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Die Entführung Prescott Sisters 2 - Liebesroman von Lindberg, Karin (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Die Entführung

DIE ENTFÜHRUNG - Prescott Sisters 2 Eine ungewöhnliche Begegnung, sehnsüchtige Blicke, brennendes Verlangen ... Dass jemand Megans bislang so geordnetes Leben auf einen Schlag durcheinanderbringen könnte, war für sie undenkbar. Doch als sie in eine alte Villa inmitten eines Bambuswaldes verschleppt wird, steht alles Kopf. Ihr nicht gänzlich unbekannter Entführer bringt mit seiner bestimmten Art mehr ins Wanken als nur ihr seelisches Gleichgewicht ... Alles in mir schreit danach, dass ich das tun sollte, wonach ich mich sehne. Ich will es wie nichts zuvor - auch wenn es wahrscheinlich der größte Fehler meines Lebens sein wird. Fünf Schwestern - eine Familie und die ganz große Liebe mal fünf. In den fünf Bänden wird jede der fünf Schwestern unter die Haube gebracht - zur Freude von ihrer Granny, einer englischen Lady der alten Schule. Die Liebesgeschichten sind in sich abgeschlossen. Größtenteils spielt die Reihe in Shanghai, gelegentliche Abstecher in andere Länder sind bei den Prescotts und ihren Mr. Rights nicht ausgeschlossen. Wer es lieber chronologisch mag, dem empfehle ich für den größten Lesegenuss folgende Reihenfolge: Band 1 Der Maskenball Band 2 Die Entführung Band 3 Der Meisterdieb Band 4 Der Amerikaner Band 5 Der Bodyguard

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743814219
    Verlag: BookRix
    Größe: 246 kBytes
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Die Entführung

Kapitel 1

Achtundvierzig Stunden früher

Eines Tages laufe ich schreiend davon. Die herrische Ader meines Vaters wird mich irgendwann noch ins Grab bringen - oder in die Klapse. Ich bin es ja gewohnt, dass mein Erzeuger kompromisslos auf seiner Sicht beharrt, trotzdem widerstrebt es mir, ihm in diesem Punkt - wie sonst üblich - nachzugeben.

Ich verstehe, dass er empfindlich auf das Thema Vertrauensbruch reagiert und dass seine Emotionen leicht hochkochen. Immerhin haben wir den Vorgänger des aktuellen CFOs nicht in allen Ehren entlassen, sondern ihn im hohen Bogen feuern müssen. Er hatte betriebsinterne Informationen an einen Konkurrenzkonzern weitergegeben - wahrscheinlich für eine Stange Geld. Nun ja, egal wie viel er zurzeit auf dem Konto hat, jetzt kann er in Shanghai vergeblich nach einem Job suchen, dafür hat mein Vater gesorgt. Nichtsdestotrotz ... Hunter Kim war ein fähiger Mitarbeiter, fachlich gesehen jedenfalls. Umso größer ist meine Enttäuschung, dass ausgerechnet er aus Geldgier diesen Betrug riskiert haben soll. So was hätte ich ihm nie zugetraut. Sein Nachfolger hat einige Schwierigkeiten, in seine Fußstapfen zu treten. Dennis Wang kennt sich in manchen Bereichen, der Bilanzbuchhaltung zum Beispiel, sehr gut aus, leider mangelt es ihm an Führungsqualitäten und Erfahrung. Wir brauchen eine neue Besetzung für die Stelle und das muss mein Vater endlich mal verstehen.

"Dad", versuche ich es erneut, auch wenn mir klar ist, dass es vermutlich nichts bringen wird. Mein Vater will mir nicht zuhören, das ist nicht zu übersehen.

"Wir müssen eine andere Lösung für die Finanzabteilung finden. Ich fürchte, Dennis ist überfordert."

Und das war noch milde ausgedrückt. Dennis ist ein super Mann für die zweite Reihe, aber eben nicht für den Posten des Abteilungsleiters.
Seit sein Vorgänger vor einigen Wochen im hohen Bogen rausgeflogen ist, geht es in der ehemals gut organisierten Abteilung drunter und drüber.

"Nein!", donnert mein Vater und schlägt mit der Faust auf seinen Schreibtisch. "Und jetzt Schluss mit dem Unsinn! Dennis bekommt seine Chance. Er hat jahrelang an Hunters Seite gearbeitet und ist sehr wohl fähig, die Position des CFOs zu übernehmen. Lass mich damit ein für alle Mal in Ruhe."

Amen.

Ich zweifele daran, dass mein Dad mit seiner Einschätzung des Interims-Finanzchefs richtigliegt, ich habe mich für heute jedoch genug anschreien lassen und keine Lust auf zusätzliche Zurechtweisungen.

Ich koche vor Wut, als ich sein Büro wortlos verlasse und die Tür hinter mir zuknalle. Mein Vater kann ruhig wissen, dass ich es leid bin, so von ihm behandelt zu werden.

Wann, zur Hölle, wird er mich endlich ernst nehmen und mir in diesen Entscheidungen vertrauen? Dabei habe ich mich, seit ich nach meinem Masterstudium im Familienkonzern eingestiegen bin, weißgott oft genug bewiesen. Ich leite einen ganzen Firmenzweig, aber sobald es um die Holding geht, ist mein Erzeuger beratungsresistent. Er ist und bleibt ein Patriarch, der sich von nichts und niemandem etwas sagen lässt. Dabei hat er durchaus seine weichen und liebevollen Seiten - die lässt er bei der Arbeit unerfreulicherweise selten bis nie durchscheinen, was mir zunehmend auf die Nerven geht.

Ich bin abgespannt und müde, habe seit Monaten kaum einen freien Tag gehabt und meine Toleranz gegenüber seinem herabwürdigenden Verhalten ist mittlerweile gleich null. Traurigerweise muss ich mir eingestehen, dass ich nicht mutig genug bin, ihn vor die Wahl zu stellen. Mein Job macht mir Spaß. Sehr viel Spaß, und ich habe Angst, dass er sich falsch entscheiden würde. Ich bin gut in dem, was ich tue, und mein Vater weiß das auch, aber ...

Während ich mein Büro betrete und die Tür hinter mir zuknalle, seufze ich leise auf und lehne mich einen Moment von innen gegen das kühle Holz. Das Klingeln meines T

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