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Die Douglas-Schwestern Roman von Jacobi, Charlotte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2020
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Die Douglas-Schwestern

Die Anfänge der Parfümerie Douglas - betörende Düfte und zwei starke Schwestern Wunderschöne Flakons und betörende Düfte! Schon als kleines Mädchen ist Maria Carstens fasziniert von den Parfüms der feinen Hamburger Damen. Und so versprechen sie und ihre Schwester Anna sich, eines Tages ihre eigene Parfümerie zu eröffnen. Doch während der Vater die beiden tatkräftig unterstützt, sabotiert die ängstliche Mutter das Vorhaben ihrer Töchter. Als sich ihr Traum schließlich erfüllt und sie 1910 am Neuen Wall mit der Parfümerie 'Douglas' eine Welt der Düfte erschaffen, fängt das Abenteuer erst an! Sinnlich, mitreißend, inspirierend - Unsere Erfolgsautorin Charlotte Jacobi erzählt von der Entstehung des Parfümerie-Imperiums Douglas

Charlotte Jacobi ist das Pseudonym der Autoren Eva-Maria Bast und Jørn Precht. Eva-Maria Bast, geboren 1978, ist Journalistin, Leiterin der Bast Medien GmbH und Autorin von mehreren Sachbüchern, Krimis und zeitgeschichtlichen Romanen. Sie erhielt diverse Auszeichnungen, darunter den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kategorie Geschichte. Die Autorin lebt am Bodensee. Jørn Precht, geboren 1967, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seither ist er als Drehbuchautor für Kino- und Fernsehproduktionen tätig und lehrt an der Stuttgarter Hochschule der Medien. Sein Historiendrama 'The Man Who Invented Europe' wurde für den deutschen Drehbuchpreis vorgeschlagen. Er hat mehrere Sachbücher und einen historischen Roman verfasst. Mit ihrer Elbstrand-Saga haben die Autoren bereits viele begeisterte Leser erreicht, jetzt wenden sie sich der interessanten Geschichte der Schwestern hinter dem Douglas-Imperium zu.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 30.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492996976
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Piper Taschenbuch 31647
    Größe: 4062 kBytes
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Die Douglas-Schwestern

Prolog

1897

Marie Carstens hob ihr zartes Näschen in den Hamburger Sommerhimmel und schnupperte. Wie viele Gerüche es hier gab! Nach Gewürzen, nach Kaffee, nach der weiten Welt, nach Blumen, nach Abenteuer und nach Freiheit. Die Elfjährige war an diesem warmen Julitag des Jahres 1897 mit Frau Fehling, der Köchin ihrer Familie, unterwegs, um einzukaufen. Das Mädchen konnte sein Glück kaum fassen: Am Morgen hatte die stets besorgte Stiefmutter erklärt, sie habe mit Maries jüngerer Schwester einen Arzttermin, und die Köchin solle während ihrer Abwesenheit auf die ältere Tochter achten. Das bedeutete für Marie ein paar Stunden ohne strenge und überängstliche Blicke.

Odile Carstens sorgte sich ständig wegen irgendetwas. Sie hätte die Mädchen am liebsten dauernd im Blick gehabt, deshalb fühlte Marie sich bisweilen wie in einem goldenen Käfig.

An ihre leibliche Mutter hatte Marie keine Erinnerungen mehr, da sie kurz nach der Geburt der zwei Jahre jüngeren Anna an der Cholera gestorben war. Aber fürsorglicher und ängstlicher als Odile, die der Vater der Mädchen nach einem Jahr als Witwer geheiratet hatte, konnte keine biologische Mutter sein! Erst kürzlich hatte sie Frau Fehling angewiesen, jede Mahlzeit so lange zu kochen, bis sämtliche Bakterien abgetötet seien. Obwohl Marie wusste, dass man Bakterien nicht sehen konnte, hatte sie unwillkürlich nach kleinen Tierchen Ausschau gehalten. Aber es war so lecker gewesen, dass sich ihre Bedenken schnell zerstreut hatten.

Mit einem Mal wurde das Mädchen durch einen üblen Geruch aus seinen Gedanken gerissen. Unwillkürlich rümpfte es die Nase. Kein Wunder: Sie waren am Fischmarkt angekommen. Marie liebte das Menschengewimmel dort, die Seefahrerabenteuer, die man in den Gesichtern der Fischer lesen konnte. Weniger schätzte sie jedoch den Geruch von Fisch, wenn er nicht mehr ganz frisch war - etwas, das Marie immer sofort bemerkte. Und sie fand die toten Wesen mit ihrer glänzenden, schuppigen Haut und den hohlen Augen unheimlich. Bei dem Gedanken, den Fisch später essen zu müssen, drehte sich ihr der Magen um. Schnell schaute sie weg - und direkt in das Gesicht einer wunderschönen Dame, die neben ihr stehen geblieben war. Marie fiel sogleich der herrlich angenehme Duft der nobel gekleideten Mittzwanzigerin auf. Regelrecht magisch roch sie. Nach ... Vanille. Danach duftete auch der Pfeifentabak ihres Papas: Vor allem wenn dieser lange fort gewesen war, sog Marie den vertrauten Geruch geradezu gierig ein. Er signalisierte, dass Heinrich Carstens von einer seiner vielen Reisen zurückgekehrt war. Dann waren sie und Anna nicht mehr den Ängsten ihrer Stiefmutter ohne die ausgleichende Wirkung des Vaters ausgeliefert.

Im Duft dieser Fremden machte Marie zudem einen Hauch von Rosen aus. Und etwas Aufregendes, das sie nicht einordnen konnte.

»Sie riechen aber gut«, platzte sie heraus und strahlte die Dame an.

»Marie«, kam es tadelnd von der dürren Köchin. »Denk an deine Mutter: Nicht mit fremden Leuten sprechen!«

Beschämt senkte das Mädchen den Blick.

»Schon gut«, beschwichtigte jedoch die Schöne. »Ich kenne die Kleine. Maria Carstens - mein Mann und ihr Vater sind gute Geschäftsfreunde.«

»Aber Maria nennt mich niemand, alle sagen Marie«, erklärte das Kind.

Frau Fehling nahm die junge Dame nun genauer ins Visier und erkannte sie schließlich: »Ach, Frau Kolbe ... Bitte verzeihen Sie meine Unaufmerksamkeit, gnädige Frau!«

Die Köchin wirkte meist recht selbstsicher, doch Marie merkte deutlich, wie unangenehm es ihr war, die Freundin ihrer Herrschaft nicht sofort erkannt zu haben. Aber es war ihr ja selbst so gegangen. Sie hatte Frau Kolbe bisher noch nie bemerkt. Das war jedoch kein Wunder, denn in den seltenen Fällen, in denen ihr Vater bei ihrer Stiefmutter Empfänge oder Teeeinladungen durchgesetzt hatte - Odile Carstens befürchtete stets, bei solchen Anläss

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