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Des Falken Treue von Brotsack, Daniela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Des Falken Treue

Fortsetzung des Romans ''Mit dem Mut einer Löwin - der lange Weg nach Hause': Im zehnten Jahr nach dem unerklärlichen Zeitsprung ins 14. Jahrhundert und wieder zurück hat die inzwischen 36-jährige Laura den Verlust ihres geliebten Ritters Gordian noch immer nicht völlig überwunden, als während eines Ausritts in der Umgebung von Landshut ein geharnischter Mann mit dem ihr nur zu gut bekannten Falken-Wappen in ihr Leben tritt. Wer ist der geheimnisvolle Fremde und was verbirgt sich hinter seinem Auftreten und den vielen Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Lauras an die Vergangenheit verlorenen Liebsten? 3 in 1: Roman, Geschichtensammlung und Kochbuch in einem, das ist das neue Buch von Daniela Brotsack.

Daniela Brotsack, im Niederbayerischen Neustadt an der Donau geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet seit 1996 in Oberbayern. Sie hat sich anfangs vor allem beruflich der professionellen Umsetzung von Wörtern und Sprache gewidmet. Inzwischen ist die Schriftsetzermeisterin und Medienmarketing-Fachwirtin BAW zum Teil freiberuflich als Korrektorin/Lektorin für deutschsprachige Texte tätig und schreibt in ihrer Freizeit selbst Geschichten und Romane. Die Autorin bringt neben einer lebhaften Phantasie ihre vielseitigen Lebenserfahrungen für den Leser spürbar authentisch in ihren Texten ein. So weist auch ihr erster Roman 'Mit dem Mut einer Löwin - Der lange Weg nach Hause', erschienen 2007 bei BoD, autobiographische Elemente auf. Ihre Weihnachtsgeschichtensammlung "An diesen wundersamen Tagen" sowie das Geschichtenbuch 'Wege durch das Tal der Träume - Erzählungen um Bräche und Traditionen in Ober- und Niederbayern' sind auch von BoD erhältlich. Auf der Website der Autorin www.daniela-brotsack.com gibt es einige ihrer Kurzgeschichten zum Download bzw. zum Anhören. Daniela Brotsack ist ein Mensch, der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie sieht die Welt mit kritischen Augen, hat sich aber noch den Glauben an das Gute und ihre Träume bewahrt. Einer ihrer Leitsätze heißt: "Das Leben ist zu kostbar, um es mit Nichtigkeiten zu vergeuden!'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 22.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741229183
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 809 kBytes
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Des Falken Treue

25. APRIL 2009

"Ich glaub' es nicht!", entfuhr es mir. "Jetzt habe ich gerade einen Tropfen auf der Nase gespürt." Liebevoll tätschelte ich mein Pferd am Hals. "Tja, Kumpel, heute stimmt wohl unser üblicher Wahlspruch nicht ganz: Wenn Engel reiten, lacht der Himmel. Na ja, vielleicht lachen die da oben auch so arg, dass ihnen die Tränen kommen." Ich trieb meinen Wallach zu einem schnellen Trab an und hielt die Augen nach einem geeigneten Unterschlupf offen, bevor der Regen heftiger wurde.

Wie an so vielen anderen Wochenenden war ich auch an diesem Samstag mit meinem Friesen Arwakr unterwegs. In aller Frühe hatte ich meinen Liebling in den geliehenen Anhänger verladen und war mit ihm Richtung Landshut gefahren. Ich wollte unbedingt eine Strecke reiten, die ich mir kürzlich auf der Landkarte ausgesucht hatte. Da ich in Reiterkreisen etwas verschrien war als diejenige, mit der jeder noch so kleine Ausritt zum Abenteuer werden konnte, konnte ich gerade bei solchen Erkundungsritten nicht mit Begleitern rechnen. Dabei konnte ich doch gar nicht beeinflussen, ob gerade unter den Hufen meines Pferdes ein morscher Brückenbalken nachgab oder uns auf der Strecke eine große Reitergruppe entgegen kam oder Enten direkt neben uns aufflogen. Wie sollte ich außerdem wissen, wessen Pferd wasserscheu war oder dass uns ein höhnisch grinsender Autofahrer mit schepperndem Anhänger entgegen kommen würde, so dass die Tiere Panik bekamen?

Es war bisher ein warmer Frühlingstag im Jahr 2009 gewesen. Die Wiesen waren sattgrün und auch die Bäume hatten schon zarte Blätter. Die Natur roch fantastisch nach Erde, Holz und Bärlauch. Wir waren schon längere Zeit unterwegs und hatten sogar ein kleines Picknick hinter uns. Und nun sah es plötzlich nach einem Frühlingsgewitter aus. Von weitem hörte ich Donnergrollen. Und ein paar erste sanfte Tropfen verstärkten diesen Eindruck auf mich noch.

Bald darauf fand ich tatsächlich, was ich suchte: Zwischen den Bäumen am Fuße eines Hügels schien es in diesem Waldstück eine Art Höhleneingang zu geben. Darauf steuerte ich Arwakr zu und fand tatsächlich einen mittelgroßen Raum unter einem vorhängenden Felsen vor, der uns beiden einen perfekten Unterschlupf bot. Nur der Eingang lag frei. Der Rest des Raumes war von Felsen und dichtem Buschwerk umgrenzt.

Noch konnte man die paar vereinzelten Tropfen nicht Regen nennen. Aber am Himmel türmten sich inzwischen bleigraue Wolken, die erahnen ließen, dass das Gewitter nicht an uns vorbeiziehen würde.

Ich nahm Arwakr den Sattel ab und ließ ihn das Gras vor dem Unterstand fressen, solange es nur tröpfelte. Dadurch, dass er nur mit einem Lindel 1 statt einer normalen Trense mit Gebiss gezäumt war, konnte er ungehindert grasen. Die Zügel hatte ich so geknotet, dass sie ihm nicht vor die Füße fallen konnten.

Ich beobachtete den Himmel und dachte über mein Programm für die nächsten Tage nach.

In Gedanken versunken bemerkte ich nicht gleich, dass ein Hund auf mich zukam. Es war ein irischer Wolfshund. Felix 2 , schoss es mir durch den Kopf, als ich seine Anwesenheit spürte und aufsah. Aber nein, dieser hier sah anders aus. Eine modernere Züchtung. Ich war trotzdem irritiert. Der Hund trottete direkt auf mich zu und beschnüffelte mich. Dann schob er mir - wie es auch Felix unzählige Male getan hatte - seine Schnauze unter meine Hand als Aufforderung, ihn zu streicheln. Ich kam seinem Wunsch nach und dachte wieder an den Hund, den ich einmal gekannt hatte. Ob er noch lebte? Was für eine blöde Frage!

Ich rief mich zur Ordnung, denn Grübeleien brachten nichts. Das hatten die vergangenen neuneinhalb Jahre gezeigt. "Na, du Hübscher, bist du hier ganz alleine unterwegs?"

Ich meinte, einen Pfiff zu hören, aber der Hund reagierte nicht. Doch dann folgte ein ärgerlicher Ruf "Cajus, hörst du denn nicht?" Der scharfe Ton in der Stimme hinter ihm ließ den Hund zucken und er lief unterwü

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