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Dich schickt der Himmel Roman von Kinsella, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Dich schickt der Himmel

Fixie führt den Tante-Emma-Laden ihrer chaotischen Familie in London. Für mehr hat sie eigentlich keine Zeit - außer für Ryan, den besten Freund ihres Bruders, zu schwärmen. Als sie den Laptop eines Fremden vor einer einstürzenden Decke rettet, ist das ihre Chance, Ryan nahezukommen. Denn der Jungunternehmer Sebastian besteht darauf, Fixie einen Gefallen für ihre gute Tat zu schulden. Und so bittet sie ihn kurzerhand, den arbeitslosen Ryan einzustellen. Die Bitte stellt sich jedoch als fatal heraus, denn in Sebs Unternehmen zeigt Ryan sein wahres Gesicht. Und so ist es plötzlich Fixie, die dem charismatischen Sebastian einen Gefallen schuldet ... Sophie Kinsella ist ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre romantischen Komödien und Shopaholic-Romane werden von einem Millionenpublikum verschlungen und erobern regelmäßig die Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrer Familie in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 15.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226060
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: I Owe You One
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Dich schickt der Himmel

KAPITEL EINS

Mein Problem ist, dass ich über manches nur schwer hinwegsehen kann. Wenn mich etwas nervt, bin ich darauf so fixiert, dass ich es unbedingt aus der Welt schaffen muss - und zwar fix. Nicht umsonst ist mein Spitzname Fixie.

Manchmal ist das auch gut so. Zum Beispiel bei der Hochzeit meiner Freundin Hannah. Als ich zur Feier kam, habe ich gleich gesehen, dass nur auf der Hälfte der Tische Blumen standen. Ich bin gleich losgerannt und habe mich darum gekümmert, bevor die anderen Gäste eintrafen, und in ihrer Rede hat Hannah sich bei mir dafür bedankt, dass ich ein "Dekodesaster" verhindert habe. In dem Fall war es also okay.

Dann wieder gab es da diese Situation, als ich einmal einer Frau, die neben mir am Pool saß, einen Fussel vom Oberschenkel gewischt habe. Ich wollte nur helfen. Leider stellte sich heraus, dass es gar kein Fussel war, sondern ein Schamhaar auf Abwegen. Und dann habe ich alles nur noch schlimmer gemacht, indem ich rief: "O Verzeihung! Ich dachte, es wäre ein Fussel." Sie lief puterrot an, und zwei Frauen, die mich gehört hatten, sahen neugierig zu uns herüber ...

Ich hätte lieber gar nichts sagen sollen. Das ist mir jetzt auch klar.

Egal. Das ist jedenfalls mein Spleen. Mein Tick. Manches stört mich eben. Und was mich in diesem Augenblick stört, ist eine Coladose. Jemand hat sie auf dem obersten Regal in der Freizeitabteilung unseres Ladens stehen lassen, direkt vor einem Schachbrett, das dort aufgebaut ist. Und nicht nur das. Das Schachbrett ist total vollgekleckert. Offensichtlich hat irgendwer die Dose aufgerissen, sie zu energisch abgestellt, alles vollgespritzt und dann nicht weggewischt. Wer war das?

Als ich mich ärgerlich umsehe, habe ich sofort Greg in Verdacht, unseren dienstältesten Verkäufer. Greg trinkt den ganzen Tag über alles Mögliche. Wenn er keine Dose in der Hand hält, dann ekligen Filterkaffee in einem Thermobecher mit Tarnmuster, als wäre er beim Militär und arbeitete nicht in einem Haushaltswarenladen in Acton. Überall lässt er seine Getränke herumstehen. Manchmal drückt er sie sogar einem Kunden in die Hand, mit den Worten: "Halt mal kurz!", um ihm einen Kochtopf aus dem Schaufenster zu holen. Ich habe ihm schon so oft gesagt, er soll das lassen.

Egal. Nicht der richtige Moment für Schuldzuweisungen. Wer auch immer diese Coladose dort abgestellt hat (Greg, definitiv Greg) ... Fest steht, dass da hässliche Flecken drauf sind, ausgerechnet jetzt, wo wir wichtigen Besuch erwarten.

Ja, ich weiß, das Schachbrett steht im obersten Regal. Ich weiß, dass es kaum auffällt. Ich weiß, die meisten Leute würden die Achseln zucken. Sie würden sagen: Das ist doch keine große Sache. Nun bleib mal auf dem Teppich .

Aber das konnte ich noch nie besonders gut.

Ich gebe mir alle Mühe, nicht so genau hinzusehen, und konzentriere mich lieber auf den Rest des Ladens, der an Sauberkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Er mag etwas chaotisch wirken, aber das ist auch der Stil, den wir in unserem kleinen Kaufhaus pflegen. ( In Familienbesitz seit 1985 steht draußen am Schaufenster.) Wir führen alles Mögliche im Sortiment - Messer, Schürzen, Kerzen - und das muss schließlich alles irgendwohin.

Da fällt mir in der Küchenabteilung ein alter Mann im Regenmantel auf. Mit zitternder Hand greift er nach einem schlichten weißen Becher, und ich eile hin, um ihm zu helfen.

"Hier, bitte schön!", sage ich freundlich lächelnd. "Ich bringe Ihnen den Becher gleich zur Kasse. Brauchen Sie noch mehr davon? Oder kann ich Ihnen sonst wie behilflich sein?"

"Nein danke, Liebes", sagt er mit zittriger Stimme. "Ich brauche nur diesen einen Becher."

"Ist Weiß denn ihre Lieblingsfarbe?", frage ich etwas vorlaut. Der Wunsch nach einem einzelnen weißen Becher strahlt eine solche Einsamkeit aus, dass ich es kaum ertragen kann.

"Nun ..." Zweifelnd streift sein Blick

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