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Der Wilde Kaiser 2 - Heimatroman Kann Susanne Christian noch vertrauen? - Ein Streit unter Freunden säht Zweifel von Bergen, Christine von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2013
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Wilde Kaiser 2 - Heimatroman

'I lass net zu, dass du Julias guten Ruf im Tal ruinierst. Das wirst du mir noch büßen', schrie der Rohrmoser-Marco wutentbrannt mit dröhnender Stimme, die man seiner eher schmächtigen Gestalt gar nicht zugetraut hätte. Graf Hubertus von Wildschönau blickte verblüfft von seinem Kunstkatalog auf. Diese harschen Töne wollten so gar nicht zu der friedlichen Nachmittagsstimmung passen, die über dem Jagdschlössl lag. Auch Raudy, der bis jetzt zu seinen Füßen unterm Schreibtisch geschnarcht hatte, streckte sich und gab ein empörtes Wuff von sich. 'Bist närrisch geworden?', hörte Hubertus von Wildschönau den Messmer-Christian antworten. 'Was soll das? Hör sofort auf! He!' Was war denn da los? Der Graf sprang auf und schaute durchs Fenster seines Büros im Jagdschlössl auf den Vorplatz hinunter. Er sah, wie Marco an der Leiter rüttelte, auf deren oberster Stufe der Lüftlmaler Christian Messmer stand. Die Leiter wankte bedrohlich. Mit einer einzigen Bewegung stieß Hubertus das Fenster auf und rief energisch: 'Rohrmoser, lass sofort die Leiter los!' Diesem Aufruf kam Marco Rohrmoser auch tatsächlich nach. Er trat ein paar Schritte von der Fassade des Jagdschlössls zurück. 'Mischen S' sich bitt schön net ein, Herr Graf', rief er mit aufgewühlter Miene zu dem Fenster hinauf. 'Des is' a Sach' zwischen dem Christian und mir.' 'Net, wenn du sie auf meinem Anwesen austrägst', entgegnete Hubertus von Wildschönau in sachlichem Ton, schloss das Fenster und eilte durch die Eingangshalle des Jagdschlössls nach draußen. Raudy, sein vierbeiniger Freund, rannte auf seinen kurzen Beinen mit wehenden Ohren hinter ihm her.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863770815
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Der wilde Kaiser Nr.2
    Größe: 1056 kBytes
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Der Wilde Kaiser 2 - Heimatroman

"I lass net zu, dass du Julias guten Ruf im Tal ruinierst. Das wirst du mir noch büßen", schrie der Rohrmoser-Marco wutentbrannt mit dröhnender Stimme, die man seiner eher schmächtigen Gestalt gar nicht zugetraut hätte.

Graf Hubertus von Wildschönau blickte verblüfft von seinem Kunstkatalog auf.

Diese harschen Töne wollten so gar nicht zu der friedlichen Nachmittagsstimmung passen, die über dem Jagdschlössl lag. Auch Raudy, der bis jetzt zu seinen Füßen unterm Schreibtisch geschnarcht hatte, streckte sich und gab ein empörtes Wuff von sich.

"Bist närrisch geworden?", hörte Hubertus von Wildschönau den Messmer-Christian antworten. "Was soll das? Hör sofort auf! He!"

Was war denn da los?

Der Graf sprang auf und schaute durchs Fenster seines Büros im Jagdschlössl auf den Vorplatz hinunter. Er sah, wie Marco an der Leiter rüttelte, auf deren oberster Stufe der Lüftlmaler Christian Messmer stand. Die Leiter wankte bedrohlich.

Mit einer einzigen Bewegung stieß Hubertus das Fenster auf und rief energisch:

"Rohrmoser, lass sofort die Leiter los!"

Diesem Aufruf kam Marco Rohrmoser auch tatsächlich nach. Er trat ein paar Schritte von der Fassade des Jagdschlössls zurück.

"Mischen S' sich bitt schön net ein, Herr Graf", rief er mit aufgewühlter Miene zu dem Fenster hinauf. "Des is' a Sach' zwischen dem Christian und mir."

"Net, wenn du sie auf meinem Anwesen austrägst", entgegnete Hubertus von Wildschönau in sachlichem Ton, schloss das Fenster und eilte durch die Eingangshalle des Jagdschlössls nach draußen. Raudy, sein vierbeiniger Freund, rannte auf seinen kurzen Beinen mit wehenden Ohren hinter ihm her.

Das roch für ihn ganz nach Schwierigkeiten. Und dabei musste er natürlich seinem Herrchen beistehen.

Es gab jedoch noch jemanden im Jagdschlössl, der schneller bei den beiden Streithähnen gewesen war als Herr und Hund: die Hintergruber-Zenzi, die altgediente Haushälterin des Grafen.

Als Hubertus von Wildschönau auf die beiden jungen Männer zueilte, stand Zenzi aber bereits mit in den Hüften gestemmten Fäusten vor dem Rohrmoser-Marco und schimpfte:

"Was is' denn dös für a Benehmen? Wenn du auf den Christian bös' bist, regle die Sach' wie a anständ'ges Mannsbild und net wie a Wilder. Und zwar bei dir und net bei anderen Leut'."

Mit in die Hüfte gestützten Fäusten und vor Empörung blitzenden blauen Äuglein, sah sie den schwarzhaarigen jungen Mann strafend an.

Die gute Zenzi mochte Marco in diesem Moment vielleicht an dessen italienische Großmutter erinnern, die in seiner Familie auch heute noch das Regiment führte. Denn er wich artig vor Zenzi ein paar Schritte zurück. Dann warf er Christian, der immer noch hoch oben auf der Leiter stand, einen vernichtenden Blick aus seinen schwarzen Augen zu, drehte sich auf dem Absatz um und stieg in seinen schwarzen Pick-up, den er vor dem schmiedeeisernen Tor des Jagdschlössls geparkt hatte.

Der Messmer-Christian atmete erleichtert auf, nachdem der Pickup hinter der Wiesenkuppe verschwunden war.

Das war knapp gewesen. Fast hätte er das Gleichgewicht verloren. Und aus dieser Höhe ...

Bei dem Gedanken an den Sturz, vor dem ihn die Hintergruber-Zenzi und Graf von Wildschönau bewahrt hatten, bekam er eine Gänsehaut.

Behände kletterte er die Leiter hinunter, wischte sich die schmutzigen Hände an seiner Malerhose ab und lächelte Graf Hubertus entschuldigend an.

"Tut mir leid", meinte er mit zerknirschter Miene. "Aber Sie kennen ihn ja. Marco war schon als Kind a Hitzkopf."

Graf von Wildschönau sah den blonden Mann intensiv an.

Natürlich hät

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