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Der Zauber Irlands 3 Erzählungen in Irland von Dellenbusch, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2017
  • Verlag: Kopfkino-Verlag Thomas Dellenbusch
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Der Zauber Irlands

Drei verschiedene Liebesgeschichten in Irlands Countys Kerry, Galway und Donegal. Aus der Reihe 'KOPFKINO IN SPIELFILMLÄNGE': Sammelband mit drei Erzählungen in Irland (Anthologie): Tanja Bern: Distant Shore - Sterne der See Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn heimlich einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben ein wenig auf Abstand, sucht aber auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ... Pia Recht: Der Herzschlag Connemaras Als Projektleiter John Palfrey aus London ins hinterste Irland geschickt wird, um einer Zuchtstation für Wildponys auf den Zahn zu fühlen, kann der karrierebewusste Schreibtischhengst seinen Widerwillen gegen Land und Leute nicht verbergen. Doch gerade die scheinbar hinterwäldlerische Langsamkeit der Einheimischen verändert seinen Blick auf sich und sein bisheriges Leben. Der Herzschlag Connemaras öffnet ihm das seine für das Land und für eine schöne Frau. Als er jedoch aus London erfährt, dass die Station geschlossen werden soll, droht er alles wieder zu verlieren, was er unverhofft gefunden hatte ... Thomas Dellenbusch: Liebe ist kein Gefühl Nina will ihren 39. Geburtstag nicht feiern. Stattdessen lässt sie sich ohne Plan oder Ziel durch die Stadt treiben. Sie glaubt, dass irgendwo da draußen etwas auf sie wartet. Ein Artikel in einer Zeitschrift, der die Liebe aus einem unerwarteten Blickwinkel heraus betrachtet, weckt ihre Neugierde. Das Titelbild zeigt den Verfasser, und sie erkennt etwas an ihm, das sie dazu verleitet, diesen Mann finden zu wollen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 310
    Erscheinungsdatum: 29.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962555542
    Verlag: Kopfkino-Verlag Thomas Dellenbusch
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Der Zauber Irlands

Verlorener Kampf

Ben wagte es kaum, in Kristins müde Augen zu sehen. Diese verdammte Krankheit wischte jeden Glanz aus ihrem Blick. Das fand er viel schlimmer als den Verlust ihres wunderschönen Haares.

Er griff nach Kristins Hand und wusste nicht genau, ob er damit versuchte, ihr Trost zu spenden, oder ob er diesen bei ihr suchte. Seine Schwester war immer die Stärkere gewesen, schon von Kind an. Sie hatte ihn auf sanfte Weise geführt, ihn bedingungslos verteidigt und stets zum Lachen gebracht. Doch während der letzten zwei Jahre raubte der Krebs ihr jegliche Kraft, verzehrte sie von innen, und Ben musste es mit ansehen.

"Hat Mama die Unterlagen weggeschickt?", fragte sie mit brüchiger Stimme.

"Ja, hat sie. Mach dir darüber keine Sorgen. Wenn du hier wieder raus bist, ist die Bestätigung sicher schon da."

Kristin lachte rau.

"Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass du fährst."

"Ich? Soll ich mit nach Irland, oder wie meinst du das?"

"Ben ... du weißt, was der Arzt gesagt hat."

"Ach, die haben dir schon so oft den ..."

Sie unterbrach ihn, indem sie seine Hand drückte. Er sollte das Wort nicht in den Mund nehmen.

... Tod prophezeit , dachte er den Satz zu Ende.

Schon zweimal hatte sie erbittert dagegen angekämpft! Für einen Moment schloss Kristin die Augen, und Ben starrte auf die Infusionsflasche, die durch einen dünnen Schlauch mit ihrem Arm verbunden war. Kristin lallte ein wenig, und er fragte sich, ob sie nur einen Flüssigkeitsausgleich bekam oder wieder Schmerzmittel. Er linste auf das Etikett und schluckte die aufkeimenden Empfindungen herunter. Es war ein Opiat.

"Was ist dieses Mal anders, Kristin?", fragte er mit dunkler Stimme.

Ihre Hand hob sich und strich leicht über seine unrasierte Wange.

"Ach Ben, das weißt du nicht ...?"

Er wollte nicht verstehen, was sie andeutete.

Ich brauche dich! , wollte er ihr zurufen, aber ihm blieben die Worte im Hals stecken. Hier ging es nicht um ihn, und er hatte nicht das Recht, etwas von ihr zu verlangen.

"Fahr du für mich."

"Kristin, ich fahre doch nicht in den Urlaub, wenn es dir so schlecht geht."

Ihr Blick versetzte ihm einen Stich ins Herz, so als hätte ihn dort ein winziger Pfeil getroffen.

"Ich hab dich lieb, Ben", flüsterte sie.

Ihn durchfuhr ein Schauer.

"Hey, Kleines, fang nicht an, dich zu verabschieden. Du schaffst diese blöde Chemo auch dieses Mal."

Kristin schüttelte den Kopf.

"Sie haben sie abgesetzt."

"Was?!"

"Ben, kannst du mir einen Gefallen tun?"

Er nickte nur, denn ihre Aussage hatte ihn sprachlos gemacht.

"Ich würde so gerne einen Kaffee aus der Cafeteria trinken. Diese Brühe hier auf der Station ist furchtbar."

"Ich hol dir einen. Bin gleich wieder da."

Ben wandte sich zum Gehen, doch ein ungutes Gefühl hielt ihn zurück. Er drehte sich wieder um, küsste Kristin zart auf die Wange und wisperte:

"Ich hab dich auch lieb, Schwesterchen."

Ihr Lächeln erwärmte sein Herz und schenkte ihm trotz aller dunklen Prognosen einen Hauch von Hoffnung. Dann ging er rasch durch die hellen Flure, stieg in den Aufzug und fuhr hinunter ins Erdgeschoss, in dem sich das Café des Krankenhauses befand. Vor der Theke hatte sich eine Schlange gebildet, und er stellte sich hinten an. Nervös begann er, mit den Knöpfen seines Hemdes zu spielen. Einen drehte er so lange, bis er sich von den Fäden löste und aus seinen Fingern rutschte. Der Knopf hüpfte über den Boden und rollte fort.

"Verflixt!", raunte er, krabbelte unter einen Tisch, an dem glücklicherweise niemand saß, und langte nach dem Knopf. Erneut wollte er sich in die Warteschlange reihen, doch seine Lücke hatte sich inzwischen geschlossen. Man ließ ihn nicht mehr hinein. Innerlich verfluchte er diese sturen Menschen und stellte sich notgedrungen wieder a

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