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Der Wilde Kaiser 1 - Heimatroman Ein Wiedersehen mit Folgen - Sandkastenfreunde und andere Aufregungen von Bergen, Christine von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2013
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Wilde Kaiser 1 - Heimatroman

Teifl! Das war knapp gewesen. Graf Hubertus von Wildschönau stieß pfeifend die Luft aus. Nur durch sein geschicktes Ausweichen hatte er in letzter Sekunde einen Frontalzusammenstoß mit dem roten Sportwagencabrio verhindern können. Besorgt blickte er hinüber zu dem Wagen, der nach dem riskanten Bremsmanöver auf dem unbefestigten Seitenstreifen der schmalen Landstraße zum Stehen gekommen war. Doch seine Sorge um das Wohl der forschen Fahrerin schien umsonst zu sein. Denn diese richtete gerade ihr tizianrotes Haar im Rückspiegel. Die hatte Nerven! Hubertus von Wildschönau sprang aus seinem Jeep und rief empört: 'San S' närrisch? Wie können S' denn hier so rasen? Wir sind net auf der Autobahn.' 'Jetzt regen Sie sich mal ab', antwortete die Frau am Steuer, während sie lässig ihre Sonnenbrille ins Haar schob. Mit einem verächtlichen Blick auf seinen alten Jeep fügte sie hinzu: 'Wenn einer von uns beiden Angst vor einer Beule haben müsste, dann wäre ich das ja wohl.' 'Beule?' Graf Hubertus lachte fassungslos auf. 'A Radfahrer oder a Stück Wild hätten S' umfahren können bei Ihrem Tempo.' 'Habe ich aber nicht', entgegnete sie schnippisch und wollte mit überheblicher Miene weiterfahren. Da fiel ihr Blick auf die Kühlerhaube des Geländewagens, die das gräfliche Wappen zierte. Mit einem Mal veränderte sich ihr Gesichtsausdruck. Ihre geschminkten Lippen verzogen sich wie auf Kommando zu einem charmanten Lächeln. Aber damit nicht genug. Sie öffnete die Fahrertür, schwang elegant ihre hübschen Beine aus dem Auto und ging mit strahlendem Lächeln auf den Grafen zu, so, als wäre er ein alter Freund von ihr.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863770808
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Der wilde Kaiser Nr.1
    Größe: 979 kBytes
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Der Wilde Kaiser 1 - Heimatroman

Teifl! Das war knapp gewesen.

Graf Hubertus von Wildschönau stieß pfeifend die Luft aus. Nur durch sein geschicktes Ausweichen hatte er in letzter Sekunde einen Frontalzusammenstoß mit dem roten Sportwagencabrio verhindern können.

Besorgt blickte er hinüber zu dem Wagen, der nach dem riskanten Bremsmanöver auf dem unbefestigten Seitenstreifen der schmalen Landstraße zum Stehen gekommen war. Doch seine Sorge um das Wohl der forschen Fahrerin schien umsonst zu sein. Denn diese richtete gerade ihr tizianrotes Haar im Rückspiegel.

Die hatte Nerven!

Hubertus von Wildschönau sprang aus seinem Jeep und rief empört:

"San S' närrisch? Wie können S' denn hier so rasen? Wir sind net auf der Autobahn."

"Jetzt regen Sie sich mal ab", antwortete die Frau am Steuer, während sie lässig ihre Sonnenbrille ins Haar schob. Mit einem verächtlichen Blick auf seinen alten Jeep fügte sie hinzu: "Wenn einer von uns beiden Angst vor einer Beule haben müsste, dann wäre ich das ja wohl."

"Beule?" Graf Hubertus lachte fassungslos auf. "A Radfahrer oder a Stück Wild hätten S' umfahren können bei Ihrem Tempo."

"Habe ich aber nicht", entgegnete sie schnippisch und wollte mit überheblicher Miene weiterfahren. Da fiel ihr Blick auf die Kühlerhaube des Geländewagens, die das gräfliche Wappen zierte. Mit einem Mal veränderte sich ihr Gesichtsausdruck. Ihre geschminkten Lippen verzogen sich wie auf Kommando zu einem charmanten Lächeln. Aber damit nicht genug. Sie öffnete die Fahrertür, schwang elegant ihre hübschen Beine aus dem Auto und ging mit strahlendem Lächeln auf den Grafen zu, so, als wäre er ein alter Freund von ihr.

"Ich bin Iris Hansen", stellte sie sich Hubertus in warmherzigem Ton vor, streifte dabei ihre Autohandschuhe ab und reichte ihm mit tiefem Blick in seine Augen ihre manikürte Hand.

Das ist sie also, schoss es Hubertus von Wildschönau durch den Kopf. So ähnlich hatte er sie sich nach den Beschreibungen auch vorgestellt: selbstbewusst, weltgewandt, eine Frau in den besten Jahren. Und sehr weiblich. Genau so, wie die Mannsbilder es mochten.

"Graf von Wildschönau", antwortete Hubertus trotzdem nicht gerade freundlich.

Er war immer noch verärgert über ihren verantwortungslosen Fahrstil. Und noch mehr über ihr mangelndes Einsehen. Gar nicht gentlemanlike übersah er deshalb bewusst die ihm dargebotene Hand.

Sein unhöfliches Verhalten schien Iris Hansen jedoch nicht aus der Fassung zu bringen. Mit unbeirrtem Lächeln zog sie ihre Hand zurück, strich sich mit anmutiger Geste eine Locke aus der Stirn und plauderte unvermindernd freundlich weiter:

"Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Wie muss ich Sie denn ansprechen? Mit 'Herr Graf'?"

"Dös passt", erwiderte Hubertus von Wildschönau knapp.

Normalerweise legte er keinen Wert auf seinen Titel. Doch für ihn stand jetzt schon fest, dass die reiche Geschäftsfrau nicht zu den Menschen gehörte, zu denen er Kontakt haben wollte. Iris Hansen hatte die finanzielle Notlage eines ehemaligen Hotelbesitzers aus Illmau ausgenutzt und diesen beim Kauf seines Hotels schamlos über den Tisch gezogen.

"Also dann, Herr Graf ..." Iris Hansen zwinkerte ihm so vergnügt zu, als hätten sie gerade ein lustiges Gespräch geführt. "Schön, Sie kennengelernt zu haben. Einen so wichtigen Mann wie Sie hier im Illmauer Tal ..." Sie warf ihm einen flirtenden Blick zu. "Wir werden uns bestimmt in Zukunft noch öfter sehen. Ich habe nämlich vor, mich hier niederzulassen."

"Wollen S'noch mehr Objekte bei uns zu Dumpingpreisen aufkaufen?", erkundigte sich Hubertus von Wildschönau ruppig.

Ihr aalglattes Auftreten ärgerte ihn.

Nur den Br

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