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Die Astronomin Roman von Maaser, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2014
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Die Astronomin

'Ein exzellentes Porträt einer außergewöhnlichen Frau' (Buchkultur): Entdecken Sie 'Die Astronomin' von Eva Maaser jetzt als eBook. Was bist du bereit, für deinen großen Traum zu opfern? Die junge Caroline Herschel folgt 1772 ihrem Bruder Wilhelm nach England. Bei seinen astronomischen Forschungen ist sie ihm dank ihres scharfen Verstands eine wichtige Stütze, ebenso dient sie ihm bei seinen Konzerten als Sängerin. Auf der anderen Seite betrachtet Wilhelm sie im privaten Umfeld als seine Haushälterin. Doch Caroline will sich nicht mit der ihr zugedachten gesellschaftlichen Rolle als Frau zufrieden geben. Sie begehrt gegen die Regeln und Moralvorstellungen ihrer Zeit auf und beginnt, gegen alle Widerstände ihren Weg zu gehen. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Astronomin' von Eva Maaser. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Eva Maaser, geboren 1948 in Reken (Westfalen), studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster. Sie hat mehrere erfolgreiche Krimis, historische Romane und Kinderbücher veröffentlicht. Bei dotbooks erschienen bereits Eva Maasers Kriminalromane 'Der Clan der Giovese', 'Das Puppenkind', 'Tango Finale', 'Kleine Schwäne' und 'Die Nacht des Zorns'. Eva Maaser veröffentlichte bei dotbooks außerdem ihre historischen Romane 'Der Geliebte der Königsbraut', 'Der Hüter der Königin', 'Der Moorkönig', 'Die Rückkehr des Moorkönigs', 'Der Paradiesgarten' und 'Die Astronomin'. Zudem erschienen bei dotbooks Eva Maasers Kinderbuchserien um Leon und Kim: 'Leon und der falsche Abt', 'Leon und die Geisel', 'Leon und die Teufelsschmiede' und 'Leon und der Schatz der Ranen', 'Kim und die Verschwörung am Königshof', 'Kim und die Seefahrt ins Ungewisse' und 'Kim und das Rätsel der fünften Tulpe'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 552
    Erscheinungsdatum: 02.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955207434
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1076 kBytes
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Die Astronomin

KAPITEL 1

Von C nach C

Die Prime ist das Intervall, das eigentlich gar keins ist, weil nur der gleiche Ton wiederholt wird.

1

Hinter mir klappte die Haustür zu. Nur noch gedämpft hörte ich, wie Jakob oben im Flur aufgebracht meinen Namen schrie, während ich die drei Stufen zur Straße hinabsprang. Ohne Verzug lief ich Vater und Wilhelm nach, voller Angst, nicht schnell genug zu sein. In dem spärlichen Licht, das so spät abends in die Gasse fiel, sah ich sie bereits um die nächste Ecke biegen.

Nur noch in ein oder zwei Fenstern auf jeder Seite flackerte ein ungewisser gelber Schein von Lampen oder Kerzen, der sich verloren in der Schmutzwasserrinne spiegelte, die die Straße in der Mitte teilte. Ich strich dicht an den nachtdunklen Häusern entlang, eine Hand an den Mauern, als könnte mir der harte Stein etwas Sicherheit verleihen. Düster und verlassen wirkte die Straße breiter als sonst, vollkommen unvertraut. Wie hätte ich wissen sollen, daß die Leere so bedrohlich sein konnte?

Verschreckt schaute ich zurück. Eine schwarze Katze kreuzte die Straße und wandte jäh den Kopf nach mir. Ihre Augen glühten, und sie machte keine Anstalten, ihren Weg fortzusetzen. Vielleicht wäre ich jetzt doch umgekehrt, ohne diese Katze, die mich unbeirrt belauerte und nun auch noch fauchte, den Rachen weit aufgerissen. Ein Teufelstier. Warum lief es nicht weg? Gleichzeitig hallten die Schritte der beiden Davoneilenden immer schwächer, ich sah daher keine andere Wahl, als ihnen doch weiter nachzustürzen.

Als ich die beiden in der Kleinen Duvenstraße beinahe eingeholt hatte, ging ich langsamer. Ich wollte nicht riskieren, noch so nah bei unserem Haus entdeckt zu werden, denn sie würden mich ohne Frage zurückschicken. Außerdem wußte ich jetzt ziemlich sicher, daß sie zum Wall wollten, es war nun leicht, ihnen zu folgen. Während sie ab und zu stillstanden und nach oben deuteten, drückte ich mich vorsichtshalber flach an eine Hauswand.

Am Friedekenstift begannen sie, den Wall zu ersteigen, der hinter dem Stift eine lange Spitze bildete. Nun wurde es Zeit für mich, sie auf mich aufmerksam zu machen. Auf keinen Fall wollte ich riskieren, mich ohne sie durch das finstere Gebüsch schlagen zu müssen, das sich den Wall hinaufzog.

Oben gab es Plätze, von denen man über die Schanzwerke und den breiten Graben dahinter nach links bis zur Ihme und rechts zur Leine sehen konnte und noch weiter über das flache hannoversche Land.

An diesem kalten Oktoberabend lag natürlich alles um mich herum, der Wall und das Gemäuer des Stifts hinter mir, im Dunkeln. Es war unheimlich, so allein im riesigen Schatten der Mauern, auf einmal mochte ich weder weitergehen noch nach den beiden rufen. Statt dessen zog mich das Sternenlicht über mir magisch an, denn hier war bereits ein größeres Stück vom Himmel zu sehen, mehr als in unserer Gasse. Ich spähte nach oben und zuckte im gleichen Augenblick zusammen.

"Lina!" Wilhelm war unbemerkt zurückgekehrt und hatte mich an der Schulter gefaßt. "Vater, warte." Er wandte sich der Gestalt zu, die im Schatten der Büsche beinahe unsichtbar geworden war.

"Hab ich doch richtig vermutet, Lina ist uns gefolgt."

Mein Atem ging flach, als ich neben Wilhelm darauf wartete, daß Vater zu uns kam und sich zu mir herabbeugte.

"Was willst du denn hier bei Nacht?" Seinen Augenausdruck konnte ich nicht erkennen, aber er fragte nicht unfreundlich.

"Der Komet, Vater", stieß ich trotzdem voller Furcht hervor. Hinter uns auf dem Weg waren nämlich mittlerweile Schritte zu hören und die St

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