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Die dritte Schwester Roman von Balfour, Liz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Die dritte Schwester

Ein Irland-Roman voller Gefühl und Familiengeheimnisse: »Die dritte Schwester« von Liz Balfour jetzt als eBook bei dotbooks. Das hauchdünne Band aus Schicksal, Schuld und Vergebung ... Livvie hat sich fern ihrer Familie ein neues Leben aufgebaut. Für kostbare Jahre konnte sie sich hier frei von der Vergangenheit fühlen, bis das neue Glück wie Glas zerbricht. Nun muss sie nach Irland zurückkehren, in das Haus ihrer Eltern - und zu all den Erinnerungen, die sie vergessen wollte. Voller Wehmut denkt Livvie an Holly und Alice, ihren besten Freundinnen, die lange wie Schwestern für sie waren ... und an all das, was dann geschah, ohne dass sie es jemals richtig verstanden hätte. Aber ist dies wirklich das einzige Geheimnis, das in der kleinen Gemeinde Cheekpoint auf Livvie wartet - und welche Rolle spielt dabei Stephen, der Mann, den sie früher mehr als jeden anderen geliebt hat? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Lasst euch vom bewegenden Familienroman »Die dritte Schwester« und von Bestseller-Autorin Liz Balfour nach Irland entführen. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Liz Balfour ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1968 geboren wurde und nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften unter anderem als Dramaturgin arbeitete. Ihre große Liebe zu Irland, zum County Cork und zur wildromantischen Küste der grünen Insel inspirierte sie zu ihren erfolgreichen Familiengeheimnisromanen. Bei dotbooks erschienen bereits die Romane »Ich schreib dir sieben Jahre« und »Die dritte Schwester«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 01.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966553636
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Heyne Bücher 47125
    Größe: 1749 kBytes
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Die dritte Schwester

Kapitel 1

Die trägen, heißen Sommer unserer Kindheit, sie kehren nie zurück. Was bleibt, ist die Erinnerung, so lebhaft und intensiv, als könnte man alles noch einmal erleben, als wäre alles zum Greifen nah. Ein Versprechen, das sich nie einlösen lässt.

Ich verbrachte die Sommer damals immer mit meinen Freundinnen Holly Bryson und Alice Tannert, und obwohl meine Schwester Eva drei Jahre älter ist als ich, schloss sie sich uns oft an, wenn wir durch die grünen Wiesen und Felder streiften, über die Mauern kletterten und uns durch Gestrüpp kriechend bis zum Wasser vorkämpften.

Unser kleiner Ort Cheekpoint liegt östlich der Stadt Waterford an der Stelle, wo sich die Flüsse Suir und Barrow vereinigen und in die Irische See fließen. Vorher strömt der Nore in den Barrow. Diese drei Flüsse nennt man auch »The Three Sisters«, die drei Schwestern. Zu dieser Zeit fühlten wir uns auch genau so: Holly, Alice und ich.

Nah ans Wasser zu gehen war uns streng verboten. Dazu waren wir noch zu jung: Niemals ohne Aufsicht, niemals ohne die Erwachsenen, hieß es. Besonders meine Eltern legten Wert darauf und drohten mit empfindlichen Strafen wie Hausarrest, und zwar nicht nur für ein paar Tage, sondern die gesamten Ferien über. Meist liefen wir daher den Minaun Hill hinauf, von dem aus wir zumindest den Hafen von Waterford und die lange Brücke über den Barrow sehen konnten. Doch mit jedem unserer Ausflüge wurden wir verwegener: Wir entfernten uns immer weiter von zu Hause, blieben immer länger fort, stiegen abseits der festen Wege auf den Minaun und erforschten schließlich sogar die Bereiche, die man uns verboten hatte.

Es war in dem Sommer nach meinem ersten Schuljahr, als wir von unserem Vater dabei erwischt wurden. Zu Hause hatten wir gesagt, wir würden zu Holly gehen und dort im Garten spielen. In Wirklichkeit aber wollten wir wieder ans Wasser, das uns, wie die meisten Kinder, magisch anzog: Wir rannten aufs Feld, kletterten über die Mauer, folgten einem kleinen Trampelpfad, der hinunter zum Fluss führte, und liefen am Ufer entlang. Wir spielten nah am Ufer und streckten Hände oder Füße in den Fluss. Immer weiter und weiter gingen wir, scherzten, lachten, alberten herum. Wir sammelten Steine, die wir im hohen Bogen ins Wasser warfen, winkten den vorbeiziehenden Schiffen zu, auch wenn niemand zurückwinkte. Wir versanken in unserer Welt, vergaßen Eltern und Mittagessenszeit, weil wir Ferien hatten, frei waren, die Sonne schien. Wir sahen den Seevögeln hinterher, sammelten Pflanzen, die wir für selten hielten, wühlten in der Erde nach verborgenen Schätzen, die wir nie fanden und doch immer wieder suchten. Wir glaubten fest daran, dass wir unverwundbar waren und das Leben niemals schöner sein konnte.

Der Tag, an dem wir erwischt wurden, fing anders als üblich an. Wir waren sehr viel früher aufgebrochen, weil es nachts so heiß gewesen war, dass keine von uns gut geschlafen hatte. Kurz vor Sonnenaufgang war es kühl genug gewesen, um Ruhe zu finden, aber nur wenig später schienen wir wie durch ein geheimes Zeichen zu erwachen. Wir standen auf und drängten nach draußen, trafen uns alle am Tor vor unserem Hof, wo wir immer zusammenkamen, bevor wir loszogen. Wir spürten keine Müdigkeit, rannten los, bis wir weit genug vom Dorf entfernt waren. Dann schlenderten wir langsam über die Wiesen am Flussufer. Wir erzählten uns unsere Träume, und da Eva und Alice sich an ihre nicht erinnern konnten, dachten sie sich etwas aus, nur damit sie Holly und mich mit ihren Gruselgeschichten übertrumpfen konnten. Kichernd taten sie so, als hätten sie von Gespenstern geträumt, von Monstern unterm Bett, und irgendwann kamen wir, ganz außer Atem vor Lachen, vor einer Heiligenfigur zum Stehen.

Alice sagte: »Die hab ich noch nie gesehen.«

Und Holly antwortete: »Vielleicht ist sie neu.«

»Nein«, sagte Eva. »Sie ist doch schon ganz verwittert. Wir sind ganz schön weit gelaufen.«

Ich sah nach der

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