wetter ausnahmsweise mal ein Segen. Ich konnte mir in etwa ausmalen, was jetzt im Dorf los sein würde. Wahrscheinlich rief der Pfarrer als erstes den Küster an, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Schützenbruderschaft war. Damit war gewährleistet, dass sich die Kunde des abgesagten Begräbnisses innerhalb von Minuten wie ein Lauffeuer im Ort verbreiten würde. Soweit ich wusste, war so etwas wie ein kleines Staatsbegräbnis geplant. Einer der Dorfoberen hatte sich telefonisch bei mir erkundigt, ob es gewünscht sei, dass der Kirchenchor, der Musikverein, die freiwillige Feuerwehr, der Trommlerkorps und die Schützenbruderschaft meinem Vater die letzte Ehre erweisen würden. Ich wohnte seit meinem 20. Lebensjahr, also mehr als die Hälfte meines Lebens, in der Stadt und hatte mich von den Gepflogenheiten des Dorflebens weit entfernt. Eine stille Zeremonie im engen Kreis hätte ich favorisiert. Aber ich wusste, dass Papa sich über solch einen Abschied gefreut hätte.

Auch wenn er in seiner Jugend mehr oder weniger unfreiwillig in das Dorf, in dem er aufgewachsen war, zurück gezogen war, so hatte er mit dem Leben dort seinen Frieden geschlossen. Er war eingebunden in die Gemeinschaft. Er wurde geachtet, geschätzt, gemocht. Er nahm Anteil am Dorfgeschehen und stand mit Rat und Tat zur Seite, wenn er gefragt wurde. Den Mörtel und die Klinkersteine für den Neubau des neuen Schießstandes hatte er genauso gespendet wie eine stattliche Summe für die Restaurierung der Kirchenorgel. Als Schirmherr des Dekanatsschützenfestes wurde er, Orden behangen, in einem schwarzen Cabrio durch das Dorf gefahren, was er nicht ohne Stolz, über sich ergehen ließ.

Besonders gerne sagte er zu, wenn man ihn um einen künstlerischen Beitrag bat. Ich erinnere mich noch an meine Besuche als kleines Mädchen in der Halle des Autohauses, in dem alljährlich die Weihnachtskonzerte des Musikvereins stattfanden. Mein Vater stand dort, Wochen zuvor, Abend für Abend auf der Leiter und malte die weihnachtliche Kulisse auf einer riesigen Leinwand: Im Vordergrund die heilige Familie in schlichten, pastellfarbenen Gewändern mit in der Mitte ein etwas zu proper geratenes Jesuskind. Daneben die drei Könige in farbenprächtigen Kostümen, deren Taschen mit Gold und Münzen gefüllt waren. Im Hintergrund die schneebedeckte Hauptstraße unseres Dorfes, auf der ein Hirte mit seinen Schafen nahte, der dem Stern folgte, und hoch über allem schwebend, in goldenes Licht getaucht und in ein weißes Gewand gehüllt, der Erzengel Gabriel.

Papa hatte Architekt werden wollen. Oder Maler. Oder beides. Ein Leben für und mit der Kunst war sein Traum gewesen. Drei Tage nach seinem bestandenen Abitur hatte er die Tasche gepackt und war mit dem Zug nach Berlin gereist. Seine Tante Martha hatte ihn in einem Brief dorthin eingeladen. Einen Monat später

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