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Der Zauber des Augenblicks von Theden, Johanna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.04.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Der Zauber des Augenblicks

Charlotte droht den Kampf mit Doris van Norden zu verlieren: Mit Hilfe des bösartigen Doktor Drescher gelingt es Doris, ihre Erzfeindin in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Doch dann kommt Julius ihr auf die Schliche und ahnt nicht, dass er damit sein Todesurteil unterschrieben hat. Konstantin und Natascha wollen nach der kürzlich erlittenen Fehlgeburt ein Kind adoptieren - und heiraten. Konstantin jedoch trifft es kurz vorher wie der Schlag: Er liebt nicht Natascha, sondern Marlene ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 11.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954464951
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 681 kBytes
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Der Zauber des Augenblicks

1. KAPITEL

Julius hatte Charlotte zu einem Spaziergang überredet. Sie war vollkommen durcheinander - vergeblich hatte sie seine Hütte nach Wanzen durchsucht.

"Ich meine ja nicht, dass du dir etwas einbildest", sagte er vorsichtig. "Aber wenn du meine ganze Hütte auf den Kopf stellst ..." Sie schwieg verbissen. "Nach der ganzen Aufregung mit der van Norden, dem Zeckenbiss und so weiter ...", fuhr er fort. "Da ist es doch ganz normal, dass du ein wenig dünnhäutig bist."

Nun nickte sie. "Vielleicht sollte ich einen anderen Arzt konsultieren?", überlegte sie laut. "Eine zweite Meinung einholen?"

"Oder eine Kur?", ergänzte er.

"Was sollte das bringen?", fragte sie.

"Mit ärztlicher Betreuung ..."

"Du meinst eine psychiatrische Klinik?" Charlotte presste die Lippen zusammen.

"Ich meine einen stationären Aufenthalt", erwiderte er. "Wo du mal Abstand bekommst zu all dem hier."

"Ich gehe nicht in eine geschlossene Anstalt", erklärte sie kategorisch. "Am Ende komme ich da nie wieder raus."

"Das ist doch Unsinn!", protestierte er.

"Und dann verliere ich wirklich noch vollends den Verstand!", ereiferte sie sich weiter. "Nein, auf keinen Fall! Ich lasse mich nicht einweisen!"

Doktor Drescher hatte sich mit Doris auf der Almwiese verabredet. Nach dem Besuch von Werner Saalfeld in seiner Praxis war der Arzt außer sich vor Sorge. Doris versuchte, ihn zu beruhigen.

"Hätte Werner uns beide im Verdacht, hätte er mich längst zur Rede gestellt", meinte sie bitter. "Wenn es um seine Ex geht, nimmt er nämlich keinerlei Rücksicht auf mich."

"Und warum unterstellt er mir dann, ich behandele seine Exfrau nicht korrekt?", entgegnete Drescher skeptisch.

"Aus einem übersteigerten Beschützersyndrom, was seine Ex angeht." Doris schnaubte. "Und mit dieser Obsession muss jetzt ein für alle Mal Schluss sein!"

"Wie soll ich Frau Saalfeld denn einweisen lassen, wenn Ihr Mann uns offensichtlich auf der Spur ist?", klagte Drescher.

"Sie sind der Spezialist!", knurrte Doris. "Zusammen kriegen wir das hin."

"Ihr Ruf steht ja auch nicht auf dem Spiel!", empörte er sich.

"Aber meine Ehe!", konterte sie. "Und die hat für mich höchste Priorität." Drescher wurde die ganze Sache langsam trotzdem zu heiß. "Wenn Sie aussteigen wollen ..." Doris' Stimme wurde drohend. "Das hätten Sie sich vorher überlegen sollen, mein Lieber. Bevor Sie mich damals um Hilfe gebeten haben."

"Wenn ich gewusst hätte, dass ich dafür auf immer und ewig in Ihrer Schuld stehe ...", beschwerte er sich.

"Schaffen Sie mir Charlotte Saalfeld vom Hals!", verlangte sie. "Dann hören Sie nie wieder von mir!"

Was beide nicht bemerkten, war, dass Alfons Sonnbichler ihre Auseinandersetzung von Weitem beobachtet hatte. Er konnte zwar nicht hören, was gesprochen wurde - aber dass Frau van Norden und der fremde Mann sich stritten, war offenkundig. Was war denn da los?

Als Doris wieder nach Hause kam, fragte Werner sie wieder nach Doktor Drescher.

"Was ist das eigentlich für einer?", erkundigte er sich.

"Wie kommst du jetzt darauf?", erwiderte sie überrumpelt.

"Welchen Eindruck hattest du von ihm, als du bei ihm in Behandlung warst?", bohrte er weiter.

"Er ist gut", antwortete sie. "Sehr kompetent."

Werners Miene zeigte Zweifel. "Charlotte scheint keine Fortschritte zu machen, seit sie bei ihm ist, im Gegenteil."

"Fachlich ist Doktor Drescher über jeden Zweifel erhaben", beharrte Doris.

"Dass Charlotte dein Kleid zerschneidet, siehst du als Ergebnis einer erfolgreichen Therapie?" Werner blieb misstrauisch.

"Bin ich dafür verantwortlich, dass deine Ex verrückt ist?", schoss sie zurück.

"Nein", gab er zu. "Aber vielleicht ist es ja dieser Doktor Drescher."

Sie schluckte und ging dann in die Offensive. "Sag doch gleich, dass ich ihn bezahlt habe, damit er sie dazu anstif

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