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Die Akte Plato von Kistenbruegger, Kai (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Akte Plato

1972, bei der vorerst letzten Mondlandung der NASA, machen die Astronauten eine atemberaubende Entdeckung. Unbemerkt vom Rest der Welt stoßen sie auf eine kleine Mondkapsel unbekannter Bauart. Die Landefähre ist unglaublich alt, und scheint bereits vor Jahrtausenden auf dem Erdtrabanten gestrandet zu sein. Ihr Alter wird nach ersten Schätzungen auf eine Zeit von vor über 10.000 Jahren datiert. Die NASA Wissenschaftler stehen Kopf. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass bereits vor Jahrtausenden eine technologisch hoch entwickelte Kultur auf der Erde existiert hat. Die Entdeckung des sagenumwobenen Atlantis scheint plötzlich unmittelbar bevorzustehen. Ein kleines Team von Wissenschaftlern versucht, den Ursprung der Kapsel auf der Erde zu lokalisieren. Doch die Anzeichen für Sabotage häufen sich. Als eine der führenden Archäologinnen entführt wird, wird ihr Ex-Verlobter und Historiker Jan Seibling ins Team geholt, um bei der Aufklärung ihres Verschwindens zu helfen. Doch kurz nachdem die Wissenschaftler ihren ersten Durchbruch erzielen können, wird die Ausgrabung überfallen, und das Ausgrabungsteam brutal ermordet. Aus der anfänglich geheimen Operation wird ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit. Werden die Wissenschaftler mit der Hilfe von Jan Seibling in der Lage sein, Atlantis noch vor ihrem unbekannten, aber tödlichen Gegner zu finden, oder werden sie selbst das Schicksal ihrer Kollegen erleiden?

Kai Kistenbrügger wurde 1979 in Lüneburg geboren. Neben seinem tagesfüllenden Beruf schreibt er seit mehreren Jahren in seiner Freizeit, sprich spät abends, Kurzgeschichten und Bücher. Für ihn bedeutet das Schreiben die Erfüllung eines lebenslang gehegten Traumes. Allerdings musste er erst dreißig werden, bevor er seinen Traum tatsächlich mit der notwendigen Beharrlichkeit und Leidenschaft in die Tat und auf Papier umsetzte. Zurzeit lebt Kai Kistenbrügger mit seiner kleinen Familie in NRW.

Produktinformationen

    Größe: 1044kBytes
    Herausgeber: neobooks Self-Publishing
    Untertitel: Das wahre Erbe von Atlantis
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 503
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783738083729
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Die Akte Plato

3) Portugal, Terras do Sado, 03. Juli 2007

Susanna tupfte sich mit einem erschöpften Seufzen den Schweiß von der Stirn. An diesem Tag setzte ihr die Hitze besonders zu, obwohl sie seit dem ersten Spatenstich auf dieser Ausgrabungsstelle ausreichend Gelegenheit gehabt hätte, sich an den glühenden Sand zu gewöhnen, der die gesamte Ebene wie eine alles erstickende Bettdecke überzog. Sie warf einen kurzen Blick auf ihre Armbanduhr. Es war noch früh, gerade erst neun Uhr. Trotzdem herrschte bereits eine Temperatur vor, die das heimatliche England selbst in seinen heißesten Sommern bisher nicht erreicht hatte. Der Staub brannte in ihren Augen, die ohnehin mit dem grellen Licht der heißen Sonne zu kämpfen hatten. Sie ließ für einen Moment die Schaufel ruhen, um einen Blick über die Ausgrabungsstätte zu werfen und um einen dringend benötigten Schluck Wasser zu trinken. Das Wasser war warm wie alles andere auch, aber in ihrer ausgedörrten Kehle fühlte es sich wie der Himmel auf Erden an.

Die ganze Ebene war von einem emsigen Treiben erfüllt. Bis zum Mittag beabsichtigten sie, einen großen Teil des Tagespensums geschafft zu haben. Am Anfang hatten sie noch versucht, auch über Mittag weiterzuarbeiten, aber die Hitze wurde schnell unerträglich, sobald die Sonne ihren Höchststand am Himmel überschritten hatte. Inzwischen hatten sie sich dem Lebensrhythmus der einheimischen Bevölkerung in dem kleinen Örtchen hinter der nächsten Hügelkette angepasst. Der heiße Nachmittag blieb der Siesta vorbehalten, und erst abends konnten sie ihre Arbeit wieder aufnehmen, sobald die Kühle der Nacht sich mit stetiger Brise angekündigte.

Die verlorenen Nachmittagsstunden waren wahrscheinlich auch ein Grund, warum ihre Suche an diesem Ausgrabungsort noch keine nennenswerten Erfolge hervorgebracht hatte. Bis auf ein paar zerbrochene Vasen und die kümmerlichen Überreste einiger Mauern konnten sie auf ihrer Habenseite keine interessanten Funde verbuchen. Susanna fragte sich bereits, ob sich die ganze Mühe überhaupt lohnen würde. Vermutlich jagten sie einem Gespenst hinterher, einer fixen Idee, die eher von Wunschglauben als von wissenschaftlichen Fakten getrieben wurde. Es grenzte beinahe an Wahnsinn, hier tatsächlich noch irgendwelche spektakulären Entdeckungen zu erwarten. Dafür war viel zu viel Zeit vergangen, eine halbe Ewigkeit, zumindest nach den Maßstäben der vergleichsweise kurzen Zeitperiode, seitdem der erste Mensch am Horizont der Geschichte aufgetaucht war. Auch wenn sie mit ihren eigenen Augen die Bilder gesehen hatte, konnte sie immer noch nicht glauben, was ein solcher Fund letztendlich für die Geschichtsschreibung bedeuten würde, nein, sie wagte es vielmehr nicht, sich die Konsequenzen dieser Entdeckung auszumalen. Stand es ihnen tatsächlich zu, all jene Glaubensgrundsätze über den Haufen zu werfen, die seit Jahrhunderten die Eckpfeiler des menschlichen Selbstverständnisses darstellten?

Bislang drohte allerdings keine Gefahr, sämtliche Geschichtsbücher neu drucken zu müssen. Innerhalb der letzten drei Monate hatte sie hier vor Ort noch keine Beweise gesehen, die ihre Theorie untermauern und die Bilder bestätigen würden. Mit jedem Tag, der in unabänderlicher Gleichförmigkeit verstrich, wuchsen ihre Zweifel an der ganzen Geschichte. Zwei, vielleicht drei Tage noch, dann würde sie die Ausgrabung abbrechen, bevor die Kosten sämtliche auf Vernunft basierten Grenzen sprengten.

Unbewusst wischte sie sich ihre Hand an ihrer kurzen Khakihose ab. Wie sehr sehnte sie sich nach einer Dusche! Doch auch wenn ihr dieser Luxus zurzeit verwehrt blieb, wäre es ihr niemals im Traum eingefallen, sich deswegen zu beschweren. Susanna liebte ihren Job; gegen keine Dusche der Welt würde sie ihre Arbeit eintauschen wollen. Wenn ihr Blick auf die entfernten Berge fiel und über den leicht flimmernden Sand schweifte, dann erfüllte sie eine innere Zufriedenheit, die wahrscheinlich nur wenigen Menschen

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