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Die Braut des Schotten von Sands, Lynsay (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2014
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)

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Die Braut des Schotten

Die junge Annabel hat sich damit abgefunden, als Nonne im Kloster zu leben, als sie urplötzlich von ihrer Mutter nach Hause zurückgeholt wird. Sie soll den Schotten Ross MacKay heiraten, der eigentlich ihrer Schwester versprochen war, die jedoch mit einem Stallburschen durchgebrannt ist.

Die kanadische Autorin Lynsay Sands hat Psychologie studiert und liest gern Horror und Liebesromane. Ihre Vampirserie um die Familie Argeneau brachte ihr den internationalen Durchbruch. Darüber hinaus hat sie auch mit historischen Liebesromanen eine große Leserschaft gewonnen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 02.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802594861
    Verlag: LYX
    Serie: Lyx Taschenbuch 1
    Originaltitel: An English Bride in Scotland
    Größe: 773 kBytes
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Die Braut des Schotten

1

»Annabel? Annabel?«

Annabel seufzte schläfrig und drehte sich auf ihrer schmalen Pritsche von der eindringlichen Stimme weg, die sie aus ihrem tiefen Schlaf gerissen hatte.

»Annabel, wach auf«, wiederholte die Stimme noch etwas beharrlicher.

»Schwester Clara und ich haben die ganze Nacht einer Stute geholfen, ihr Fohlen zu bekommen«, murmelte Annabel, als sie die Stimme erkannte. Sie gehörte Schwester Maud. »Die Äbtissin hat uns erlaubt, heute länger zu schlafen.«

»Ja, das hat sie. Aber jetzt will sie, dass du aufstehst. Deine Mutter ist hier.«

Annabel drehte sich abrupt auf den Rücken und blinzelte Maud verblüfft an. »Was?«

»Deine Mutter ist hier, und du sollst zur Äbtissin kommen«, wiederholte Maud geduldig und hob das Kleid auf, das Annabel auf dem Boden hatte liegen lassen. Annabel seufzte, als Maud das zerknitterte Kleid ausschüttelte. Deren missbilligender Blick war ihr nicht entgangen, und sie bezweifelte nicht, dass Maud der Äbtissin berichten würde, wie nachlässig Annabel mit ihrer Kleidung umging. Bei diesem Gedanken wünschte sie, sie hätte sich die Zeit genommen, das Gewand ordentlich zusammenzufalten und auf die Truhe am Fußende ihres Bettes zu legen. Aber es war fast Morgen gewesen, als sie endlich in ihr Zimmer zurückgekehrt war, und sie hatte vor Erschöpfung kaum noch die Augen offen halten können. Diese Nachlässigkeit war ganz gewiss ein Fehler gewesen und würde vermutlich zur Folge haben, dass sie nach dem Treffen mit ihrer Mutter Buße würde tun müssen, statt weiterschlafen zu können.

Was sie daran erinnerte, dass ihre Mutter hier war. Sie setzte sich auf die Bettkante und rieb sich den Schlaf aus den Augen.

»Warum ist meine Mutter gekommen?«, fragte Annabel und stand auf, um nach dem Kleid zu greifen, das Maud ihr hinhielt.

»Ich weiß es nicht. Sie ist sofort nach ihrer Ankunft zur Äbtissin geführt worden, und seither haben sie das Arbeitszimmer nicht mehr verlassen«, erwiderte Maud steif. Ihr Blick glitt über das Büßerhemd, das unter Annabels Hemd zu sehen war.

Das Büßerhemd sollte Annabel gemahnen, so bedachtsam und würdevoll zu gehen, wie es einer Braut Gottes anstand. Da sie das Büßerhemd bereits wegen eines anderes Verstoßes trug, würde die Strafe für das achtlos auf den Boden geworfene Kleid vermutlich in Peitschenhieben bestehen. Annabel zweifelte nicht daran, dass Maud sich darauf freute. Aus irgendeinem Grund hatte die Schwester sie von Anfang an abgelehnt.

Annabel nahm das Kleid und schlüpfte hinein. Sie war jetzt hellwach, weil sie sich mehr und mehr Sorgen machte. Dass ihre Mutter hier war, verhieß nichts Gutes, schließlich hatte sie sie nicht mehr gesehen, seit sie vor vierzehn Jahren von ihr im Kloster abgegeben worden war. Es musste etwas Wichtiges geschehen sein. War ihr Vater gestorben? Oder ihre Schwester? War Waverly Castle von Plünderern überfallen worden? Es gab so viele Möglichkeiten, und keine davon war gut. Eine gute Neuigkeit hätte ihre Mutter wohl kaum veranlasst, vor Tau und Tag hierherzukommen. Sie musste die ganze Nacht geritten sein, um so früh einzutreffen.

»Wie lange sind sie schon im Arbeitszimmer der Äbtissin?«, fragte Annabel stirnrunzelnd, während sie ihr Mieder schnürte.

»Woher soll ich das wissen? Ich habe Besseres zu tun, als darauf zu achten, wer dich besucht«, entgegnete Maud steif. Sie starrte Annabel an, die begonnen hatte, sich rasch das Haar zu bürsten, und dabei heftig an einigen Knoten zerren musste. »Weiß die Äbtissin, dass du dir noc

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