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Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto Roman von Wallace, Danny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto

Der Frühmorgen-Radiomoderator Tom Adoyo kommt eines Tages von der Arbeit nach Hause und findet dort einen Zettel vor, auf dem ihm seine Freundin Hayley eröffnet, dass sie jetzt weg ist, ihn aber nicht verlässt. Sie bittet ihn einfach, so weiterzumachen wie bisher. Toms Welt bricht in Stücke. Zumal er keine Erklärung für ihr Verschwinden hat. Und so macht er sich auf die Suche nach seiner Freundin. Stück für Stück kommt er dem Geheimnis ihres Verschwindens auf die Spur und trifft dabei auf eine seltsame Selbstfindungsgruppe, die auch sein Leben gehörig auf den Kopf stellen wird.

Danny Wallace, geboren 1976, lebt in einer alten Streichholzfabrik im Londoner East End. Als Journalist schrieb er für den Independent und den Guardian, als Comedy-Produzent, Autor und Moderator ist er im Fernsehen, Radio und Theater präsent. Nach einigen humorvollen Sachbüchern (von denen Der Ja-Sager mit Jim Carrey in der Hauptrolle fürs Kino verfilmt wurde) war Auf den ersten Blick sein Romandebüt, dessen Kinoverfilmung in Vorbereitung ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641142889
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Who is Tom Ditto?
    Größe: 960 kBytes
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Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto

ZWEI

Ich will nicht sagen, dass ich kein Vertrauen habe.

Ich will nicht sagen, dass man den meisten Menschen nicht vertrauen kann. Aber wenn man jemandem begegnet, dem man trauen kann, dann merkt man das normalerweise gleich. Bei Hayley war es so offensichtlich wie ihre großen blauen Augen, wie die Locke, die sie sich ständig hinters Ohr klemmte.

Sie also– Hayley –, das war ein Mädchen, dem man trauen konnte.

In dem Moment, als sie mir ihre Nummer gab, tat ich das, was ich immer tue, wenn mir jemand seine Nummer gibt.

Ich sah sie mir an, dann sagte ich: " Wow, gibt's ja nicht! Das ist meine Lieblingsnummer! "

Der Spruch ist ziemlich gut.

Bei so einem Einstieg braucht man sich nur noch zurückzulehnen und abzuwarten, bis das Lachen verhallt. Das ist ein Selbstläufer. Damit ist man auf der sicheren Seite. Wenn einem das keinen Lacher einbringt, macht man irgendwas falsch und sollte vielleicht mal darüber nachdenken, wie man alles andere im Leben so angeht, denn möglicherweise ist man nicht mal in der Lage, ein Sandwich richtig zu belegen.

Und jetzt saß ich in meiner Wohnung, im Dunkeln, auf einem Stuhl in der Ecke, und wählte diese Nummer wieder und wieder und wieder und wieder und wieder.

Mittlerweile war sie schon nicht mehr meine Lieblingsnummer.

Merkwürdig, verlassen zu werden und dabei versichert zu bekommen, dass man nicht verlassen wurde.

Was soll man damit anfangen ? Einfach auf Solobetrieb umschalten ? Einfach " Na gut" denken und ab sofort für einen Singlehaushalt einkaufen ?

Vier Stunden waren vergangen, und ich saß immer noch auf diesem Stuhl. Klimperte mit meinen Schlüsseln. Lauschte den Hunden draußen. Aus Dämmerung war Dunkelheit geworden. Aus Fassungslosigkeit war Wut geworden, und die lag mir wie ein dicker Klumpen im Magen.

Wo war Hayley hin ?

Ich glaube, das war für mich die entscheidende Frage.

Aber natürlich fragte ich mich auch: Warum war sie weg ? Wie lange würde sie wegbleiben ? Warum wusste ich nicht, wo sie hin war ? Warum hatte ich nichts davon gewusst, dass sie weggehen würde ? Warum sagte sie, dass sie mich nicht verlassen hatte, obwohl es doch offensichtlich war ?

Fast zwei Jahre waren wir zusammen. Wir hatten Verpflich tungen. Wir hatten Daueraufträge.

Selbstverständlich hatte ich ihr diverse Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen. Bei der ersten klang ich eher verstört. Bei der zweiten wütend. Bei der dritten und vierten besorgt. Als ich zur fünften und sechsten kam, klang ich verzweifelt, und schließlich folgte die stumme siebte.

Ich hatte ihr eine SMS geschrieben.

Wo bist du ?

Wo bist du hin ?

Hayley, ruf mich an.

Ich hatte noch andere Leute angerufen. Mehrere.

Ihre beste Freundin Fran. Ihren Bruder, ihre Schwester ...

" Annie, hier ist Tom", hatte ich gesagt, mit gesenktem Kopf, hängenden Schultern und beginnendem Kopfschmerz, am Fenster stehend, eine Hand an der Wand, das Telefon zu fest ans Ohr gepresst, weil ich dermaßen unter Strom st

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