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Die achte Todsünde Thriller von Aldén, Rebecka Edgren (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: btb
eBook (ePUB)
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Die achte Todsünde

Vor zehn Jahren hatte Nora einen furchtbaren Unfall, wie durch ein Wunder hat sie überlebt. Sie erinnert sich kaum daran. Danach beschloss sie, das Leben zu leben, von dem sie immer geträumt hat: Sie schreibt erfolgreiche Bücher, hat einen wunderbaren Ehemann, zwei süße Kinder, wohnt in einer herrschaftlichen alten Villa in einem Vorort Stockholms. Doch als im Haus gegenüber eine neue Nachbarin einzieht, geraten die Dinge aus den Fugen. Die Vergangenheit holt Nora ein, ihre Idylle bröckelt. Auf einmal beginnt sie sich an Details des Unfalls zu erinnern - aber warum jetzt? Kann sie sich selbst noch trauen? Und was, wenn es damals gar kein Unfall war?

Rebecka Edgren Aldén ist Journalistin, unter anderem für die Frauenzeitschrift "Damernas Värld". "Die achte Todsünde" ist ihr erster Roman. Gemeinsam mit ihren drei Kindern und ihrem Mann lebt sie in Nacka bei Stockholm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641194598
    Verlag: btb
    Originaltitel: Den attonde dödssynden/ The Eighth Deadly Sin
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Die achte Todsünde

KAPITEL 3

N atürlich musst du da mitmachen!"

Aber Nora zögerte noch. Sie hasste es, wenn Frank von etwas überzeugt und sich so bombensicher war. Ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass sie eine Teilnahme an dieser Talkshow auf SVT vermeiden sollte. Vor wenigen Jahren noch war das ganz anders gewesen, aber sie hatte in den sozialen Medien mehrere Beiträge gelesen, die sich alle abfällig über das Programm geäußert hatten. Die Teilnehmer wurden alle abgetan als publicitygeile B-Promis, die sich für ein paar Minuten Sendezeit zu jedem Quatsch äußerten. Auf Facebook hatten einige Bekannte erzählt, sie hätten zwar eine Einladung zu der Talkshow bekommen, diese aber selbstverständlich abgelehnt. Am liebsten würde sie es auch so machen.

"Wenn du nicht annimmst, rufen sie Angelika an, da kannst du dir sicher sein."

Noras Magen krampfte sich zusammen. Angelika Simonsson. Up and coming . Jünger, gutaussehend, charmant und vor allem sehr hungrig auf Erfolg. Angelika konnte zwar nicht so viele Bücher vorweisen wie sie und bei weitem nicht so viele Jahre in der Öffentlichkeit. Und auch ihr Publikum war zahlenmäßig kleiner. Aber Nora wusste genau, wie die Medienwelt tickte. Gab es ein neues Gesicht, wurde lieber das genommen. Frank hatte Recht. Natürlich musste sie in diese Talkshow. Sie musste sich in Schale werfen, nach Göteborg fliegen und sich für die darauffolgende Erniedrigung eine Ewigkeit in der Maske zurechtmachen lassen. Für ihren Einsatz, der dann lediglich aus drei, vier Sätzen bestehen würde. Denn zu mehr würde sie keine Gelegenheit bekommen. Zum Glück würde das Ganze erst nach dem Wochenende stattfinden. Sie hatte also noch Zeit, sich darauf vorzubereiten.

"Okay, ich fahre!", sagte sie Frank und legte auf.

Genauer betrachtet, war diese Rollenverteilung nicht gerade gesund, überlegte sie manchmal. Morgens und abends waren sie ein Ehepaar, aber tagsüber kam es nicht selten vor, dass er sie anrief und einen Haufen Anweisungen und Verhaltensregeln diktierte. Obwohl sie so schon seit vielen Jahren zusammenarbeiteten, fiel ihr diese Umstellung manchmal noch schwer. Was sie daran am meisten störte, war die Tatsache, dass es offenbar nur ihr schwerfiel. Frank schien es regelrecht zu genießen, die Rolle ihres Agenten zu übernehmen. Als würde ihm das die Legitimation geben, über sie bestimmen zu dürfen. Wie in diesem Telefonat. Er wusste genau, was er sagen musste, um sie dorthin zu bekommen, wo er sie haben wollte.

Die Welt draußen war voller Bedrohungen. Und Angelika Simonsson war nur eine von ihnen. Nora war schon so lange dabei, dass sie genau wusste, wie die Branche funktionierte. Sie war gezwungen, alle zwei Jahre ein neues Buch zu veröffentlichen und in der Zwischenzeit in diversen Talkshows, im Frühstücksfernsehen und in Radiosendungen aufzutauchen. Das war wichtig, um als relevant, aktiv und glaubwürdig zu erscheinen. Wenn sie auf diesem Gebiet nachließ, würde sie auch bald aus der Frauenzeitschrift verschwunden sein, in der sie eine feste Kolumne hatte, und die Vortragsanfragen, womit sie eigentlich ihr Geld verdiente, würden ebenfalls versiegen. Es ging darum, immer präsent zu sein, sichtbar und hörbar. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Diese Gedanken ließen sie automatisch zum Handy greifen. Es war ihre Verbindung zur Außenwelt, der Dialog mit ihren Lesern, die Bestätigung, wie beliebt und interessant sie an diesem Tag war. Ein schonungsloser Beleg in Form der Anzahl von Followern, Abonnenten und Likes.

Zuerst ging sie auf Instagram, fluchte leise wegen der 11 Abonnenten, die sie seit gestern verloren hatte. Nur ein neuer war hinzugekommen. Nicht einmal die 544 Likes und die 33 Kommentare konnten ihre Irritation dämpfen. Schnell wechselte sie auf Angelika Simonssons Account. Entspannt ließ sie ihre Schultern sinken. Sie war nach wie vor größer als sie, aber deren Popularität wuchs mit jedem Tag. Der Grund dafür war Ange

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