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Die Frauen der Familie Belle Roman von Wall, Paula (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Die Frauen der Familie Belle

Ein Liebesroman, der den Südstaatencharme der 30er Jahre versprüht: »Die Frauen der Familie Belle« von Paula Wall jetzt als eBook bei dotbooks. Ein ganz besonderer Zauber geht von den Frauen der Familie Belle aus: Die schöne Angela bringt die Männer reihenweise um den Verstand, denn mit ihrer Gabe, den Menschen bis auf den Grund der Seele zu schauen, weckt sie tiefe Sehnsüchte ... Ihre Tante Charlotte sieht das gar nicht gern, denn schließlich muss der gute Ruf der Familie gewahrt bleiben! Doch als auch ihr eines Tages die Liebe begegnet - ausgerechnet in Gestalt des neuen Pfarrers des kleinen Städtchens -, da zögert sie selbst nicht und verführt ihn auf höchst ungewöhnliche Weise ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Die Frauen der Familie Belle« von Paula Wall ist ein sinnlicher Liebesroman voller Herz und mit einer Prise Frechheit. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Paula Wall wurde in Tennessee geboren und ist in Alaska aufgewachsen. Sie hat in den USA zwei viel beachtete Sammlungen von Essays veröffentlicht und wurde für ihre amüsanten Kolumnen zur »Humor Columnist of the Year« gekürt. Heute lebt sie in der Nähe von Nashville, Tennessee. Mit ihren Romanen feierte sie international große Erfolge. Die Autorin im Internet: http://www.paulawall.com/ Paula Wall veröffentlicht bei dotbooks ihre beiden Romane »Die Frauen der Familie Belle« und »Die Geheimnisse der Schwestern Wilde«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 350
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961486977
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1272 kBytes
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Die Frauen der Familie Belle

KAPITEL 5

Die Leute, die Dr. Adam Montgomery das alte Lester-Haus verkauften, warnten ihn erst dann vor den Nachbarn, als das Geschäft abgeschlossen war. Mittlerweile hatte er Angela Belle jedoch auf dem umlaufenden Balkon des Hauses gesehen und war ihr rettungslos verfallen.

»Die Belles gehören zu den ältesten und reichsten Familien im County«, erklärte Ann Lester, als sie bei Dr. Montgomery auf der Veranda saß und an ihrem Eistee nippte.

»Ihr Geld setzt schon langsam Moos an, so alt ist es«, fügte ihr Mann nickend hinzu.

»Aber meinen Sie, es würde ihnen einfallen, auch nur einen Groschen an die Kirche oder für karitative Zwecke zu spenden?«

»Nein, eher schneiden die sich die Pulsadern auf, als dass sie auch nur einmal ihre Brieftasche zücken würden.«

»Und ich muss schon sagen, auch ihre übrige Moral« - Ann Lester zwirbelte ihre Perlenkette - »lässt allerhand zu wünschen übrig.«

»Mit einem Wort: weißes Pack mit Geld«, verkündete Judge Lester.

Mit Urteilen über andere war Judge Lester immer schnell bei der Hand. Und das, obwohl er in einer Bank arbeitete. Schon erstaunlich, wie viel Weitsicht seine Eltern bewiesen hatten, als sie ihn Judge - Richter - nannten.

»Geld allein ist eben immer noch keine Garantie für Klasse«, fasste Ann Lester zusammen.

Dr. Adam Montgomery, dessen Geld so neu war, dass die Tinte auf den Banknoten noch nicht trocken war, wusste genau, was sie meinte.

Das von ihm erworbene Haus hatte einem alten, unverheirateten Onkel von Judge Lester gehört, der im Schlaf und mit einem Lächeln auf dem Gesicht verstorben war, neben sich im Bett seine Haushälterin und auf dem Nachttisch eine Dreiviertelliterflasche Jack Daniel's. Zum Glück hatte Judge die Flasche gefunden, bevor der Sheriff kam, sodass der Name Lester unbefleckt geblieben war. Als Nachkomme einer langen Reihe moralisch zweifelhafter Männer legte Judge großen Wert auf Diskretion.

Die Lesters verkauften das alte Haus an den jungen Arzt samt allem Inventar und allen Alkoholvorräten. Das Dach leckte, die Dielenbretter knarrten, und die muffigen Räume waren dunkel wie ein Grab, aber von der Ferne sah das alte Haus prachtvoll aus. Für Adam Montgomery war eine hübsche Fassade ohnehin wichtiger als das, was eventuell dahinter steckte.

Adam Montgomery hatte blondes Haar und dunkelblaue Augen, die man als nachdenklich hätte bezeichnen können. Er hatte einen perfekten Körper und trug seinen maßgeschneiderten Anzug mit unnachahmlicher Eleganz. Mit seinem Gardemaß brauchte er nur leicht das Kinn zu heben und konnte auf alle herabsehen.

Er zog in das alte Lester-Haus, ohne die geringsten Änderungen vorzunehmen. Bis auf den Buchstaben »L« an dem Türklopfer aus Messing ließ er alles beim Alten, und selbst dazu benötigte er noch beinahe ein Jahr.

Wenn die Leute an dem alten Haus vorbeispazierten und Dr. Montgomery zufrieden auf der vorderen Veranda sitzen sahen, eine Zigarre zwischen den Fingern, ein aufgeschlagenes Buch auf dem Schoß, dann schüttelten sie nur den Kopf. Alle hielten es für ein schlechtes Omen, dass ein junger, lediger Mann das Haus eines alten Hagestolzes gekauft hatte. Aber wann immer die Freude über sein Junggesellendasein ihn zu überwältigen drohte, ließ Adam seine Taschenuhr aufschnappen und betrachtete so lange das Bild seiner feinsinnigen Verlobten, bis die Euphorie verebbte.

Die Zukunft des jungen Paares war bereits bis ins Kleinste geplant. Adam sollte sich ein Haus suchen, es einrichten, die lukrative Arztpraxis des alten Doktors, der in den Ruhestand ging, übernehmen und dann seine zukünftige Braut nachholen. Und Dr. Montgomery war nicht gewillt, von diesem Plan auch nur ein Jota abzuweichen. Die Route, die sein Lebensschiff einschlagen sollte, stand schon lange fest. Umwege waren keine vorgesehen.

Als er nun Angela Belle - flach auf dem Rücken liegend, die Knie angezogen und japsend wie ein Jagdhund - in seine

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