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Der Wahnsinn, den man Liebe nennt Roman von Römer, Clara (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook
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Der Wahnsinn, den man Liebe nennt

Die Scherben eines Lebens - der Anfang einer neuen Hoffnung: Der Roman »Der Wahnsinn, den man Liebe nennt« von Brigitte Riebe als eBook bei dotbooks. Ein einziger Moment und nichts ist mehr wie zuvor. Als Susa Bergmann zufällig von einer zweiten Wohnung ihres Mannes erfährt, nur wenige Straßen entfernt, ahnt sie nicht, dass er dort auch ein zweites Leben hat: mit einer jungen Frau ... und einer gemeinsamen Tochter. Eine Lüge, die Susas ganzes Leben erschüttert. Noch während sie versucht, ihr zerbrochenes Glück mühsam wieder zusammenzusetzen, erfährt Susa von ihrer Mutter ein zweites lang gehütetes Familiengeheimnis: Sie hat eine Halbschwester - und ihre Schicksalswege scheinen schon lange miteinander verknüpft zu sein. Wird es Susa gelingen, noch einmal ganz neu anzufangen und dem Leben und der Liebe eine zweite Chance zu geben? Bestsellerautorin Brigitte Riebe schreibt einfühlsam und bewegend über den Mut dreier Frauen, sich zu erinnern - und zu vergeben. »Erfrischend sympathisch erzählt wie ein Rotwein-Abend mit der besten Freundin.« Bella »Eine sehr authentische Geschichte mit ganz viel Herz, Verstand und einem besonderen Humor.« nichtohnebuch.blogspot.de Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der berührende Familienroman »Der Wahnsinn, den man Liebe nennt« von Bestsellerautorin Brigitte Riebe - vorab erschienen unter dem Pseudonym Clara Römer. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Brigitte Riebe, geboren 1953 in München, ist promovierte Historikerin und arbeitete viele Jahre als Verlagslektorin. 1990 entschloss sie sich schließlich, selbst Bücher zu schreiben, und veröffentlichte seitdem über 30 historische Romane und Krimis, mit denen sie regelmäßig auf den Bestseller-Listen vertreten ist. Heute lebt Brigitte Riebe mit ihrem Mann in München. Bei dotbooks veröffentlichte Brigitte Riebe die folgenden eBooks: »Der Kuss des Anubis« »Die Töchter von Granada« »Schwarze Frau vom Nil« »Pforten der Nacht« »Liebe ist ein Kleid aus Feuer« Die Website der Autorin: www.brigitteriebe.com

Produktinformationen

    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966551502
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Diana-Taschenbücher 35879
    Größe: 1881 kBytes
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Der Wahnsinn, den man Liebe nennt

Kapitel 1

Wie ein schlafender Faun lag er neben ihr, der sandfarbene Schopf zerzaust, die langen Beine lässig ausgestreckt, der rechte Arm angewinkelt auf dem Kopfkissen. Das Gesicht mit der kecken Nase wirkte entspannt und erstaunlich jung. Sogar die Falte zwischen den hellen Brauen war verschwunden. Sein Brustkorb hob und senkte sich regelmäßig. Gerade noch hatten sie sich geliebt, so leidenschaftlich wie schon lange nicht mehr, und Susa fühlte sich beschwingt und glücklich, denn es war beileibe nicht immer einfach, diesem rätselhaften Mann nah zu sein.

Dabei war es doch genau das, was sie von Anfang an fasziniert hatte: jene verwirrende Mischung aus Vorpreschen und Rückzug, dieses Spiel aus Offenbaren und Verbergen, das Wolf wie kaum ein anderer beherrschte.

Er bewegte sich im Schlaf, murmelte etwas und drehte sich dabei, sodass er ihr nun den Rücken zuwandte. Susa lächelte unwillkürlich. Seine Hüften waren nicht mehr ganz so schmal wie früher. Doch von hinten sah er immer noch aus wie ein großer Junge: schlaksig und sommersprossig, mit Schulterblättern, die wie Engelsflügel herausragten und ihm einen Hauch von Unschuld verliehen. Ein Bekannter hatte ihn einmal mit dem jungen John F. Kennedy verglichen, und damals hatte Susa sich darüber mokiert, weil es ihr so unendlich altmodisch erschienen war. Im Nachhinein betrachtet, fand sie das Bild gar nicht so schlecht. Und dennoch hatte sie Wolf nie davon erzählt, wollte seine Eitelkeit nicht noch zusätzlich füttern. Schon genug, dass er sich in der neuen Wohnung eines der kleineren Zimmer allein für seine Klamotten reserviert hatte, während ihre Sachen nach wie vor in einen mittelgroßen Schrank passten.

Susas Blicke glitten durch den Raum, und zum ersten Mal, seit sie hier wohnten, fand sie ihn beinahe schön. Insgeheim hatte sie zwar von einem taubenblauen Schlafzimmer geträumt, doch Wolf hatte für elegantes Grau plädiert und die Wände eigenmächtig in diesem Ton streichen lassen, was Susa maßlos geärgert hatte. »Ungefähr so gemütlich wie ein Sektionssaal«, war ihr herausgerutscht, während Wolfs gekränkter Blick Bände gesprochen hatte.

Allerdings war das Mitte Januar gewesen, an einem fahlen, matschigen Nachmittag, an dem man hätte glauben können, der Winter würde niemals enden. Jetzt jedoch, während immer mehr Blätter an den Bäumen sprossen und das Licht seine Kraft zurückeroberte, wirkte das Grau des Schlafzimmers längst nicht mehr so hart. Sicherlich trugen auch die weißen Vorhänge, die sich gerade in einer sanften Morgenbrise bauschten, einen Teil dazu bei. Und dennoch fiel es Susa schwer, in der neuen Wohnung heimisch zu werden. Ihr saß noch immer die Umzugsphase in den Knochen, in der Wolf und sie sich häufig angeraunzt und wegen Kleinigkeiten gestritten hatten. Immer öfter war Wolf ihr in jenen Wochen wie ein Fremder erschienen, zu dem sie keinen Zugang mehr fand. Irgendwann hatte sie es einfach aufgegeben, sich gegen seine Vorschläge durchzusetzen, und ihn machen lassen, was sie inzwischen allerdings bereute. Für ihren Geschmack war alles hier eindeutig zu perfekt: fünf Zimmer auf zweieinhalb Ebenen, die Einbauküche, der umlaufende Balkon, selbst die gepflasterte Dachterrasse mit ihrer grandiosen Aussicht auf das Isar-Hochufer. Sie wohnten - mit beachtlichen Bankkrediten belastet - in der Maria-Theresia-Straße, einer der besten Gegenden Münchens, in der Nähe des Bayerischen Landtags, wo man damit rechnete, dass jeder Quadratmeter im Laufe der Jahre auch weiterhin steigende Erträge erzielen würde.

Susa sehnte sich zurück nach der gemütlichen, stets ein wenig chaotischen Mietwohnung in Schwabing, in der sie erst mit Bille und schließlich mit Wolf gelebt hatte, drei Zimmer im obersten Stock ohne Lift, unweit vom Standesamt, sodass man vorn Küchenfenster aus beste Sicht auf die aufgeregten Hochzeitsgesellschaften hatte. Natürlich waren die Wände dort schief gewesen, das Parkett hatte seine besten Tage hinter sich gehabt

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