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Der Traum eines Sommers Roman von Noack, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Der Traum eines Sommers

Melancholisch und bewegend: Der gefühlvolle Roman "Der Traum eines Sommers" von Bestseller-Autorin Barbara Noack jetzt als eBook bei dotbooks. Was ist im Leben wirklich wichtig? Pic ist ein erfolgreiches Model und wird von allen verehrt. Sie reist durch die Welt, doch das schillernde Leben voll Glanz und Glamour wirft Schatten auf ihre junge Seele. Immer mehr beginnt Pic sich zu fragen, wer sie ist und wo sie hingehört. Erst als sie ihrem Nachbarn Felix in einer Nacht unter Sternenhimmel ihre Geschichte erzählt, fühlt sie sich zum ersten Mal wirklich verstanden. Aber können diese Gefühle Bestand haben? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der bewegende Roman "Der Traum eines Sommers" - ehemals unter dem Titel "... und flogen achtkantig aus dem Paradies" erfolgreich - von Bestseller-Autorin Barbara Noack. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Barbara Noack, geboren 1924, hat mit ihren fröhlichen und humorvollen Bestsellern deutsche Unterhaltungsgeschichte geschrieben. In einer Zeit, in der die Männer meist die Alleinverdiener waren, beschritt sie bereits ihren eigenen Weg als berufstätige und alleinerziehende Mutter. Diese Erfahrungen wie auch die Erlebnisse mit ihrem Sohn und dessen Freunden inspirierten sie zu vieler ihrer Geschichten. Ihr erster Roman "Die Zürcher Verlobung" wurde zweimal verfilmt und besitzt noch heute Kultstatus. Auch die TV-Serien "Der Bastian" und "Drei sind einer zu viel", deren Drehbücher die Autorin verfasste, brachen in Deutschland alle Rekorde und verhalfen Horst Janson und Jutta Speidel zu großer Popularität. Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane: "Auf einmal sind sie keine Kinder mehr" "Brombeerzeit" "Danziger Liebesgeschichte" "Das kommt davon, wenn man verreist" "Das Leuchten heller Sommernächte" "Der Bastian" "Der Duft von Sommer und Oliven" "Der Traum eines Sommers" "Der Zwillingsbruder" "Die Melodie des Glücks" "Drei sind einer zuviel" "Ein Stück vom Leben: Schwestern der Hoffnung - Band 2" "Flöhe hüten ist leichter" "Eine Handvoll Glück: Schwestern der Hoffnung - Band 1" "Eines Knaben Phantasie hat meistens schwarze Knie" "Ferien sind schöner" "Jennys Geschichte", "So muss es wohl im Paradies gewesen sein" "Valentine heißt man nicht & Der Duft von Sommer und Oliven" "Schwestern der Hoffnung - Die Saga in einem Band" "Valentine heißt man nicht" "Was halten Sie vom Mondschein?" Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane "Die Zürcher Verlobung"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 123
    Erscheinungsdatum: 02.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248960
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1823 kBytes
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Der Traum eines Sommers

Picayunes Reise in die Provence

In den frühen Morgenstunden hatte ein Unwetter die Stadt mit sintflutartigen Wolkenbrüchen überschwemmt.

Entwurzelte Bäume zertrümmerten parkende Autos. Keller verwandelten sich in Hallenbäder. Ein Mann (46), Vater von drei Kindern (2, 4 und 5 Jahre alt), war von einem Dachziegel erschlagen worden. Feuerwehr und Polizei waren die ganze Nacht im Einsatz.

Es stand alles ausführlich in den Morgenzeitungen. Die Passagiere, die auf den Abflug ihrer Maschinen warteten, lasen die Berichte mit jener düsteren Genugtuung, die einem gedruckte Katastrophen bereiten, an denen man unmittelbar teilgenommen hat - auch wenn man sie verschlief.

Um acht Uhr regnete es noch immer. Die Gullys waren überfüllt. Auf den Straßen trieb das überschüssige Regenwasser herum und rauschte schäumend in einer gewaltigen Heckwelle hinter dem Taxi her, das Picayune zum Flughafen brachte.

Hans-Joachim Katz begleitete sie. Die verquollene Müdigkeit um seine Augen hatte denselben Ursprung wie ihre Müdigkeit.

Sie hatten kaum geschlafen und zuviel getrunken. Picayune ging es noch schlechter als ihm. Ihre kleine, steile Nase zierte die rote Blüte eines Kutscherschnupfens.

Da kein Träger frei war, trug Hans-Joachim Katz Picayunes Schminkkoffer und ihre gewaltige, vom vielen Reisen ramponierte Ledertasche. Sie selbst trug ihre Handtasche und zwei Tragetüten. Die eine machte Reklame für eine Münchner Boutique, die andere für dänische Milchprodukte.

In den Milchprodukten bewahrte sie ihre Perücken auf, die Haarteile und falschen Zöpfe. Eine Korkenzieherlocke ringelte sich über den Tütenrand.

"Denk mal an mich, nich bloß, wenn du meinen Schnupfen erbst." Picayunes Stimme dröhnte laut und nasal durch die Halle. Sie paßte so gar nicht zu dem feinen, gotischen Körper im grauen, schick ausgewaschenen Flanellmantel.

Picayunes Stimme klang, als ob sie sie auf einem Berliner Rummel gewonnen und auf dem Heimweg von einer Dampfwalze hätte breitplätten lassen. Picayune als Stummfilm war etwas zum Träumen. Mit Ton hingegen -!

Sie küßte Herrn Katz ausführlich und immer wieder zum Abschied und mochte sich gar nicht trennen und nannte ihn zärtlich und so laut "Kater", daß sich alle interessiert nach ihm umsahen - Passagiere, Nachwinker, Paßkontrolleure, Gepäckträger, Bodenpersonal.

Man sah ihn sozusagen auf einem Dach. Bei Mondschein. Schauerlich miauend. Das war ihm gar nicht recht.

Er machte "Pschsch!" mit dem Zeigefinger an der Nase.

"Ach, Katerchen", flüsterte sie folgsam, fand aber sehr bald in ihre natürliche Dröhnstärke zurück, "ich mag nicht fort. Ich möchte bei dir bleiben!"

"Dann tu's doch. Wer zwingt dich zu fahren?"

"Meine Termine", jammerte sie und prustete anschließend in ein rosa Kleenextuch mit Röschen. "Ich kann Muschi Schliebarth nicht sitzenlassen. Das wär' unfair, verstehst du? Aber es ist das letztemal - ich schwör's dir."

Sie küßten sich wieder und wieder, ein unerschöpflicher Austausch von Liebe und Bazillen. Sie küßten sich so endgültig, als ob im Gepäckraum der Boeing nach Paris bereits ein Zeitzünder tickte.

"Bleib brav, hörst du?"

"Du auch, Kater."

"Mach mir keine Dummheiten. Und ruf an!"

"Ruf du mich auch an. Ich liebe dich. Ehrlich. Soll ich dir was mitbringen?"

"Ja."

"Was? Sag mir, was ich dir mitbringen soll!"

Er griff in ihr Haar, das streng auf dem Hinterkopf in einer Portierzwiebel zusammengerottet war und also keine Spielmöglichkeiten zuließ. Seine Zärtlichkeit ziepte.

"Bring mir irgendwas mit. Aber es darf nicht mehr kosten als ein Picayune, hörst du?"

"Okay."

In ihrem letzten Lächeln zurück war sehr viel Schnupfen und sehr viel Liebe.

Ein ungeheuer beruhigendes Gefühl, einen starken Mann hinter sich zu lassen, der bald alle ihre Sorgen übernehmen würde.

Ein Mann wie ein Hafen, ein Rettungsring, ein Winds

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