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Die Burgherrin Der Clan des Greifen - die komplette erste Staffel in einem eBook von Mueller, Roland (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Burgherrin

Sie trotzt dem Schicksal: Das historische Epos 'Die Burgherrin' von Bestsellerautor Roland Mueller jetzt als eBook bei dotbooks. Südtirol im 15. Jahrhundert: Gräfin Eleonore von Greifenberg steht vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens - Sie hat ihren geliebten Mann verloren und muss nun die Führung der hochverschuldeten Burg und des Lehens übernehmen. Der Verlust und die neue Verantwortung lasten schwer auf ihren Schultern und ihre ungestümen Söhne bereiten ihr zunehmend Sorgen. Als dann ein erbarmungsloser Winter naht, weiß sie kaum, wie sie ihre Familie und ihre Untertanen durchbringen soll. In ihrer Verzweiflung kommt sie der Versuchung gefährlich nahe, das unmoralische Angebot eines Geldverleihers anzunehmen ... Sechs Romane in einem Band! Die gesamte erste Staffel der Erfolgsserie 'Der Clan des Greifen' von Roland Mueller jetzt unter dem Titel 'Die Burgherrin' als eBook kaufen und genießen. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roland Mueller, geboren 1959 in Würzburg, lebt heute in der Nähe von München. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitete in der Erwachsenenbildung, als Rhetorik- und Bewerbungstrainer und unterrichtet heute an der Hochschule der Bayerischen Polizei. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Bei dotbooks erschienen bereits Roland Muellers historische Kinderbücher 'Die abenteuerliche Reise des Marco Polo' und 'Der Kundschafter des Königs' und seine historischen Romane 'Der Goldschmied', 'Das Schwert des Goldschmieds', 'Die Töchter des Pflanzenjägers' und 'Der Fluch des Goldes' und die historische Serie 'Der Clan des Greifen', die folgende Bände umfasst: 'Die Begegnung. Staffel I - Erster Roman' 'Der Pakt. Staffel I - Zweiter Roman' 'Das Vermächtnis. Staffel I - Dritter Roman' 'Das Erbe. Staffel I - Vierter Roman' 'Die Rache. Staffel I - Fünfter Roman' 'Das Spiel. Staffel I - Sechster Roman' 'Die Hexe. Staffel II - Erster Roman' 'Der Betrüger. Staffel II - Zweiter Roman' 'Der Greif. Staffel II - Dritter Roman' 'Die Verfolgten. Staffel II - Vierter Roman' 'Die Braut. Staffel II - Fünfter Roman' 'Die Liebenden. Staffel II - Sechster Roman'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 635
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248847
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1473kBytes
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Die Burgherrin

Momente wie diese liebte Eleonore besonders. Sie lag in einem warmen Bad und versuchte, an nichts zu denken. Entspannt in dem großen Holzzuber, umschmeichelte das warme Wasser ihren Leib, und alles, was sie sich im Augenblick wünschte, war, dass dies möglichst lange so bliebe. Die Arbeit, die an diesem Tag noch unbedingt getan werden musste, schien ihr auf einmal gar nicht mehr so wichtig. Sie fuhr mit beiden Händen über die Haut an ihren Schenkeln, strich mit den Fingerspitzen über ihren Bauch, folgte der Kontur ihrer immer noch tadellosen Brüste. Nein, sie fühlte sich keineswegs alt oder gar verbraucht. Obwohl sie vier Kinder geboren hatte und trotz der Entbehrungen in diesem gerade beendeten Krieg, der zahlreichen Hungerwinter der Vergangenheit. Und diesen Körper hatten nun schon einige Männer betrachten dürfen. Als sie daran dachte, wurde ihr noch wärmer. Sie schloss die Augen.

Ihren Enkel hatte sie nach dem Ausritt wieder der Amme anvertraut. So nannte sie die Frau noch immer, auch wenn sie dem Jungen längst nicht mehr die Brust gab. Eleonore dachte oft daran, wie diese brave Frau bereits ihre eigenen vier Kinder mit großgezogen hatte. Warum sollte sie ihr also nicht guten Gewissens nun auch ihren Enkel überlassen? Sie blickte auf. Dann streckte sie abwechselnd ihre Beine aus dem Wasser und strich mit beiden Händen über die rosige glatte Haut ihrer Waden und ihrer Schenkel. Wie herrlich das Wasser war! So ließ es sich noch eine ganze Weile aushalten. Und wenn es zwischendurch zu kalt werden würde, brauchte sie nur nach Elsa zu rufen. Die brachte ihr dann einen weiteren Eimer mit heißem Wasser aus der Küche herauf. Eleonore schloss wieder die Augen. Jawohl, einfach so daliegen und dabei an gar nichts denken. Nur, genau dies gelang ihr nicht, denn dazu war zu viel passiert ...

Über dem steilen Bergpass ging ein heftiger Regenguss nieder. Die dunklen Wolken hingen in den Felswänden wie körperlose Nebelwesen, von denen man sich hier in jedem Dorf und jedem Weiler erzählte. In der Ferne donnerte es immer wieder, und von den dichtbewaldeten Hängen ringsum stieg Dunst auf. So wie es aussah, würde es in nächster Zeit nicht aufhören zu regnen.

Lorenzo Moratini trat vor das Zelt, das die Dienerschaft am Flussufer aufgeschlagen hatte. Sein Leibdiener Ramiro stocherte mit einem Ast in dem kläglichen Feuer herum und hoffte darauf, dass die Flammen größer wurden. Er wandte den Kopf und warf einen Blick auf seinen jungen Herrn. Wohin der auch immer ging, er, Ramiro Esteban, würde an seiner Seite sein. Das tat er, solange er sich erinnern konnte, seit er vor langer Zeit in den Dienst der Kaufmannsfamilie Moratini getreten war. Ramiro war ein Diener, kein Kämpfer. Warum auch, dafür hatten sie Söldner, die für gutes Geld Leib und Leben ihres jungen Herrn schützten. Natürlich würde Ramiro nicht zögern, seinen Herrn zu verteidigen. Denn er mochte den jungen Patrizier.

Nun sah er zu, wie Lorenzo bis an den Rand der kleinen Lichtung trat, dort stehen blieb und den Himmel betrachtete. Obwohl es weiterhin heftig regnete, so dass eine Weiterreise nicht ratsam war. Sie selbst und ihr Gepäck würden völlig durchnässt sein, bevor sie die einsame Landstraße hinter sich gelassen hatten.

Lorenzo dagegen spürte den Regen kaum. Ihr erzwungener Aufenthalt war ihm lästig, denn eigentlich wollte er weiter. Er hatte schließlich ein Ziel. Die Burg. Seine schöne junge Braut. Die Verlobung mit ihr. Diese offiziell zu machen war sein Wunsch gewesen. So wie es auch sein eigener Entschluss gewesen war, diese Reise ohne Begleitung zu unternehmen. Wenn man mal von Ramiro und den Söldnern absah, die er zu seinem Schutz mitgenommen hatte, und den Knechten, die für das Zelt, die Pferde und das Gepäck verantwortlich waren. Seine Mutter war nicht bei ihm, genauso wenig wie seine Tante. Er erinnerte sich nicht daran, dass dies in seinem bisherigen Leben schon einmal vorgekommen war. Nein, seine Mutter und

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