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Die Clifton-Saga 1-3: Spiel der Zeit/Das Vermächtnis des Vaters/ - Erbe und Schicksal (3in1-Bundle) Drei Romane in einem Band von Archer, Jeffrey (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Clifton-Saga 1-3: Spiel der Zeit/Das Vermächtnis des Vaters/ - Erbe und Schicksal (3in1-Bundle)

England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts-Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Es beginnt ein Kampf um Liebe, Macht und Freundschaft, der sich über mehrere Generationen erstreckt ... Erleben Sie die ersten drei Bände der großen Clifton-Saga von Jeffrey Archer! Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug zunächst eine bewegte Politiker-Karriere ein. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller, "Kain und Abel" war sein Durchbruch. Mittlerweile zählt Jeffrey Archer zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Seine historischen Reihen "Die Clifton-Saga" und "Die Warwick-Saga" begeistern eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London, Cambridge und auf Mallorca.?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641205133
    Verlag: Heyne
    Serie: Clifton-Saga / Chronicles 1, 2 u.3
    Größe: 3873 kBytes
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Die Clifton-Saga 1-3: Spiel der Zeit/Das Vermächtnis des Vaters/ - Erbe und Schicksal (3in1-Bundle)

1

Alle haben mir immer gesagt, dass mein Vater im Krieg gestorben ist.

Jedes Mal, wenn ich meine Mutter nach seinem Tod fragte, meinte sie nur, dass er im Royal Gloucestershire Regiment gedient hatte und wenige Tage vor der Unterzeichnung des Waffenstillstands an der Westfront gefallen war. Großmutter nannte meinen Vater einen tapferen Mann, und einmal, als wir alleine im Haus waren, zeigte sie mir seine Orden. Mein Großvater äußerte sich kaum zu irgendeinem Thema, aber weil er stocktaub war, hatte er meine Frage vielleicht nicht einmal gehört.

Der einzige andere Mann, an den ich mich aus jener Zeit erinnern kann, ist mein Onkel Stan, der beim Frühstück am Kopfende des Tisches saß. Wenn er am Morgen das Haus verließ, folgte ich ihm oft zum Hafen, wo er arbeitete. Jeder Tag, den ich bei den Docks verbrachte, war ein Abenteuer. Frachtschiffe kamen aus fernen Ländern, um hier ihre Waren zu löschen: Reis, Zucker, Bananen, Jute und viele andere Dinge, von denen ich noch nie gehört hatte. Sobald einer der Laderäume geleert war, beluden ihn die Hafenarbeiter mit Salz, Äpfeln, Eisenblechen und sogar Kohle. (Letztere mochte ich am wenigsten, denn dann sah man mir an, was ich, zum Ärger meiner Mutter, den ganzen Tag über getrieben hatte.) Danach brachen die Schiffe wieder zu ihren fremden Zielen auf. Ich wollte meinem Onkel Stan immer beim Entladen helfen, gleichgültig, welches Schiff am Morgen anlegte, doch er lachte nur und sagte: "Alles zu seiner Zeit, mein Junge." Für mich konnte das nicht früh genug sein, doch plötzlich kam mir ohne Vorwarnung die Schule in die Quere.

Mit sechs Jahren kam ich auf die Merrywood Elementary, was ich für reine Zeitverschwendung hielt. Welchen Sinn konnte eine Schule schon haben, wenn ich die Gelegenheit hatte, alles, was ich wissen musste, im Hafen zu lernen? Nach meinem ersten Tag wäre ich nicht noch einmal hingegangen, wenn mich meine Mutter nicht bis an den Schuleingang geschleppt hätte, von wo sie mich um vier Uhr nachmittags wieder abholte.

Mir war nicht klar, dass Mum andere Zukunftspläne für mich hatte, in denen Onkel Stan und der Hafen keine Rolle spielten.

Jedes Mal, wenn Mum mich am Morgen abgesetzt hatte, blieb ich auf dem Schulhof, bis sie außer Sichtweite war. Danach schlich ich mich wieder zum Hafen. Ich achtete darauf, immer rechtzeitig zurück zu sein, wenn mich meine Mutter am Nachmittag wieder von der Schule abholte. Auf dem Heimweg erzählte ich ihr alles, was ich tagsüber in der Klasse getan hatte. Ich war gut darin, Geschichten zu erfinden, aber es dauerte nicht lange, bis sie herausfand, dass alle Ereignisse, die ich zu berichten hatte, nichts anderes waren als eben Geschichten.

Ein oder zwei andere Jungen aus meiner Schule trieben sich ebenfalls im Hafen herum, aber ich hielt mich von ihnen fern. Sie waren älter und größer als ich, und sie verprügelten mich, wenn ich ihnen über den Weg lief. Außerdem musste ich vor Mr. Haskins, dem Vorarbeiter, auf der Hut sein, denn wenn er mich dabei ertappte, wie ich im Hafen "herumlungerte" (wie sein Lieblingswort lautete), versetzte er mir regelmäßig einen Tritt in den Hintern und drohte: "Wenn ich dich noch einmal beim Herumlungern erwische, mein Junge, dann melde ich das deinem Rektor."

Manchmal glaubte Haskins, mich oft genug gesehen zu haben, weshalb er mich tatsächlich bei meinem Rektor anschwärzte, der mich mit einem Lederriemen durchprügelte, bevor er mich in den Unterricht zurückschickte. Mr. Holcombe, mein Klassenlehrer, machte nie Meldung, wenn ich in seinem Unterricht fehlte, doch er hatte ohnehin ein weiches Herz. Wenn meine Mutter herausfand, dass ich geschwänzt hatte, gelang es ihr nie, ihre Verärgerung zu verbergen, und sie strich mir den Halfpenny, den ich pro Woche als Taschengeld bekam. Doch obwohl ich gelegentlich einen Schlag von einem der älteren Jungen einstecken musste, der Rektor mich mit dem Lederriemen durchprügelte und mir das Taschengeld gestrich

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