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Die drei Musketiere Band 1 von Dumas, Alexandre, d. Ält. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Die drei Musketiere

Im Jahr 1625 zieht der junge d'Artagnan nach Paris, um sich der Garde der berühmten Musketiere anzuschließen. Schnell gewinnt er die Freundschaft der drei unzertrennlichen Musketiere Athos, Porthos und Aramis. Getreu ihrem Motto "Einer für alle, alle für einen" verteidigen sie ihre Königin gegen die Intrigen des Kardinals Richelieu. Dumas' historischer Roman zählt nach wie vor zu den populärsten und spannendsten der Weltliteratur. Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870) wächst als Sohn eines napoleonischen Generals in der nordfranzösischen Provinz auf. Früh verwaist und arm, begibt er sich als Neunzehnjähriger nach Paris, wo er zum Theater will. Weltbekannt wurde er durch 'Der Graf von Monte Christo' und natürlich 'Die drei Musketiere'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 11.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958702240
    Verlag: Nexx
    Größe: 530kBytes
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Die drei Musketiere

Die drei Geschenke des
Herrn d'Artagnan

Am ersten April-Montag des Jahres 1625 schien es im Marktflecken Meung so drunter und drüber zu gehen, als ob über Nacht die Hugenotten gekommen wären, um ein Bollwerk wie La Rochelle daraus zu machen. Zahlreiche Spießbürger hatten, als sie Weiber auf der Flucht durch die Hauptstraße sahen und Kinder auf den Schwellen schreien hörten, nichts Eiligeres zu tun, als sich den Kürass (Brustharnisch) umzuschnallen und sich durch eine Muskete oder Partisane ein gewichtigeres Aussehen zu geben und zum Gasthof Zum Freimüller zu rennen, vor dem sich ein dichter Haufen versammelte, der wild lärmte und sich mit jeder Minute verstärkte. Damals war solche Panik keine Seltenheit, und es verstrich kaum ein Tag, ohne dass in der oder jener Stadt ein solcher Vorfall in der Ortschronik zu verbuchen war. Gab es doch hohe Herren vom Adel, die fortwährend Händel miteinander hatten; lag doch der König in ständiger Fehde mit dem Kardinal, und hatte doch Spanien erst eben wieder Frankreich den Krieg erklärt. An Diebsgesindel und Bettelvolk war kein Mangel, und Hugenotten, Wölfe und Lakaien-Pack sorgten auch dafür, dass das Land nicht zur Ruhe kam. Die Bürgerschaft schlug sich mit dem Diebsgesindel, den Wölfen und dem Lakaien-Pack herum, erhob die Waffen zuweilen wider die Herren vom Adel und wider die Hugenotten, nur selten einmal wider den König, niemals aber wider den Kardinal und die Spanier. Aus dieser Gepflogenheit ergab sich demzufolge, dass die Meunger Philister, als sie an besagtem April-Montag Spektakel hörten, ohne weder die gelb und rote Standarte, noch die Livree des Herzogs von Richelieu zu sehen, sich eilig nach dem Gasthof Zum Freimüller begaben.

Dort konnte ein jeglicher die Ursache dieses Lärmens sehen und kennenlernen, die niemand anders war als ein junger Mensch - ein Don Quichotte von 18 Jahren, ohne Panzer und Beinschienen, aber in einem wollenen Wams, dessen blaue Farbe sich in eine unbestimmbare Schattierung von Weinhefe und Himmelblau verwandelt hatte; mit länglichem, braunem Gesicht, hervorspringenden Backenknochen als Merkmal von Pfiffigkeit, stark entwickelten Kiefern, dem untrüglichen Kennzeichen eines Gascogners, auch wenn er kein mit einer Feder geschmücktes Barett aufhatte. Das war bei dem jungen Mann jedoch der Fall; außerdem hatte er ein offenes, kluges Auge und eine Hakennase, und war von Figur für einen Jüngling zu groß, für einen ausgewachsenen Mann aber zu klein. Wäre nicht der lange Degen gewesen, der ihm am Wehrgehänge baumelte und ihm beim Gehen wider die Waden, beim Reiten wider das Fell seines Gaules schlug, so hätte ihn ein schwach geübtes Auge für einen unterwegs befindlichen Gutspächterssohn gehalten.

Unser junger Mann war aber beritten, und sein Gaul hatte ebenfalls ein so merkwürdiges Aussehen, dass er auf den ersten Blick in die Augen fiel: es war nämlich ein Klepper, der wenigstens seine zwölf bis vierzehn Jahre auf dem gelblichen Fell hatte, mit einem Stummel von Schweif ohne Haare, aber mit Beinen voller Schwären; ein Klepper, der beim Laufen den Kopf bis zu den Knien hinunterbaumeln ließ, immerhin aber noch gut und gern seine acht Meilen am Tage machte. Leider aber steckten die trefflichen Eigenschaften dieser Rosinante so tief unter ihrer absonderlichen Haut und hinter ihrem wackligen Trott, dass zu einer Zeit, wo jedermann mit Pferden Bescheid wusste, ihr Auftreten in Meung, kaum dass sie zum Tor herein war, ein so unliebsames Aufsehen machte, dass es nicht ohne Rückwirkung auf den Reiter selbst bleiben konnte.

Und für den jungen d'Artagnan - denn so hieß der Don Quichotte dieser wiedererstandenen Rosinante - war dieses Aufsehen umso peinlicher, als er sich über den lächerlichen Anstrich, den ihm als einem so stattlichen Kavalier ein solcher Gaul geben musste, durchaus nicht im unklaren war. Wusste er doch recht gut, dass ein solcher Gaul unter Brüdern seine zwanzig Livres, wenn auch knapp, wert wa

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