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Der Teufel lockt mit roten Rosen von Freiheit, Egon F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.08.2016
  • Verlag: Egon F. Freiheit
eBook (ePUB)
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Der Teufel lockt mit roten Rosen

Eine verwitwete junge Frau gerät u?ber ein Lockinserat im Internet an einen Herzensbrecher, der ihr Zärtlichkeit gibt und eine glu?ckliche Zukunft verspricht. Sie verfällt ihm bedingungslos und vermacht ihm – in einem Rausch von Liebe und Leidenschaft – all ihr Vermögen. Fu?r den Geliebten trennt sie sich sogar von ihrer 13-jährigen Tochter Judith und steckt sie gegen deren Willen in ein Internat in den Alpen – nicht ahnend, dass der neue Mann in ihrem Leben zu einer gefährlichen Sekte gehört, die das Schullandheim betreibt.

Judith erkennt die Gefahr und versucht verzweifelt, ihre Mutter zu warnen. Auf der Flucht vor der Sekte gerät die 13-jährige in eine gewaltige Naturkatastrophe. In einer dramatischen Rettungsaktion finden zwar Mutter und Tochter wieder zusammen – doch der Frau gelingt es nicht, sich aus den Fängen des Hochstaplers zu befreien. Sie erkennt, dass nur sein Tod ihr Frieden bringen kann. Doch die grenzenlose Mutterliebe ihrer Tochter fu?hrt zu einer u?berraschenden Wende.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 162
    Erscheinungsdatum: 10.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961340033
    Verlag: Egon F. Freiheit
    Größe: 246kBytes
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Der Teufel lockt mit roten Rosen

1. Ein Brieffreund aus dem Internet

D ie Frau sah nicht den Mann, sie hörte nicht seine Schritte, sie spürte nicht seine Blicke. Das Duschwasser strömte in einem kräftigen Strahl über ihren Körper. Es nahm ihr die Sicht, sein Rauschen übertönte alle anderen Geräusche. Der Duft ihrer Seife verwöhnte die Sinne.

Wohlig streckte sie sich dem Duschkopf entgegen. Sie genoss den Augenblick. Noch eine, noch zwei Minuten – dann trat sie heraus aus dem gekachelten Halbrund der Dusche und zog ihr weißes Handtuch von einem Kleiderhaken.

Sie war groß, schlank, hatte pechschwarzes langes Haar und feste Brüste.

Der Voyeur, der von der steinernen Terrasse aus neugierige Blicke durch das geöffnete Fenster des Badezimmers geworfen hatte, konnte sich nur schwer losreißen. Er schlich rückwärts zur mannshohen Gartenhecke, die das Grundstück uneinsehbar von den Nachbargärten trennte. Der Mann bewegte sich lautlos – vorbei an bunten Ziersträuchern und einem Blumenbeet bis zum großen Terrassenfenster des Wohnzimmers. Er schaute nur flüchtig in den bürgerlich eingerichteten Wohnraum des schmucken Einfamilienhauses, in dem sich ein Mädchen mit langem schwarzen Haar in eine Couchecke drückte. Auf seinen Knien hielt es ein Fotoalbum. Das Kind war versunken in die Betrachtung der Aufnahmen.

Langsam blätterte es Seite für Seite um, als könnte ihm sonst ein Detail entgehen: das Hochzeitsfoto seiner Eltern, eine Urlaubsreise, Ausflüge ans italienische Mittelmeer. Seine Mutter schwanger in den Armen ihres Mannes. Dann das Baby mit seinen Eltern in einem Garten; erste Bauarbeiten auf einem Grundstück, der Rohbau und das Kind in der Haustür unter dem Baugerüst. Schließlich das Richtfest und die glücklichen Eltern mit ihrer Tochter vor dem fertiggestellten Haus. Zwei Blätter weiter das Mädchen beim Spielen im Garten – und glücklich in Vaters Armen. Unter der Aufnahme waren sechs Worte geschrieben: "Judith und Papa – für immer unzertrennbar."

Die nächsten Seiten waren leer, kein Foto, kein Text – als hätte es die nächsten Jahre nicht gegeben. Schließlich ein wunderschönes Porträt des Vaters mit Geburts- und Todesdaten. Ein Blatt weiter dasselbe Kind, neunjährig, allein mit seiner Mutter vor dem Haus – ernster als auf allen anderen Fotos; schließlich das Kind mit einem Mischlingswelpen auf dem Arm.

Das Mädchen auf den Fotos war inzwischen 13 und saß jetzt auf der Couch. Die jüngste Aufnahme schaute sich Judith besonders lange an. Den kleinen Hund hatte ihre Mutter ihr geschenkt, damit sie über den Tod des geliebten Vaters besser hinwegkäme. Das lag nun vier Jahre zurück.

Die 13-jährige hörte die Rufe ihrer Mutter. Sie klappte das Album zu und erhob sich von der Couch.

Der Mann im Dunkeln flüchtete vorsichtig zur eisernen Gartenpforte. Dann trat er selbstbewusst auf den Bürgersteig, als sei er es, der das schmucke Einfamilienhaus bewohnt.

Der heimliche Besucher trug einen leichten, zweireihigen Sommeranzug über einem weißen Hemd, das seine gebräunte Haut betonte. Sein Haar war silbern, sein Gang leichtfüßig, sein Alter um die 45 Jahre.

Er öffnete die Tür seines frisch gewaschenen schwarzen Porsche-Cabrios, ließ den Motor an und schloss das Verdeck.

Drohende Gewitterwolken zogen auf, die Straßenbeleuchtung tauchte das weiße Haus in ein gespenstisches, geheimnisvolles Licht.

Im Schritttempo fuhr der Voyeur davon. Seine teure Armbanduhr zeigte ihm an: noch eine Stunde Zeit bis zum Rendezvous.

Judith betrat das Schlafzim

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