text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Tod ist schwer zu überleben Roman von Niedlich, Sebastian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.11.2018
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

5,99 €1

0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Tod ist schwer zu überleben

Gestorben wird immer, aber selten so vergnügt: 'Der Tod ist schwer zu überleben' von Bestsellerautor Sebastian Niedlich jetzt als eBook bei dotbooks. Es gibt Traumjobs. Es gibt Höllenjobs. Und es gibt den Job, vor dem sich Martin bisher erfolgreich gedrückt hat - denn eigentlich soll er Nachfolger seines besten Freundes werden, dem leibhaftigen Tod. Stattdessen gibt es nun plötzlich andere Kandidaten für den Job, zu denen eine mordlustige Studentin, ein liebenswerter Pazifist und eine trinkfeste Russin gehören. Aber ist einer von ihnen die richtige Wahl? Während das natürliche Gleichgewicht zwischen Leben und Tod immer mehr aus den Fugen gerät, muss Martin sich die Frage stellen, ob er sich wirklich vor seiner Verantwortung drücken darf. Und noch dazu findet er heraus, dass ein Mensch, den er über alles liebt, vielleicht bald sterben muss - und das muss er unter allen Umständen verhindern! Darf man sich über das Ende des Lebens amüsieren? Comedy-Autor Sebastian Niedlich ist ein Meister darin, seine Leser zum Lachen zu bringen - und erzählt trotzdem bewegende Geschichten, die lange in Erinnerung bleiben. Jetzt als eBook kaufen und genießen: In 'Der Tod ist schwer zu überleben' erzählt Sebastian Niedlich endlich, wie die Geschichte des Bestsellers 'Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens' weiter geht. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag. Sebastian Niedlich, 1975 in Berlin geboren, war zum Zeitpunkt seiner Geburt schriftstellerisch untätig und nahm diese Profession erst später im Leben auf, nachdem er sich vorher an Drehbüchern versucht hatte. Er lebt in Potsdam und bereut es bisher nicht. Bei dotbooks veröffentlichte Sebastian Niedlich bereits die Romane 'Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens', 'Der Tod ist schwer zu überleben', 'Und Gott sprach: Es werde Jonas' und 'Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben' sowie die Erzählbände 'Der Tod, der Hase, die Unsinkbare und ich', 'Ein Gott, drei Könige und zwei Milliarden Verrückte' und 'Das Ende der Welt ist auch nicht mehr, was es mal war', die auch als Sammelband erhältlich sind: 'Am Ende der Welt gibt es Kaffee und Kuchen' Der Autor im Internet: www.sebastianniedlich.de und www.facebook.com/SebastianNiedlich.Autor

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 382
    Erscheinungsdatum: 03.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961483730
    Verlag: dotbooks
Weiterlesen weniger lesen

Der Tod ist schwer zu überleben

Kapitel 1
Ein neuer Anfang

Ich glaube, ich kann mit Berechtigung sagen, dass von einem Auto angefahren zu werden, gegen ein Brückengeländer zu schlagen und dann im Dreckwasser der Spree zu ertrinken, keine Erfahrung ist, die man irgendwem wünscht. Geschweige denn nachahmen sollte. Schlimmste Jahrmarktfahrt aller Zeiten. Aber genau das war es, was mir widerfuhr.

Die Ärzte waren überrascht, dass ich den Unfall lebend überstanden hatte. Passiert ihnen auch nicht alle Tage, dass so ein Fall eingeliefert wird. Meinen Verletzungen nach zu urteilen, dachten sie vermutlich, ich sei der schlechteste, aber mit dem größten Glück gesegnete Stuntman aller Zeiten.

Ich wusste es natürlich besser. Ich hatte gar nicht überlebt, aber ich wollte damit nicht hausieren gehen. Selbstverständlich war ich dankbar, eine zweite Chance zu bekommen, aber es war keine gute Idee, den Ärzten auf die Nase zu binden, dass ich nur lebte, weil ich die anthropomorphischen Versionen von Tod und Leben persönlich kannte und sie verhindert hatten, dass ich in die ewigen Jagdgründe einging. Vermutlich hätte mir das einen Aufenthalt in einer ganz anderen Form von Heilanstalt eingebracht.

Ich verbrachte etliche Wochen im Krankenhaus, bis sich mein Körper wieder halbwegs in die Form gebracht hatte, die ein Mensch haben sollte. Meine Exfrau Anja und unser gemeinsamer Sohn Tobias besuchten mich regelmäßig und brachten mir Essbares mit, das zumindest den Namen verdiente. Beim Krankenhausessen war ich mir nicht so sicher, ob man damit nicht eine baldige Rückkehr ins Hospital sicherstellen wollte. Andererseits hätte einen manche Suppe dort gegen den atomaren Holocaust immun gemacht. Eigentlich musste das Essen sehr gesund sein, denn ihm fehlte es in jeder Hinsicht an Geschmack.

Die Genesung gab mir Zeit, über mein Leben nachzudenken. Nicht jedem ist es vergönnt, sein Leben nach einem so einschneidenden Erlebnis fortzuführen. Aber gerade deswegen macht man sich Gedanken, ob man es so wie bisher fortsetzen will. Ich hatte im Bewusstsein zu sterben viele Entscheidungen getroffen, die ich so nicht mehr treffen würde. So hatte ich nicht um Anja gekämpft, nachdem ein Missverständnis uns auseinandergebracht hatte. Ich wollte ihr den Schmerz über meinen frühen Tod ersparen und nahm an, durch eine Trennung wäre es einfacher für sie. Mittlerweile war ich mir da nicht mehr so sicher.

Ich war sehr erleichtert, als mir die Ärzte erlaubten, das Krankenhaus zu verlassen, auch wenn ich längst noch nicht wieder in Ordnung war. Anja und Tobias holten mich ab, da meine Beinknochen noch nicht verheilt waren, und kutschierten mich im Rollstuhl hinaus. Nach Wochen hatte ich endlich den Eindruck, dass alles gut werden würde.

Anja nahm mich mit zu sich nach Hause. Sie argumentierte, dass sie sich so besser um mich kümmern konnte, obwohl ich sie gar nicht darum gebeten hatte. Mir war es fast etwas unangenehm, weil ich gerade ihr gegenüber nicht als jemand auftreten wollte, der auf der faulen Haut liegt und ihr sagt, was sie mir zu bringen hat. Aber viel mehr als herumliegen konnte ich eben nicht, und sie sagte, dass sie mir gerne half. Natürlich war ich dankbar, denn zum einen wäre ich in meinem Zustand in der eigenen Wohnung gar nicht klargekommen, zum anderen brauchte ich so nicht mal einen Vorwand, um mit ihr und Tobias zusammen zu sein. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es ihr ebenfalls nicht nur darum ging, mich besser pflegen zu können.

Wahrscheinlich hätte ich auch bei meiner Mutter unterkommen können, die als Rentnerin über mehr Zeit als Anja hätte verfügen müssen. Aber wie das mit Rentnern so ist: Die sind immer mit irgendwas beschäftigt. Besonders dann, wenn sie glauben, dass ihr Sohn vielleicht wieder mit der Mutter ihres Enkels zusammenkommt.

So weit schien wirklich alles gut zu sein. Tagsüber, wenn Anja arbeitete und Tobias in der Schule war, packte mich mitunter die Langeweile. Es macht das Leben

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen