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Der Traum von Hollywood 1 + 2 Auf dem Weg zu den Sternen / Schattenseiten von Ruhm und Glanz von Elger, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2015
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
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Der Traum von Hollywood 1 + 2

Es ist 1956 als der 20-jährige Justin aus seiner kleinen Heimatstadt in Idaho davonläuft, um seiner Familie zu entfliehen. Sein Ziel ist klar: Hollywood! Seit seiner Kindheit träumt er davon, einmal Schauspieler zu werden und genauso berühmt zu sein wie sein Idol, der erfolgreiche B-Filmstar Spencer Jackson. Er besitzt zwei Dinge, die ihm hilfreich sein sollen sich diesen Traum zu erfüllen: Talent und ein atemberaubend gutes Aussehen. Doch es gibt etwas, von dem Justin noch nicht ahnt, dass es sehr hinderlich für ihn werden könnte: er ist schwul. Und das ist etwas, dass man besser niemanden in Hollywood wissen lässt, wenn man von einer Karriere beim Film träumt!

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 668
    Erscheinungsdatum: 09.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863615109
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Größe: 1168kBytes
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Der Traum von Hollywood 1 + 2

Der Traum von den Sternen

Justin Evans Farr war 20, als er im September 1956 in Hollywood ankam. Er hatte alles hinter sich gelassen, um hier seinen Traum zu verwirklichen, den er träumte, seit er ein kleiner Junge war. Er wollte ein berühmter Star in Hollywood werden und mit großen Filmen Unsterblichkeit erlangen. Ein Ziel, zu dem er fest entschlossen war, es zu erreichen, ganz gleich, was auch immer er dafür tun musste. Als er an jenem Septembermorgen ankam, hatte er praktisch nichts. Nichts, außer einem kleinen Koffer und einundachtzig Dollar in der Tasche, die er sich aus der Zuckerdose seiner versoffenen Mutter geklaut hatte, um hierherzukommen. Nichts, außer seinem unbändigen Willen, sich hier seinen Traum zu erfüllen. Und nichts, außer seinem makellosen, geradezu sündhaft gutem Aussehen. Er hatte auf der heruntergekommenen Farm seiner Eltern immer hart arbeiten müssen. Doch diese Arbeit, die er immer gehasst hatte, zahlte sich nun dennoch auf wundersame Weise aus. Denn durch sie hatte er seinen Körper immer in Form halten können, auf den er stets ganz besonders achtgegeben hatte. Er wusste sehr wohl, dass es vor allem sein Aussehen sein würde, welches ihm hier die Türen öffnen konnte. Und wohl kaum sein Talent als Schauspieler, von dem er fest überzeugt war, es zu besitzen. Nun war er insgeheim dankbar für all die Jahre harter Arbeit, auch wenn er froh war, niemals wieder dorthin zurück zu müssen. Er hatte seinen Koffer gepackt, sich in dem kleinen Friseursalon seines Heimatortes Steaming Meadow von Mr. Ballentine noch einen neuen Haarschnitt verpassen lassen, und war dann mit dem nächsten Bus, ohne ein Wort des Abschieds, davongefahren. Einen Zettel hatte er an der Kühlschranktür hinterlassen. Voller Verbitterung und jahrelanger, aufgestauter Wut hatte er die Zeilen darauf geschrieben. Er dachte, die offen ausgesprochene Wahrheit seiner Gefühle zu ihnen sei alles, was er seinen Eltern schuldig war:

"Hier halte ich es keinen Tag länger aus. Wenn ihr euch nicht irgendwann zu Tode gesoffen habt, werdet ihr mich sicher wiedersehen. Irgendwann werdet ihr überall meinen Namen hören und mein Gesicht sehen. Dann seht euch die Plakate gut an, denn das wird alles sein, was ihr von mir noch zu sehen bekommt! Trotzdem danke, dass ihr mich auf diese Welt gebracht habt. Für mehr aber auch nicht. J."

Justin war mit allen äußeren Vorzügen gesegnet worden, die ein junger Kerl überhaupt nur erhalten konnte. Dabei vermochte er sich gar nicht vorzustellen, von welchem Teil seiner Eltern er diese nur geerbt hatte. Schon früher hatte er immer wieder vor dem Spiegel gestanden, sich dabei ausgemalt, ein großer Star zu sein, und sich diese Frage gestellt. Und dann musste er grinsen, denn die Annahme an sich war eigentlich geradezu albern. Doch es war wirklich das Einzige, weshalb er seinen Eltern dankbar war. Auch wenn sie selbst wohl kaum einen besonderen Einfluss auf diesen Umstand gehabt hatten. Er war schlank und von mittlerer Größe, besaß den makellosen Körper eines Athleten, das ein wenig unschuldig wirkende, wunderschöne Gesicht eines verzauberten Prinzen aus dem Märchenbuch und leuchtende, blaue Augen, in denen seine wilde Entschlossenheit förmlich strahlte wie ein gleißender Komet am Nachthimmel.

Über seine besonderen Gefühle und Neigungen war sich Justin schon sehr früh bewusst geworden. Es war wenige Wochen vor seinem vierzehnten Geburtstag gewesen, als er an einem heißen Sommertag in das kleine Eiscafé von Mr. Oakman trat und dort die neue Bedienung zum ersten Mal erblickte. Joe war sein Name und er sah geradezu unverschämt gut aus. Sein ganzes Taschengeld sparte er sich nur dafür zusammen, um immer in den Ort zu fahren und dort Eis essen zu gehen. Selbst das Kino war nicht mehr so wichtig für ihn. Und das sollte einiges heißen! In diesem Sommer war er Mr. Oakmans bester Kunde. Dabei war ihm das Eis vollkommen egal, auch wenn er es stets voller Genuss löffelte

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